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In unserer Kultur und Kunst Kolumne stellen wir Ihnen die Filme, Bücher und Musik vor, die wir für Sie ausgewählt haben. Fragen Sie sich was in diesem Monat lesenswert ist oder welche Filme neu in den Kinos sind? Wollen Sie beim Autofahren etwas zum Anhören haben? Dann sollten Sie einen Blick auf unsere Empfehlungen werfen.

Film

Turkish'i Dondurma

Kinostart: 15 März 2019

Regie: Can Ulkay

Besetzung: Şebnem Bozoklu, Erkan Kolçak Köstendil, Ali Atay

Genre: Historisch, Drama

Land: Türkei

Handlung: Turkish’i Dondurma handelt von den angestrengten Bemühungen zweier Türken, die während der Schlacht von Gallipoli in Australien leben. Diese beiden in Australien lebenden Türken verdienen ihren Lebensunterhalt als Kamelkarawanenführer und aus dem Verkauf von Eis mithilfe einer Schubkarre. Im Jahre 1915 erfahren die beiden, dass in ihrem Heimatland ein Krieg ausbricht und sie beschließen an die Front in Çanakkale zu gehen. Die Behörden erlauben ihnen jedoch nicht, die Insel zu verlassen. Zu dieser Zeit begann in Australien eine Propaganda gegen die Türken. Als die beiden Türken erfahren, dass die Briten Flugblätter verteilen, um in Australien Soldaten zu rekrutieren, beschließen sie den Kampf, den sie in ihrem Heimatland nicht ausfechten können, in Australien aufzunehmen.

 

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Buch

Wichtige Ereignisse der Weltgeschichte

Autor: Serdar Kayıhan

Verlag: Buchhandlung Halk

Seitenzahl: 192

Inhalt: Bei der Untersuchung der Geschichte der Menschheit zeigt sich, dass viele Ereignisse, die von geographischen Entdeckungen bis zu verschiedenen Erfindungen reichen und von Weltkriegen bis zu Naturkatastrophen, diesen Fluss beeinflussen. Manchmal hat eine Idee oder eine Strömung den Zusammenbruch eines Imperiums verursacht, und manchmal war ein Mensch unerwartet in der Lage, die ganze Welt zu beherrschen. Hier in diesem Buch werden Sie von der Geburt Jesu bis zur Französischen Revolution, von der Entdeckung des Rades bis zum ersten Menschen im Weltall, beeindruckende Details zu vielen Ereignissen finden, die den Lauf der Geschichte verändert haben. Die im Buch enthaltenen Informationen beantworten Ihre Fragen in Bezug auf die Ursachen und Folgen zu den vielen Ereignissen, die Sie interessieren.

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Musik

Band: Rubato

Album: İki (‚Zwei‘)

Bis jetzt standen die Mitglieder der Band Rubato mit ihren Instrumenten für viele Künstler auf der Bühne. Nach ihrem ersten Album ‚BİR‘ (‚Eins‘) veröffentlichen sie ihr zweites exklusives Album ‚İKİ‘ (‚Zwei‘). Der Solist Özer Arkun spielt gleichzeitig an der Cello, der Vokalist Fatih Ahıskalı spielt Oud, Cümbüş und Gitarre. Göksun Çavdar spielt Klarinette, Bassklarinette und Sopransaxophon und Eralp Görgün findet man an der Bassgitarre. Das Album von Rubato, die jedes Jahr ihr Publikum vergrößert und ihre Zuhörer von der Bühne aus verzaubert, enthält neben ihren eigenen Kompositionen auch Werke bedeutender Künstler wie Sezen Aksu, Sıla, Burhan Bayar und Şebnem Ferah.

In dem Album befindet sich auch ein Duett mit Sıla. Rubato interpretiert beliebte Lieder wie Yıkılmışım Ben, Yağmurlar, Beter und Efkarlıyım neu und bietet ein intensiv arabeskes musikalisches Fest.

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Quelle: http://www.beyazperde.com/filmler/film-267972/

https://www.dr.com.tr/Kitap/Tarihe-Yon-Veren-Buyuk-Olaylar/Serdar-Kayihan/Bilim/Bilim-Tarihi-ve-Felsefesi/urunno=0001797764001

https://www.dr.com.tr/Muzik/Iki/Yerli-Albumler/Fusion/urunno=0000000686220

Seit Jahren werden sie verziert und verschönert: Haarbänder, Tücher, Kragen und Ärmelenden. Die Häkelei ist eine Kunst, bei der wir vielleicht die Mühe und investierte Zeit nicht auf Anhieb beachten. Diese türkische Kunst der Handarbeit ist am meisten in Anatolien verbreitet. Die dünne, dreidimensionale Spitze wird meistens mit Seiden- oder Baumwollgarn verziert. Diese Verzierungen reichen eigentlich weit in die Vergangenheit zurück.

Es ist aufgrund von archäologischen Befunden möglich zu sagen, dass die Häkeleien bis zu einer Zeit von 2000 Jahren v. Chr. zurückgehen. Sie ist in der Weltliteratur als „türkische Spitze“ bekannt. Es herrschen verschiedene Theorien darüber, wie die Spitze nach Europa gelang. Einige Quellen vermuten ein Aufeinandertreffen der Häkelnadel mit Europa im 16. Jahrhundert, wohingegen andere behaupten, dass es im 12. Jahrhundert eine Anatolien-Balkan-Italien- und Europaroute gegeben habe.

Die Motive der Werke sind vielseitig. Sie können uns verschiedene Informationen über die Fantasie, die Begabung der genauen Beobachtung und den Lebensort des Künstlers geben. Zu den verbreitesten Motiven zählen Pflanzen, die sich von der Natur inspirieren ließen, Obstsorten und Tiere. Auf der anderen Seite finden Sie Muster und Symbole, die die Liebe oder die Enttäuschung des Künstlers darstellen. Beispielweise stellt eine Häkelei mit gelben Nelken die Sehnsucht und Trauer des Künstlers dar. Wird dahingegen ein Tuch mit einem Muster einer pinken Kletterrose von der Familie des Bräutigams der Braut zugeschickt, bedeutet diese Geste, dass die Familie sie ehren und lieben wird.

Diese Häkeleien sind seit jeher ein Bestandteil der Mitgift der Braut, die sie mit in die Ehe bringt. Die Anwendungsgebiete der Häkeleien sind breit. Sie sind an Bettbezügen, Tischdecken, Kleidungsstücken oder Schmuckstücken verarbeitet. Außerdem sind sie an der Kleidung der männlichen Volkstanzgruppen aus der Ägäis-, Mittelmeer- oder Marmararegion zu finden. Des Weiteren sind ihre Hand-, Hüft- und Kopftücher mit dieser Kunst verziert. Das Hobby, die Häkelei, wird in unserer heutigen Zeit von vielen Interessenten beinahe als eine Therapie angesehen. Aus diesem Grund hoffen wir, dass diese wundervolle Kunst der Handarbeit als kulturelles Erbe an die nächsten Generationen weitergegeben wird.

 

Quellen: http://aregem.kulturturizm.gov.tr/TR-51137/oya-sanati.html

http://www.rumeysa.net/node/499

Panegyrik ist die wahrscheinlich vergessenste Kunst in der traditionellen türkischen Volksschaukünsten. Man kann diese als den Urvater der heutigen Komödie eines Einzelnen bzw. des Stand-Up Comedy’s betrachten.  Im Folgenden erzählen wir über die Künstler und der Kunst, die auf hunderten von Dorfplätzen und Palästen vorzufinden waren.

Was ist Panegyrik?

Kurz gefasst ist die Panegyrik die Kunst, Geschichten zu erzählen. Das Wort Meddah kommt aus dem Arabischen und bedeutet “der Lobende”. Während man eine Panegyrik-Geschichte erzählt, möchte man den Zuschauer mit Nachahmungen und Darstellungen entertainen und zum Nachdenken anregen. Hierbei werden unterschiedliche Legenden, über geschichtliche Ereignisse oder Personen und Fiktionen erzählt. Diese können auch über gegenwärtige gesellschaftliche oder politische Geschehnisse enthalten und kritisiert werden. Die Erzählungen können auch nur Lob oder eine Widerspiegelung der Gesellschaft enthalten. Jedoch ist jeder Auftritt ein Unikat, da die Auftritte nämlich meist improvisiert sind, aufgrund des Einbringens der sozioökonomische Situation, des Interessens, der Altersgruppe und des Alltags der Zuschauer. Aus diesem Grund kommen selten Panegyrik-Geschichten an die Oberfläche.

Wie macht man Panegyrik?

Bei Panegyrik gibt es so gut wie keine Dekorationen. Hierbei zählt überwiegend die Improvisation, die Nachahmung und das Talent des Erzählers. Der Panegyriker sitzt meist auf einem hohen Stuhl und hält in seiner Hand einen Stab, mal um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken oder um Toneffekte auszulösen. In der anderen Hand hält er ein Taschentuch, um seine Stimme zu verstellen. Die Panegyrik beginnt meist mit einem Kindervers und hört mit dem Satz auf: “Wie viele Sprachfehler ich hatte, vergibt Sie mir!”.

Die Entwicklung der Panegyrik

Die Panegyriker kommen meist aus der Bevölkerung heraus. Früher lernte man die Kunst durch die Meister-Schüler-Beziehung des Milieus. Heutzutage kann man das Handwerk an Theaterfakultäten oder Volkshochschulzentren erlernen. Diese Kunst entwickelte sich im 14. Jahrhundert auf den Höfen der Paläste und verbreitete sich später auch ins normale Fußvolk und wurde hier erst richtig populär. Durch die Wanderung von Stadt zu Stadt trugen sie auch die Neuigkeiten ihrer Zeit mit sich. Der bekannteste Panegyriker in der nahen türkischen Geschichte war İsmail Hakkı Dümbüllü (1897-1973).

Die Panegyrik als die individuellste und dem Volke am nähesten liegende Kunst wurde im Jahre 2008 in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen.

Quellen:

http://www.yenitiyatrodergisi.com/makale/dunden-bugune-gelenekselden-cagdasa-meddahlik-sanati

http://aregem.kulturturizm.gov.tr/TR-202285/meddahlik.html

Die Hauptstadt Schwedens, Stockholm, ist die beeindruckendste Stadt der skandinavischen Länder. Das Besondere der Stadt ist die U-Bahn, die die größte Kunstgalerie der Welt darstellt. Die ganze U-Bahn-Halle ist mit verschiedenen Kunststücken verziert.

 

Die Erstellung der Kunstwerke begann 1950. Die Halle ist von Anfang bis Ende mit beeindruckenden Werken versehen. Die U-Bahn-Wände sind voller Bilder, Gravuren, Skulpturen und Mosaike. Diese verbildlichen die politischen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Veränderungen des Landes.

 

Das Projekt begann im 19. Jahrhundert und hatte das Ziel die Kunst dem einfachen Volk zu präsentieren. Dabei sollte sie nicht nur die Elite, sondern eine große Bandbreite der Bevölkerung erreicht werden.

 

2002 wurde das letzte Kunstwerk erstellt, sodass 90% der 100 Haltestellen mit Bildern, Reliefs und Skulpturen von mehr als 150 Künstlern verziert waren. An jeder Haltestelle wurden verschiedene Konzepte umgesetzt. An einigen Wänden sind Werke mit politischen Anspielungen vorhanden. An anderen Stellen ist es wiederum möglich Werke zu sehen, die die Auswirkungen der Globalen Erwärmung demonstrieren.  

 

Ein weiterer interessanter Aspekt bezüglich der Haltestellen ist, dass diese an Stellen gebaut wurden, an denen im Vorfeld Höhlen vorhanden waren. Somit wurden natürliche Höhlen zu Haltestellen umgebaut und präsentieren im Zusammenhang mit den Kunststücken ein beeindruckendes Bild.

 

Falls Sie über Stockholm reisen, verpassen Sie die 110 km lange Reise der Kunst nicht.

An diesen Haltestellen sind die Kunstwerke zu finden:

Hallonbergen, Nackrosen, Solna Centrum, Vastra Skogen, Huvudsta, Sundbybergs Centrum, Rissne, Kungstragarden, T-Centralen, Odenplan, Thorhildsplan, Blacekeberg, Bagarmossen, Skarpnack, Gardet, Alby, Mörby Centrum, Stadion, Södra, Universitet, Midsommarkransen, Axelsberg, Radhuset, Akalla, Tekniska Högskolan.

Melih Cevdet Anday, einer der großen Meister der türkischen Poesie und der letzte Vertreter der literarischen Störumung „Garip“ wird an seinem 16. Todesjahr gewürdigt.

 

1915: Am 13 März wurde er in Istanbul geboren.

 

1936: Er absolvierte das Ankara Gazi Gymnasium.

Sein Gedicht „Ukde“ (türkisch für Quelle großer Frustration bzw. bitteres Bedauern) wurde in der Zeitschrift Varlık (Existenz) veröffentlicht.

Nach seinem Schulabschluss beginnt er mit dem Studium an der Fakultät für Sprache, Geographie und Geschichte, bricht es jedoch ohne Abschluss ab.

 

1938: Er ging nach Belgien um Soziologie zu studieren, musste aber aufgrund des 2. Weltkrieges nach 2 Jahren wieder in seine Heimat zurückkehren.

Die Gedichte von dem Schriftsteller wurde in Zeitschriften wie Ses, Yaprak, Yeditepe, Papirüs, Yeni Ufuklar, Yeni Dergi, Soyut, Ataç, Dönem, Yön veröffentlicht.



1941: Gemeinsam mit Orhan Veli und Oktay Rifat hat er die „literarische Strömung Garip“ (seltsam oder fremdartig) hervorgebracht und veröffentlichte den Gedichtband „Garip“.

Obwohl Anday sich, stilistisch gesehen, mit Veli und Rifat auf derselben Wellenlänge bewegte, trennte er sich von seinen Freunden aufgrund einer Gemütsbewegung.

 

1942: Ab dem Jahre 1942 arbeitet er in der Presseabteilung der Nationalen Bildungsministerium in Ankara als Berater und in der öffentlichen Bibliothek als Bibliothekar und Dolmetscher.

 

Später zieht er nach Istanbul um.

 

1953-1954: In der Zeitung „Aksam“ war er für die Kunst und Literaturkolumne zuständig.

1958-1964: Er arbeitet als Journalist bei mehreren Zeitungen wie Tercüman, Büyük Gazete und Cumhuriyet.

 

1964-1969: Er ist in der Verwaltungsrat des Senders TRT

 

1979: Anday wurde dem UNESCO-Hauptquartier in Paris als Kulturreferent zugewiesen.

 

2002: Am 28. November starb er in Istanbul.

MELİH CEVDET ANDAY

 

Er behandelt in seinen Gedichten die sozialen Normen und die alten anatolischen Zivilisationen im Hinblick auf die mythologischen Elemente und die Geschichte.



SEINE WERKE

 

Gedichtbücher

 

Garip (Seltsam oder Fremdartig, 1941) gemeinsam mit Orhan Veli und Oktay Rifat

Rahatı Kaçan Ağaç (Der gestörte Baum, 1946)

Telgrafhane (Telegrammbüro, 1952)

Yanyana (Nebeneinander, 1956)

Kolları bağlı Odysseus (1962)

Göçebe Denizin Üstünde (Nomade auf dem Meer, 1970)

Teknenin Ölümü (Der Tod eines Bootes, 1975)

Sözcükler (Wörter, 1978)

Ölümsüzlük Ardında Gılgamış (Gilgamensch jenseits des Todes, 1981)

Tanıdık Dünya (Vertraute Welt, 1984)

Güneşte (In der Sonne, 1989)

Yağmurun Altında (Im Regen, 1995)

 

Romane

Aylaklar (Die Herumtreiber), Gizli Emir (Der geheime Befehl), İsa'nın Güncesi (Das Tagebuch von Christus), Meryem Gibi (Wie Maria), Birbirimizi Anlayamayız (Wir können uns nicht verstehen)

 

Neben Übersetzungen von Lyrik und Romanen schrieb er auch Theaterstücke wie İçerdekiler (Gefangene),  Mikado'nun Çöpleri (Müll von Mikado), Yarın Başka Koruda (Morgen in einem anderen Wäldchen), Dikkat Köpek var (Achtung, Hund), Ölüler Konuşmak İster (Tote wollen reden), Müffettişler (Die Inspektoren) und Ölümsüzler (Die Unsterblichen).

Die Seidenraupenzucht fing anfangs in China an. Später öffneten sich die Türe zum Handel über verschiedene Länder, sodass das Geheimnis der Seidenraupenzucht in China blieb. 522 nach Christus gelang die Seidenraupe nach Anatolien. Von Byzanz aus erreichte die Seidenraupe im 9. und 10. Jahrhundert das Mittelmeer, Italien und Griechenland.

 

Der Luxus aus Kokon

Die Seidenraupen ernähren sich ausschließlich von den Blättern der Maulbeerbäume und legen ein Kokon um sich herum. Nachdem der Kokon sich auflöst, wird daraus die Seide gewonnen und für Teppiche oder Stoffe verwendet. Wenn in der Türkei über die Seidenraupe gesprochen wird, wird zunächst an die Stadt Bursa gedacht. Dennoch werden Seidenraupen auch in der Kreisstadt Kulp in Diyarbakir, in Bilecik, Adapazari, Eskisehir und Alanya gezüchtet.

 

Vom Osmanischen Reich bis zu unserer heutigen Zeit

Die Seidenweberei entwickelte sich im 16. Jahrhundert enorm weiter, sodass sie für das Osmanische Reich im Hinblick auf den Handel und die Produktion an wirtschaftliche Bedeutung gewann. Die im 16.-17. Jahrhundert hergestellten Stoffe aus Seide wurde bei den europäischen Aristokraten zu einer gefragten Ware. Jedoch konnte der Seidenhandel keine wirklichen Fortschritte machen, da er von den wirtschaftlichen und politischen Ereignissen und Kriegen beeinflusst wurde. Im Osmanischen Reich war die Seide eher ein Symbol der Eleganz und des Reichtums. Während 1845 in Bursa 40 Fabriken in Betrieb waren, stieg die Anzahl derer 1860 auf 85. Die Seidenproduktion musste 1856 einen schweren Rückschlag hinnehmen. Die sogenannte Fleckenkrankheit wurde in Frankreich an den Seidenraupen festgestellt. Sie verbreitete sich 1860 von Frankreich bis nach Bursa, sodass die Produktion eingestellt wurde. 1888 wurde vom Herrn Torkomyan die erste moderne Schule für die Seidenraupenzucht gegründet, um nationale und gesunde Kokons herzustellen.

 

Ein Beruf, der beginnt in Vergessenheit zu geraten

Dadurch, dass die Grundernährung der Seidenraupen durch den Rückgang der Maulbeerbäume beeinträchtigt wurde und die Kosten für Produktion nicht mehr zu tragen waren, nahm in Anatolien nach den 1950ern die Züchtung der Seidenraupen und die Produktion der Stoffe und Teppiche ab. Kleine Betriebe konnten mit synthetischen Stoffen und niedrigen Preisen nicht mithalten. Auf der anderen Seite fielen in den Jahren 2000-2001 die Preise der Seide, die aus China und Usbekistan kamen, auf 15-20 Dollar. Dadurch wurde die Produktion erneut gefördert. In der Türkei existieren weiterhin kleine Betriebe, die diesen Beruf fortführen. Weiterhin begann erneut in Kokonanlagen die Produktion von Rohseide.

 

Quellen:

https://www.kulturportali.gov.tr/turkiye/bursa/kulturatlasi/pekcilik

http://www.kozabirlik.com.tr/tarihce.html

KONDAKÇI, Z. (2000) Bursa Geleneksel El Sanatları Alan Araştırması. Bursa İl Kültür ve Turizm Müdürlüğü Halk Kültürü Arşivi.

Mein Vater und mein Sohn, die Menschen meines Großvaters und Einsam und viele weitere Filme sind Werke des Regisseurs Çağan Irmak, der seiner Kollektion einen weiteren Film zuschreiben kann, nämlich “Bizi Hatırla” (Erinnere dich an uns). Der Film “Bizi Hatırla” kam am 22. November in die europäischen Kinos, einen Tag vor dem Kinostart in der Türkei. Der Film kann neben den deutschen Kinos auch in Belgien, Dänemark, England, Frankreich, Österreich und Schweiz besucht werden.

Das durch den Drehbuchautor ins Leben gerufene Werk ist der Filmkategorie „Drama“ zuzuordnen. Erfolgreiche Schauspieler, wie Altan Erkekli, Tolga Tekin, Özge Özberk, Binnur Kaya und Sumru Yavrucuk sind vertreten. Über 120 Minuten werden die  Zuschauern mit Themen, wie “das Gleichgewicht zwischen Familie und Beruf“, „Familienbeziehungen“ und „Gewissenskonflikte“ konfrontiert.

Filminhalt: Tolga Tekin spielt in der Rolle des Kaan die Hauptrolle im Stück. Kaan ist ein in Istanbul lebender Mann, der verschiedene Hürden und Schwierigkeiten überwinden konnte, um die Karriereleiter hinaufzusteigen und erfolgreich zu werden. Er ist ein verheirateter Familienvater mit zwei Kindern. Das Leben in der Großstadt Istanbul zwang ihn, seinen Vater Eşref, der in einer Kleinstadt nahe der Küste lebt, zu vernachlässigen. Nach den gesundheitlichen Beschwerden seines Vaters beschloss Kaan, seinen Vater mit nach Istanbul zu nehmen. Sein Vater Eşref ist ein sehr ruhiger Mensch und eine sehr liebe Person. Nach einiger Zeit empfindet Eşref seinen Aufenthalt im Haus des Sohnes als eine Art Last und möchte deswegen zu seiner eigenen Unterkunft zurückkehren. Kaan erwarten diesbezüglich schwierige Entscheidungen, da er sich um die Gesundheit seines Vaters sorgt und ihm bewusst ist, dass er ihn vernachlässigt. Im Film “Bizi Hatırla” werden neben diesem Dilemma die Differenzen zwischen dem Leben in einer Großstadt, sowie Kleinstadt aufgegriffen und Themen wie Vater-Sohn Beziehungen, sowie der Verfremdung innerhalb der eigenen Familie thematisiert.




ÇAĞAN IRMAK’IN AĞLATAN FİLMİ ÖNCE AVRUPA’DA VİZYONDA

Babam ve Oğlum, Dedemin İnsanları ve Issız Adam gibi birçok filmiyle ses getiren yönetmen Çağan Irmak’ın yeni filmi “Bizi Hatırla” 22 Kasım’da, Türkiye’den bir gün önce, Avrupa’da vizyona girdi. Film başta Almanya olmak üzere Belçika, Danimarka, İngiltere, Fransa, Hollanda, Avusturya ve İsviçre’de gösterime girdi.

Senaryosunu da Çağan Irmak’ın yazdığı filmin türü ise dram. “Bizi Hatırla” Altan Erkekli, Tolga Tekin, Özge Özberk, Binnur Kaya ve Sumru Yavrucuk gibi Türk sinemasının başarılı oyuncularını buluşturuyor. 120 dakika süren film izleyicileri aile ve iş hayatının dengesi, aile bağları ve vicdan gibi konularda düşündürüyor.

Filmin konusu ise şöyle: Tolga Tekin’in canlandırdığı Kaan, İstanbul’da yaşayan ve büyük zorluklarla başarılı bir kariyer yapmış, evli ve iki çocuklu bir adamdır. İstanbul’daki hayatı onu bir sahil kasabasında yaşayan babası Eşref’i ihmal etmeye zorlamıştır. Ancak babasının geçirdiği rahatsızlık sonucu onun yanına giden Kaan babasını da beraberinde İstanbul’a kendi evine getirir. Kaan’ın babası Eşref Bey son derece iyi kalpli, sakin bir adamdır. Gün geçtikçe kendini Kaan’ın evinde bir fazlalık olarak hissetmeye başlar ve evine geri dönmek ister. Babasının sağlığını ve onu ihmal ettiği için sızlayan vicdanını düşünen Kaan’ı zor kararlar beklemektedir. Bu ikilem çevresinde “Bizi Hatırla”, şehir ve kasaba hayatının zıtlıklarını, baba-oğul ilişkisini ve bireyin kendi ailesine yabancılaşmasını anlatıyor.

Yasar Güc, Kaval-Künstler aus Tokat, wurde 2010 von der UNESCO zum „Lebendigen menschlichen Schatz der Türkei“ gewählt. Güc ist im Kampf der Weitergabe seiner Kunst an die nächste Generation.

TOKAT - EKBER TÜRKOĞLU

Die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) wählte 2010 den Kaval-Künstler Yasar Güc zum „Lebendigen menschlichen Schatz.“ Der aus Tokat stammende Künstler versucht seinen Beruf der nächsten Generation weiterzugeben.

Güc lebt in Tokat im Landkreis Niksar, im Wohnviertel 50. Yil in der Straße Kavalci in seinem dreistöckigen Haus und hat sein Atelier im Untergeschoss. Hier präsentiert er auch seine erhaltenen Preise und Dankauszeichnungen. Seinen Beruf erlernte er von seinem Vater.

Der Beruf als Kavalhersteller hat in seiner Familie eine 78-jährige Vergangenheit. „Diesen Beruf habe ich von meinem Vater erlernt. Nach der Grundschule arbeitete ich mit Hirtenflöten im Alter von 11 Jahren. Nun bin ich 50 Jahre alt und führe diesen Beruf seit 39 Jahren fort“, ergänzt Güc.

Zu Zeiten des osmanischen Reiches lebten bedeutende türkische Künstler, die diese Zeit mit ihren Meisterwerken zu prägen wussten und nur noch von einer geringen Anzahl an Personen bekannt sind. Wir möchten einige dieser Künstler erwähnen.

Osman Hamdi Bey (1842-1910)

Osman Hamdi Bey war nicht nur ein Künstler, sondern auch ein Archäologe und Museologe. Zudem hatte er viele weitere Titel, die er in seiner Person vereint hatte. In der türkischen Kunstmalerei zählt er zu den bekanntesten Zeichnern. Neben den Erfolgen, die er mit seinen Kunstwerken erzielte, beteiligte er sich auch an den archäologischen Arbeiten in Bagdad und sorgte dafür, dass dieses Kunstwissen innerhalb der Grenzen des osmanischen Reiches verbreitet wurde. 1887-1888 entdeckte er in den Ausgrabungen um die königlichen Sayda Gräber in Libanon den berühmten Alexandersarkophag. Hiermit zählt Osman Hamdi Bey also zu den ersten türkischen Archäologen.

Die wichtigsten Kunstwerke des Künstlers sind in Besitz der Suna und Inan Kıraç Stiftung. Im Istanbuler Pera-Museum können sie das Gemälde, das als „der Schildkrötenerzieher“ bezeichnet wird, erstaunen. Viele Kunst-Kritiker und Interpreten  beschäftigten sich mit diesem berühmten Gemälde. Dabei entstanden die differentesten Interpretationen zum Kunstwerk. Einige waren der Meinung, dass das Gemälde die zurückgebliebene Gesellschaft darstellen solle, in dem in Person von Osman Hamdi Bey eine erneute Gesittung und Erziehung stattfindet. Mit seiner unnachahmlichen Vorstellungskraft, die er auf die Bilder zu projizieren wusste, konnte er gemeinsam mit seinem Intellekt und seiner Bildung einen Namen für die Ewigkeit hinterlassen, dessen Werke heute noch erstaunt werden können.

İbrahim Çallı

Ein weiterer Meister seines Handwerks war İbrahim Çallı. Er war aus der 1914 Generation einer der bedeutendsten Figuren in Anbetracht der türkischen Zeichner. Einige beschreiben diese Zeit als die Ära von „Çallı“. Zu Zeiten des europäischen Impressionismus, dass sich auf den Bildern bemerkbar machte, verinnerlichte auch Çallı diese Stilrichtung. Allerdings stellt er keine Kopie dieser Stilrichtung dar, sondern interpretiert ausgehend vom Impressionismus seine eigene Ansicht.  In seinem berühmten Werk um Üsküdar vereinte Çallı alle Farben meisterhaft zu einem harmonischen Gebilde und zeigt uns damit einen Ausschnitt aus seinem Reich der grenzenlosen Fantasie.

Şeker Ahmet Paşa

Şeker Ahmet Paşa ist vielmehr durch seine Zeichnungen aus der Kunsttradition des Stillebens bekannt und ist damit einer unserer wichtigsten Vertreter aus dieser Stilrichtung.  Nach der Ausbildung in der Militärakademie wurde sein zeichnerisches Talent durch Sultan Abdülaziz erkannt. Hierauf schickte wurde Şeker Ahmet Paşa nach Paris geschickt, um dort seine künstlerische Weiterbildung fortzuführen. Seine weltberühmten Werke von Granatäpfeln und Quitte sind aus perspektivischer Sicht, sowie hinsichtlich der Farb- und Kontrastwiedergabe bahnbrechend. Zu Lebzeiten war er der einzige türkische Künstler, der sich in die Hallen des Louvre-Museums „zeichnete“. Die meisten seiner Werke sind entweder in Istanbul oder Ankara zu finden. Hierzu seien die Bild und Statuen Museum; Sakıp Sabancı Museum und weitere Privatkollektionen erwähnt.

In unserer Kultur und Kunst Kolumne stellen wir Ihnen die Filme, Bücher und Musik vor, die wir für Sie ausgewählt haben. Fragen Sie sich was in diesem Monat lesenswert ist oder welche Filme neu in den Kinos sind? Wollen Sie beim Autofahren etwas zum Anhören haben? Dann sollten Sie einen Blick auf unsere Empfehlungen werfen.

Film

Turkish'i Dondurma

Kinostart: 15 März 2019

Regie: Can Ulkay

Besetzung: Şebnem Bozoklu, Erkan Kolçak Köstendil, Ali Atay

Genre: Historisch, Drama

Land: Türkei

Handlung: Turkish’i Dondurma handelt von den angestrengten Bemühungen zweier Türken, die während der Schlacht von Gallipoli in Australien leben. Diese beiden in Australien lebenden Türken verdienen ihren Lebensunterhalt als Kamelkarawanenführer und aus dem Verkauf von Eis mithilfe einer Schubkarre. Im Jahre 1915 erfahren die beiden, dass in ihrem Heimatland ein Krieg ausbricht und sie beschließen an die Front in Çanakkale zu gehen. Die Behörden erlauben ihnen jedoch nicht, die Insel zu verlassen. Zu dieser Zeit begann in Australien eine Propaganda gegen die Türken. Als die beiden Türken erfahren, dass die Briten Flugblätter verteilen, um in Australien Soldaten zu rekrutieren, beschließen sie den Kampf, den sie in ihrem Heimatland nicht ausfechten können, in Australien aufzunehmen.

 

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Buch

Wichtige Ereignisse der Weltgeschichte

Autor: Serdar Kayıhan

Verlag: Buchhandlung Halk

Seitenzahl: 192

Inhalt: Bei der Untersuchung der Geschichte der Menschheit zeigt sich, dass viele Ereignisse, die von geographischen Entdeckungen bis zu verschiedenen Erfindungen reichen und von Weltkriegen bis zu Naturkatastrophen, diesen Fluss beeinflussen. Manchmal hat eine Idee oder eine Strömung den Zusammenbruch eines Imperiums verursacht, und manchmal war ein Mensch unerwartet in der Lage, die ganze Welt zu beherrschen. Hier in diesem Buch werden Sie von der Geburt Jesu bis zur Französischen Revolution, von der Entdeckung des Rades bis zum ersten Menschen im Weltall, beeindruckende Details zu vielen Ereignissen finden, die den Lauf der Geschichte verändert haben. Die im Buch enthaltenen Informationen beantworten Ihre Fragen in Bezug auf die Ursachen und Folgen zu den vielen Ereignissen, die Sie interessieren.

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Musik

Band: Rubato

Album: İki (‚Zwei‘)

Bis jetzt standen die Mitglieder der Band Rubato mit ihren Instrumenten für viele Künstler auf der Bühne. Nach ihrem ersten Album ‚BİR‘ (‚Eins‘) veröffentlichen sie ihr zweites exklusives Album ‚İKİ‘ (‚Zwei‘). Der Solist Özer Arkun spielt gleichzeitig an der Cello, der Vokalist Fatih Ahıskalı spielt Oud, Cümbüş und Gitarre. Göksun Çavdar spielt Klarinette, Bassklarinette und Sopransaxophon und Eralp Görgün findet man an der Bassgitarre. Das Album von Rubato, die jedes Jahr ihr Publikum vergrößert und ihre Zuhörer von der Bühne aus verzaubert, enthält neben ihren eigenen Kompositionen auch Werke bedeutender Künstler wie Sezen Aksu, Sıla, Burhan Bayar und Şebnem Ferah.

In dem Album befindet sich auch ein Duett mit Sıla. Rubato interpretiert beliebte Lieder wie Yıkılmışım Ben, Yağmurlar, Beter und Efkarlıyım neu und bietet ein intensiv arabeskes musikalisches Fest.

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Quelle: http://www.beyazperde.com/filmler/film-267972/

https://www.dr.com.tr/Kitap/Tarihe-Yon-Veren-Buyuk-Olaylar/Serdar-Kayihan/Bilim/Bilim-Tarihi-ve-Felsefesi/urunno=0001797764001

https://www.dr.com.tr/Muzik/Iki/Yerli-Albumler/Fusion/urunno=0000000686220

Seit Jahren werden sie verziert und verschönert: Haarbänder, Tücher, Kragen und Ärmelenden. Die Häkelei ist eine Kunst, bei der wir vielleicht die Mühe und investierte Zeit nicht auf Anhieb beachten. Diese türkische Kunst der Handarbeit ist am meisten in Anatolien verbreitet. Die dünne, dreidimensionale Spitze wird meistens mit Seiden- oder Baumwollgarn verziert. Diese Verzierungen reichen eigentlich weit in die Vergangenheit zurück.

Es ist aufgrund von archäologischen Befunden möglich zu sagen, dass die Häkeleien bis zu einer Zeit von 2000 Jahren v. Chr. zurückgehen. Sie ist in der Weltliteratur als „türkische Spitze“ bekannt. Es herrschen verschiedene Theorien darüber, wie die Spitze nach Europa gelang. Einige Quellen vermuten ein Aufeinandertreffen der Häkelnadel mit Europa im 16. Jahrhundert, wohingegen andere behaupten, dass es im 12. Jahrhundert eine Anatolien-Balkan-Italien- und Europaroute gegeben habe.

Die Motive der Werke sind vielseitig. Sie können uns verschiedene Informationen über die Fantasie, die Begabung der genauen Beobachtung und den Lebensort des Künstlers geben. Zu den verbreitesten Motiven zählen Pflanzen, die sich von der Natur inspirieren ließen, Obstsorten und Tiere. Auf der anderen Seite finden Sie Muster und Symbole, die die Liebe oder die Enttäuschung des Künstlers darstellen. Beispielweise stellt eine Häkelei mit gelben Nelken die Sehnsucht und Trauer des Künstlers dar. Wird dahingegen ein Tuch mit einem Muster einer pinken Kletterrose von der Familie des Bräutigams der Braut zugeschickt, bedeutet diese Geste, dass die Familie sie ehren und lieben wird.

Diese Häkeleien sind seit jeher ein Bestandteil der Mitgift der Braut, die sie mit in die Ehe bringt. Die Anwendungsgebiete der Häkeleien sind breit. Sie sind an Bettbezügen, Tischdecken, Kleidungsstücken oder Schmuckstücken verarbeitet. Außerdem sind sie an der Kleidung der männlichen Volkstanzgruppen aus der Ägäis-, Mittelmeer- oder Marmararegion zu finden. Des Weiteren sind ihre Hand-, Hüft- und Kopftücher mit dieser Kunst verziert. Das Hobby, die Häkelei, wird in unserer heutigen Zeit von vielen Interessenten beinahe als eine Therapie angesehen. Aus diesem Grund hoffen wir, dass diese wundervolle Kunst der Handarbeit als kulturelles Erbe an die nächsten Generationen weitergegeben wird.

 

Quellen: http://aregem.kulturturizm.gov.tr/TR-51137/oya-sanati.html

http://www.rumeysa.net/node/499

Panegyrik ist die wahrscheinlich vergessenste Kunst in der traditionellen türkischen Volksschaukünsten. Man kann diese als den Urvater der heutigen Komödie eines Einzelnen bzw. des Stand-Up Comedy’s betrachten.  Im Folgenden erzählen wir über die Künstler und der Kunst, die auf hunderten von Dorfplätzen und Palästen vorzufinden waren.

Was ist Panegyrik?

Kurz gefasst ist die Panegyrik die Kunst, Geschichten zu erzählen. Das Wort Meddah kommt aus dem Arabischen und bedeutet “der Lobende”. Während man eine Panegyrik-Geschichte erzählt, möchte man den Zuschauer mit Nachahmungen und Darstellungen entertainen und zum Nachdenken anregen. Hierbei werden unterschiedliche Legenden, über geschichtliche Ereignisse oder Personen und Fiktionen erzählt. Diese können auch über gegenwärtige gesellschaftliche oder politische Geschehnisse enthalten und kritisiert werden. Die Erzählungen können auch nur Lob oder eine Widerspiegelung der Gesellschaft enthalten. Jedoch ist jeder Auftritt ein Unikat, da die Auftritte nämlich meist improvisiert sind, aufgrund des Einbringens der sozioökonomische Situation, des Interessens, der Altersgruppe und des Alltags der Zuschauer. Aus diesem Grund kommen selten Panegyrik-Geschichten an die Oberfläche.

Wie macht man Panegyrik?

Bei Panegyrik gibt es so gut wie keine Dekorationen. Hierbei zählt überwiegend die Improvisation, die Nachahmung und das Talent des Erzählers. Der Panegyriker sitzt meist auf einem hohen Stuhl und hält in seiner Hand einen Stab, mal um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken oder um Toneffekte auszulösen. In der anderen Hand hält er ein Taschentuch, um seine Stimme zu verstellen. Die Panegyrik beginnt meist mit einem Kindervers und hört mit dem Satz auf: “Wie viele Sprachfehler ich hatte, vergibt Sie mir!”.

Die Entwicklung der Panegyrik

Die Panegyriker kommen meist aus der Bevölkerung heraus. Früher lernte man die Kunst durch die Meister-Schüler-Beziehung des Milieus. Heutzutage kann man das Handwerk an Theaterfakultäten oder Volkshochschulzentren erlernen. Diese Kunst entwickelte sich im 14. Jahrhundert auf den Höfen der Paläste und verbreitete sich später auch ins normale Fußvolk und wurde hier erst richtig populär. Durch die Wanderung von Stadt zu Stadt trugen sie auch die Neuigkeiten ihrer Zeit mit sich. Der bekannteste Panegyriker in der nahen türkischen Geschichte war İsmail Hakkı Dümbüllü (1897-1973).

Die Panegyrik als die individuellste und dem Volke am nähesten liegende Kunst wurde im Jahre 2008 in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen.

Quellen:

http://www.yenitiyatrodergisi.com/makale/dunden-bugune-gelenekselden-cagdasa-meddahlik-sanati

http://aregem.kulturturizm.gov.tr/TR-202285/meddahlik.html

Die Hauptstadt Schwedens, Stockholm, ist die beeindruckendste Stadt der skandinavischen Länder. Das Besondere der Stadt ist die U-Bahn, die die größte Kunstgalerie der Welt darstellt. Die ganze U-Bahn-Halle ist mit verschiedenen Kunststücken verziert.

 

Die Erstellung der Kunstwerke begann 1950. Die Halle ist von Anfang bis Ende mit beeindruckenden Werken versehen. Die U-Bahn-Wände sind voller Bilder, Gravuren, Skulpturen und Mosaike. Diese verbildlichen die politischen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Veränderungen des Landes.

 

Das Projekt begann im 19. Jahrhundert und hatte das Ziel die Kunst dem einfachen Volk zu präsentieren. Dabei sollte sie nicht nur die Elite, sondern eine große Bandbreite der Bevölkerung erreicht werden.

 

2002 wurde das letzte Kunstwerk erstellt, sodass 90% der 100 Haltestellen mit Bildern, Reliefs und Skulpturen von mehr als 150 Künstlern verziert waren. An jeder Haltestelle wurden verschiedene Konzepte umgesetzt. An einigen Wänden sind Werke mit politischen Anspielungen vorhanden. An anderen Stellen ist es wiederum möglich Werke zu sehen, die die Auswirkungen der Globalen Erwärmung demonstrieren.  

 

Ein weiterer interessanter Aspekt bezüglich der Haltestellen ist, dass diese an Stellen gebaut wurden, an denen im Vorfeld Höhlen vorhanden waren. Somit wurden natürliche Höhlen zu Haltestellen umgebaut und präsentieren im Zusammenhang mit den Kunststücken ein beeindruckendes Bild.

 

Falls Sie über Stockholm reisen, verpassen Sie die 110 km lange Reise der Kunst nicht.

An diesen Haltestellen sind die Kunstwerke zu finden:

Hallonbergen, Nackrosen, Solna Centrum, Vastra Skogen, Huvudsta, Sundbybergs Centrum, Rissne, Kungstragarden, T-Centralen, Odenplan, Thorhildsplan, Blacekeberg, Bagarmossen, Skarpnack, Gardet, Alby, Mörby Centrum, Stadion, Södra, Universitet, Midsommarkransen, Axelsberg, Radhuset, Akalla, Tekniska Högskolan.

Melih Cevdet Anday, einer der großen Meister der türkischen Poesie und der letzte Vertreter der literarischen Störumung „Garip“ wird an seinem 16. Todesjahr gewürdigt.

 

1915: Am 13 März wurde er in Istanbul geboren.

 

1936: Er absolvierte das Ankara Gazi Gymnasium.

Sein Gedicht „Ukde“ (türkisch für Quelle großer Frustration bzw. bitteres Bedauern) wurde in der Zeitschrift Varlık (Existenz) veröffentlicht.

Nach seinem Schulabschluss beginnt er mit dem Studium an der Fakultät für Sprache, Geographie und Geschichte, bricht es jedoch ohne Abschluss ab.

 

1938: Er ging nach Belgien um Soziologie zu studieren, musste aber aufgrund des 2. Weltkrieges nach 2 Jahren wieder in seine Heimat zurückkehren.

Die Gedichte von dem Schriftsteller wurde in Zeitschriften wie Ses, Yaprak, Yeditepe, Papirüs, Yeni Ufuklar, Yeni Dergi, Soyut, Ataç, Dönem, Yön veröffentlicht.



1941: Gemeinsam mit Orhan Veli und Oktay Rifat hat er die „literarische Strömung Garip“ (seltsam oder fremdartig) hervorgebracht und veröffentlichte den Gedichtband „Garip“.

Obwohl Anday sich, stilistisch gesehen, mit Veli und Rifat auf derselben Wellenlänge bewegte, trennte er sich von seinen Freunden aufgrund einer Gemütsbewegung.

 

1942: Ab dem Jahre 1942 arbeitet er in der Presseabteilung der Nationalen Bildungsministerium in Ankara als Berater und in der öffentlichen Bibliothek als Bibliothekar und Dolmetscher.

 

Später zieht er nach Istanbul um.

 

1953-1954: In der Zeitung „Aksam“ war er für die Kunst und Literaturkolumne zuständig.

1958-1964: Er arbeitet als Journalist bei mehreren Zeitungen wie Tercüman, Büyük Gazete und Cumhuriyet.

 

1964-1969: Er ist in der Verwaltungsrat des Senders TRT

 

1979: Anday wurde dem UNESCO-Hauptquartier in Paris als Kulturreferent zugewiesen.

 

2002: Am 28. November starb er in Istanbul.

MELİH CEVDET ANDAY

 

Er behandelt in seinen Gedichten die sozialen Normen und die alten anatolischen Zivilisationen im Hinblick auf die mythologischen Elemente und die Geschichte.



SEINE WERKE

 

Gedichtbücher

 

Garip (Seltsam oder Fremdartig, 1941) gemeinsam mit Orhan Veli und Oktay Rifat

Rahatı Kaçan Ağaç (Der gestörte Baum, 1946)

Telgrafhane (Telegrammbüro, 1952)

Yanyana (Nebeneinander, 1956)

Kolları bağlı Odysseus (1962)

Göçebe Denizin Üstünde (Nomade auf dem Meer, 1970)

Teknenin Ölümü (Der Tod eines Bootes, 1975)

Sözcükler (Wörter, 1978)

Ölümsüzlük Ardında Gılgamış (Gilgamensch jenseits des Todes, 1981)

Tanıdık Dünya (Vertraute Welt, 1984)

Güneşte (In der Sonne, 1989)

Yağmurun Altında (Im Regen, 1995)

 

Romane

Aylaklar (Die Herumtreiber), Gizli Emir (Der geheime Befehl), İsa'nın Güncesi (Das Tagebuch von Christus), Meryem Gibi (Wie Maria), Birbirimizi Anlayamayız (Wir können uns nicht verstehen)

 

Neben Übersetzungen von Lyrik und Romanen schrieb er auch Theaterstücke wie İçerdekiler (Gefangene),  Mikado'nun Çöpleri (Müll von Mikado), Yarın Başka Koruda (Morgen in einem anderen Wäldchen), Dikkat Köpek var (Achtung, Hund), Ölüler Konuşmak İster (Tote wollen reden), Müffettişler (Die Inspektoren) und Ölümsüzler (Die Unsterblichen).

Die Seidenraupenzucht fing anfangs in China an. Später öffneten sich die Türe zum Handel über verschiedene Länder, sodass das Geheimnis der Seidenraupenzucht in China blieb. 522 nach Christus gelang die Seidenraupe nach Anatolien. Von Byzanz aus erreichte die Seidenraupe im 9. und 10. Jahrhundert das Mittelmeer, Italien und Griechenland.

 

Der Luxus aus Kokon

Die Seidenraupen ernähren sich ausschließlich von den Blättern der Maulbeerbäume und legen ein Kokon um sich herum. Nachdem der Kokon sich auflöst, wird daraus die Seide gewonnen und für Teppiche oder Stoffe verwendet. Wenn in der Türkei über die Seidenraupe gesprochen wird, wird zunächst an die Stadt Bursa gedacht. Dennoch werden Seidenraupen auch in der Kreisstadt Kulp in Diyarbakir, in Bilecik, Adapazari, Eskisehir und Alanya gezüchtet.

 

Vom Osmanischen Reich bis zu unserer heutigen Zeit

Die Seidenweberei entwickelte sich im 16. Jahrhundert enorm weiter, sodass sie für das Osmanische Reich im Hinblick auf den Handel und die Produktion an wirtschaftliche Bedeutung gewann. Die im 16.-17. Jahrhundert hergestellten Stoffe aus Seide wurde bei den europäischen Aristokraten zu einer gefragten Ware. Jedoch konnte der Seidenhandel keine wirklichen Fortschritte machen, da er von den wirtschaftlichen und politischen Ereignissen und Kriegen beeinflusst wurde. Im Osmanischen Reich war die Seide eher ein Symbol der Eleganz und des Reichtums. Während 1845 in Bursa 40 Fabriken in Betrieb waren, stieg die Anzahl derer 1860 auf 85. Die Seidenproduktion musste 1856 einen schweren Rückschlag hinnehmen. Die sogenannte Fleckenkrankheit wurde in Frankreich an den Seidenraupen festgestellt. Sie verbreitete sich 1860 von Frankreich bis nach Bursa, sodass die Produktion eingestellt wurde. 1888 wurde vom Herrn Torkomyan die erste moderne Schule für die Seidenraupenzucht gegründet, um nationale und gesunde Kokons herzustellen.

 

Ein Beruf, der beginnt in Vergessenheit zu geraten

Dadurch, dass die Grundernährung der Seidenraupen durch den Rückgang der Maulbeerbäume beeinträchtigt wurde und die Kosten für Produktion nicht mehr zu tragen waren, nahm in Anatolien nach den 1950ern die Züchtung der Seidenraupen und die Produktion der Stoffe und Teppiche ab. Kleine Betriebe konnten mit synthetischen Stoffen und niedrigen Preisen nicht mithalten. Auf der anderen Seite fielen in den Jahren 2000-2001 die Preise der Seide, die aus China und Usbekistan kamen, auf 15-20 Dollar. Dadurch wurde die Produktion erneut gefördert. In der Türkei existieren weiterhin kleine Betriebe, die diesen Beruf fortführen. Weiterhin begann erneut in Kokonanlagen die Produktion von Rohseide.

 

Quellen:

https://www.kulturportali.gov.tr/turkiye/bursa/kulturatlasi/pekcilik

http://www.kozabirlik.com.tr/tarihce.html

KONDAKÇI, Z. (2000) Bursa Geleneksel El Sanatları Alan Araştırması. Bursa İl Kültür ve Turizm Müdürlüğü Halk Kültürü Arşivi.

Mein Vater und mein Sohn, die Menschen meines Großvaters und Einsam und viele weitere Filme sind Werke des Regisseurs Çağan Irmak, der seiner Kollektion einen weiteren Film zuschreiben kann, nämlich “Bizi Hatırla” (Erinnere dich an uns). Der Film “Bizi Hatırla” kam am 22. November in die europäischen Kinos, einen Tag vor dem Kinostart in der Türkei. Der Film kann neben den deutschen Kinos auch in Belgien, Dänemark, England, Frankreich, Österreich und Schweiz besucht werden.

Das durch den Drehbuchautor ins Leben gerufene Werk ist der Filmkategorie „Drama“ zuzuordnen. Erfolgreiche Schauspieler, wie Altan Erkekli, Tolga Tekin, Özge Özberk, Binnur Kaya und Sumru Yavrucuk sind vertreten. Über 120 Minuten werden die  Zuschauern mit Themen, wie “das Gleichgewicht zwischen Familie und Beruf“, „Familienbeziehungen“ und „Gewissenskonflikte“ konfrontiert.

Filminhalt: Tolga Tekin spielt in der Rolle des Kaan die Hauptrolle im Stück. Kaan ist ein in Istanbul lebender Mann, der verschiedene Hürden und Schwierigkeiten überwinden konnte, um die Karriereleiter hinaufzusteigen und erfolgreich zu werden. Er ist ein verheirateter Familienvater mit zwei Kindern. Das Leben in der Großstadt Istanbul zwang ihn, seinen Vater Eşref, der in einer Kleinstadt nahe der Küste lebt, zu vernachlässigen. Nach den gesundheitlichen Beschwerden seines Vaters beschloss Kaan, seinen Vater mit nach Istanbul zu nehmen. Sein Vater Eşref ist ein sehr ruhiger Mensch und eine sehr liebe Person. Nach einiger Zeit empfindet Eşref seinen Aufenthalt im Haus des Sohnes als eine Art Last und möchte deswegen zu seiner eigenen Unterkunft zurückkehren. Kaan erwarten diesbezüglich schwierige Entscheidungen, da er sich um die Gesundheit seines Vaters sorgt und ihm bewusst ist, dass er ihn vernachlässigt. Im Film “Bizi Hatırla” werden neben diesem Dilemma die Differenzen zwischen dem Leben in einer Großstadt, sowie Kleinstadt aufgegriffen und Themen wie Vater-Sohn Beziehungen, sowie der Verfremdung innerhalb der eigenen Familie thematisiert.




ÇAĞAN IRMAK’IN AĞLATAN FİLMİ ÖNCE AVRUPA’DA VİZYONDA

Babam ve Oğlum, Dedemin İnsanları ve Issız Adam gibi birçok filmiyle ses getiren yönetmen Çağan Irmak’ın yeni filmi “Bizi Hatırla” 22 Kasım’da, Türkiye’den bir gün önce, Avrupa’da vizyona girdi. Film başta Almanya olmak üzere Belçika, Danimarka, İngiltere, Fransa, Hollanda, Avusturya ve İsviçre’de gösterime girdi.

Senaryosunu da Çağan Irmak’ın yazdığı filmin türü ise dram. “Bizi Hatırla” Altan Erkekli, Tolga Tekin, Özge Özberk, Binnur Kaya ve Sumru Yavrucuk gibi Türk sinemasının başarılı oyuncularını buluşturuyor. 120 dakika süren film izleyicileri aile ve iş hayatının dengesi, aile bağları ve vicdan gibi konularda düşündürüyor.

Filmin konusu ise şöyle: Tolga Tekin’in canlandırdığı Kaan, İstanbul’da yaşayan ve büyük zorluklarla başarılı bir kariyer yapmış, evli ve iki çocuklu bir adamdır. İstanbul’daki hayatı onu bir sahil kasabasında yaşayan babası Eşref’i ihmal etmeye zorlamıştır. Ancak babasının geçirdiği rahatsızlık sonucu onun yanına giden Kaan babasını da beraberinde İstanbul’a kendi evine getirir. Kaan’ın babası Eşref Bey son derece iyi kalpli, sakin bir adamdır. Gün geçtikçe kendini Kaan’ın evinde bir fazlalık olarak hissetmeye başlar ve evine geri dönmek ister. Babasının sağlığını ve onu ihmal ettiği için sızlayan vicdanını düşünen Kaan’ı zor kararlar beklemektedir. Bu ikilem çevresinde “Bizi Hatırla”, şehir ve kasaba hayatının zıtlıklarını, baba-oğul ilişkisini ve bireyin kendi ailesine yabancılaşmasını anlatıyor.

Yasar Güc, Kaval-Künstler aus Tokat, wurde 2010 von der UNESCO zum „Lebendigen menschlichen Schatz der Türkei“ gewählt. Güc ist im Kampf der Weitergabe seiner Kunst an die nächste Generation.

TOKAT - EKBER TÜRKOĞLU

Die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) wählte 2010 den Kaval-Künstler Yasar Güc zum „Lebendigen menschlichen Schatz.“ Der aus Tokat stammende Künstler versucht seinen Beruf der nächsten Generation weiterzugeben.

Güc lebt in Tokat im Landkreis Niksar, im Wohnviertel 50. Yil in der Straße Kavalci in seinem dreistöckigen Haus und hat sein Atelier im Untergeschoss. Hier präsentiert er auch seine erhaltenen Preise und Dankauszeichnungen. Seinen Beruf erlernte er von seinem Vater.

Der Beruf als Kavalhersteller hat in seiner Familie eine 78-jährige Vergangenheit. „Diesen Beruf habe ich von meinem Vater erlernt. Nach der Grundschule arbeitete ich mit Hirtenflöten im Alter von 11 Jahren. Nun bin ich 50 Jahre alt und führe diesen Beruf seit 39 Jahren fort“, ergänzt Güc.

Zu Zeiten des osmanischen Reiches lebten bedeutende türkische Künstler, die diese Zeit mit ihren Meisterwerken zu prägen wussten und nur noch von einer geringen Anzahl an Personen bekannt sind. Wir möchten einige dieser Künstler erwähnen.

Osman Hamdi Bey (1842-1910)

Osman Hamdi Bey war nicht nur ein Künstler, sondern auch ein Archäologe und Museologe. Zudem hatte er viele weitere Titel, die er in seiner Person vereint hatte. In der türkischen Kunstmalerei zählt er zu den bekanntesten Zeichnern. Neben den Erfolgen, die er mit seinen Kunstwerken erzielte, beteiligte er sich auch an den archäologischen Arbeiten in Bagdad und sorgte dafür, dass dieses Kunstwissen innerhalb der Grenzen des osmanischen Reiches verbreitet wurde. 1887-1888 entdeckte er in den Ausgrabungen um die königlichen Sayda Gräber in Libanon den berühmten Alexandersarkophag. Hiermit zählt Osman Hamdi Bey also zu den ersten türkischen Archäologen.

Die wichtigsten Kunstwerke des Künstlers sind in Besitz der Suna und Inan Kıraç Stiftung. Im Istanbuler Pera-Museum können sie das Gemälde, das als „der Schildkrötenerzieher“ bezeichnet wird, erstaunen. Viele Kunst-Kritiker und Interpreten  beschäftigten sich mit diesem berühmten Gemälde. Dabei entstanden die differentesten Interpretationen zum Kunstwerk. Einige waren der Meinung, dass das Gemälde die zurückgebliebene Gesellschaft darstellen solle, in dem in Person von Osman Hamdi Bey eine erneute Gesittung und Erziehung stattfindet. Mit seiner unnachahmlichen Vorstellungskraft, die er auf die Bilder zu projizieren wusste, konnte er gemeinsam mit seinem Intellekt und seiner Bildung einen Namen für die Ewigkeit hinterlassen, dessen Werke heute noch erstaunt werden können.

İbrahim Çallı

Ein weiterer Meister seines Handwerks war İbrahim Çallı. Er war aus der 1914 Generation einer der bedeutendsten Figuren in Anbetracht der türkischen Zeichner. Einige beschreiben diese Zeit als die Ära von „Çallı“. Zu Zeiten des europäischen Impressionismus, dass sich auf den Bildern bemerkbar machte, verinnerlichte auch Çallı diese Stilrichtung. Allerdings stellt er keine Kopie dieser Stilrichtung dar, sondern interpretiert ausgehend vom Impressionismus seine eigene Ansicht.  In seinem berühmten Werk um Üsküdar vereinte Çallı alle Farben meisterhaft zu einem harmonischen Gebilde und zeigt uns damit einen Ausschnitt aus seinem Reich der grenzenlosen Fantasie.

Şeker Ahmet Paşa

Şeker Ahmet Paşa ist vielmehr durch seine Zeichnungen aus der Kunsttradition des Stillebens bekannt und ist damit einer unserer wichtigsten Vertreter aus dieser Stilrichtung.  Nach der Ausbildung in der Militärakademie wurde sein zeichnerisches Talent durch Sultan Abdülaziz erkannt. Hierauf schickte wurde Şeker Ahmet Paşa nach Paris geschickt, um dort seine künstlerische Weiterbildung fortzuführen. Seine weltberühmten Werke von Granatäpfeln und Quitte sind aus perspektivischer Sicht, sowie hinsichtlich der Farb- und Kontrastwiedergabe bahnbrechend. Zu Lebzeiten war er der einzige türkische Künstler, der sich in die Hallen des Louvre-Museums „zeichnete“. Die meisten seiner Werke sind entweder in Istanbul oder Ankara zu finden. Hierzu seien die Bild und Statuen Museum; Sakıp Sabancı Museum und weitere Privatkollektionen erwähnt.