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Was passiert mit unserem Körper, wenn wir Fasten?

Gesundheit
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Im heiligen Fastenmonat Ramadan der Muslime begegnen wir des Öfteren fastenden Mitmenschen. Aber haben wir uns denn schon einmal gefragt, was mit unserem Körper passiert, wenn wir fasten?

Der Körper muss zunächst mit der Situation umgehen, dass keine Nahrung zugeführt wird. Die primäre Energiequelle für den menschlichen Organismus stellt der Glukose-Zucker dar. Insbesondere ist dies für unser Gehirn und für unsere Erythrozyten wichtig, die den Sauerstoff transportieren. Das Gehirn verbraucht etwa am Tag 120mg Glukose und die Erythrozyten 40mg. Da wir nur einen Glykogenspeicher von etwa 160mg in der Leber für den Organismus vorzuweisen haben, sind wir auf andere Quellen angewiesen, die der Körper raffiniert zu bewerkstelligen weiß.

Beim Hungerzustand werden unsere Glykogenspeicher mittels Glukagon in wenigen Stunden aufgebraucht. Deshalb bezieht unser Körper die Energie aus der Lipolyse (Fettverbrennung) und ist sogar in der Lage durch Gluconeogenese erneut Glukose herzustellen. Zudem werden Proteine abgebaut, die diese Vorgänge unterstützen. Die Herstellung von Energiequellen wird durch die Leber durch die Bildung von Ketonkörpern unterstützt, die beim Zerfall zu Aceton den süßlich-fruchtigen Geruch beim Hungern auslösen.

Durch diesen ganzen Prozess schafft der Körper, den Energiebedarf aufrechtzuerhalten. Das Fasten hat insbesondere positive Effekte. Ab einem Fasten von 14 Stunden tritt der sogenannte Prozess der Autophagie ein, wo insbesondere beschädigte Zellen entfernt werden. Der regerative Prozess wird dadurch unterstützt, dass auch das wichtigste Entgiftungsorgan, sich erholen kann. Dazu wird die Neubildung von bestimmten Hirnzellen unterstützt und der Magen-Darm-Trakt kann seine Schleimhaut neu aufbauen.

Fasten dient also dem „Reset“ unseres Körpers und unterstützt auch die Seele bei der Regeneration.