01 Jun 2020
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Der Sultan Mustafa I. ist 1592 in Manisa auf die Welt gekommen. Der vermutlich geistig
zurückgebliebene Mustafa war zwei Mal Herrscher der Osmanen. Während seiner Zeit als
Prinz war sein Bruder Ahmed I. an der Macht. In dieser Phase lebte er vierzehn Jahre ein
Leben in Gefangenschaft. Diese Vorgehensweise war zu dieser Zeit üblich, da damit das
Einmischen der Prinzen in Staatsangelegenheiten verhindert wurde. Jedoch beeinflusste diese
isolierte Lebensweise des Prinzen wahrscheinlich seine Psyche negativ.
Nach seinem Leben im „Käfig“ gelang Sultan Mustafa I. an die Macht, weil er das älteste
männliche Kind der Osmanischen Dynastie war. Jedoch war die Zeit seiner Regierung von
kurzer Dauer. Aufgrund seiner Regierungsunfähigkeit wurde er abgesetzt. Nach der
Ermordung seines Nachfolgers, Osman II., wurde er erneut Sultan. Jedoch wurde er nach
eineinhalb Jahren erneut abgesetzt. Diese Phasen waren für das Osmanische Reich voller
Unruhen.
Nach der Zeit des Mustafas I. gab es eine positive Entwicklung der Osmanischen
Herrschaftsweise. Die Ermordungen der Geschwister wurden nun selten beobachtet. Mustafa
I. war mit seinem religiösen Charakter bekannt. Er mochte es seinen Reichtum als Almosen
zu verteilen. Überdies warf er Geld in das Schwimmbecken des Palastes, damit die Diener
dieses sammeln konnten. Sechszehn Jahre nach seiner Thronabsetzung starb er am 20. Januar
1639 im Topkapi-Palast. Die Zeit nach seiner Herrschaft verbrachte er isoliert mit dem Lesen
religiöser Bücher.

Quelle: http://www.ttk.gov.tr/tarihveegitim/osmanli-padisahlari/

In den letzten Jahren gewann Safranbolu auch im Inland immer mehr an Popularität, der inländische Touristen anzuziehen weiß. Sie werden hier inesbesondere durch die regionale Architektur verzaubert. Dabei gleiten Sie in eine beeindruckende Atmosphäre hinein, für welches sich ein Wochenendaufenthalt lohnt!

5000 Jahre alter Siedlungsort

Safranbolu hat eine weitreichende Vergangenheit zu bieten. Historisch betrachtet, reicht sie bis 3000 Jahre v.Chr.
Die Region befindet sich nordwestlich in Anatolien. Damals nannte man diesen Ort Paphlagonien. Obwohl es eine Bergregion ist, die zwischen den Flüssen von Kızılırmak und Filyos liegt, bot sie einen Wohnraum für viele verschiedene Völker. So lebten hier mit der Zeit Hethiter, Phryger,  über Umwege auch Perser, Römer, Seldschuken, Dschandariden und Osmanen. 

Wie kann die Anreise aussehen?

Safranbolu ist sehr einfach zu erreichen. Die Entfernung aus Ankara mit dem Straßennetz beträgt 220km und aus Istanbul lediglich 380km. Über die Verbindung Istanbul-Ankara kann Safranbolu mit dem Auto anvisiert werden.  Diejenigen, die eine Anreise mit dem Flieger präferieren, können entweder den Flughafen in Ankara oder in Kastamonu anpeilen. Anschließend kann mit dem Bus aus Ankara in drei Stunden und aus Kastamonu in zwei Stunden Safranbolu erreicht werden. 

Wandel der städtischen Struktur

Mit dem Bau der Cinci Han in Safranbolu, wuchs die Wirtschaft. Die Seidenstraße trug dazu ihren Beitrag und sorgte zusätzlich dafür, dass die Stadt auch in sozialer Hinsicht lebendig wurde. Hierauf entwickelte sich die Infrastruktur der Stadt, wobei sich im Zentrum zwei Siedlungsgebiete bildeten. Diese teilten sich in Ferienwohnungen und Winterquartiere auf. Im Viertel der Winterquartiere sind am Marktplatz Lederhändler, Schuh-Werkstätte,  Metall-Schmiede, Kupfer-Schmiede, sowie Holzhändler vorzufinden. Die Arbeitsgebiete sind in Form von „Gilden“ auf die Straßen aufgeteilt. Die Ferienwohnungen liegen in dem Bezirk „Bağlar“. Obwohl die beiden Bezirke nur 4km trennen, ist dennoch ein Höhenunterschied von 350 Metern vorzufinden. 

Historische Villen

An den Abhängen, auf denen die Siedlungen in Safranbolu errichtet wurden, können Touristen die architektonischen Künste des Landes anhand der historischen Villen erkunden, die in den Zeiträumen zwischen 18.-20. Jahrhundert erbaut wurden.  Es gibt mehr als 2000 Gebäude dieser Art. Dabei befinden sich nahezu alle unter entsprechendem Schutz. Wenn Sie einen Blick auf die Stadt werfen, wird es Ihnen so vorkommen, als würden die Häuser die Gipfel, auf denen sie liegen, beschmücken.  Die der Zeit standhaft gebliebenen bilden die Prachtstücke dieser Stadt. Die Steinarbeiten der Häuser sind auf die Römer zurückzuführen, die 1924 mit dem Austausch-Abkommen mit Griechenland in ihre Heimat zurückkehrten. Die Holzarbeiten wurden von türkischen Meistern getätigt. Die Häuser dieser Stadt sind sozusagen das Produkt zweier Kulturen, die in Zusammenarbeit und entsprechender Freundschaft zum Vorschein gebracht haben.

Früher gab es an den Türflügeln Klopfer unterschiedlicher Größen. Anhand der Größe dieser Klopfer, wurde in der Herberge erkannt, welches Geschlecht zu Besuch da ist. Ein großer Klopfer stand für einen männlichen und ein kleiner Klopfer für einen weiblichen Gast. Sofern sie den Hauptsaal derartiger Gebäude betreten, sollte Ihr Blick zunächst zur Decke schweifen. Die Decken bilden eines der kunstvollen Prachtstücke solcher Einrichtungen. Jede Decke ist ein künstlerisches Meisterwerk, die mit ihren Details zu glänzen weiß, welche in die Hölzer eingeschnitzt wurden. Je prächtiger die Details waren, desto bedeutender war der Besitzer.

Was kann noch besucht werden?

Angenommen Sie haben die verzaubernden Häuser gesehen und besucht. Was hat die Stadt zusätzlich zu bieten? Zu empfehlen ist das im Jahre 2006 errichtete, regionale und historische Museum in Safranbolu. Hier erhalten Sie Informationen über die Vergangenheit dieser Region und welche Bedeutung Sie trägt. Zudem sollten Sie die Tokat-Schlucht besucht haben. In einem fächerartig wirkenden Terasse, die aus Kristall errichtet wurde, kann die wunderschöne Schlucht besichtigt werden. Sofern Sie die Schlucht betreten, wird Ihnen das 116 Meter lange Incekaya Aquädukt auffallen, das imposant hervorsticht. Der Canyon, welche ihre historischen Wurzeln aus der osmanischen Zeit hat,  befindet sich in einer Symbiose mit der ihn umgebenden Natur. Die Route, die entlang des Tokatli-Tals zu sehen ist, bietet eine ideale Strecke für einen wunderschönen Spaziergang, um die Gegend der Bergschlucht zu besichtigen.  

Sofern Sie 8km aus der Stadt hinaus fahren, werden Sie eine atemberaubend schöne Höhle entdecken, die Bulak Mencilis Höhle. Mit 150 Stufen werden Sie in die tiefen dieser Höhle hineingeführt. Dabei stoßen Sie auf etwa 65-200 Millionen Jahre alte, verzaubernde Elemente, wie Tropfsteine, Stalaktiten, Stalagmiten und Säulen.

Weltkulturerbe – Safranbolu

Das Ministerium für Kultur und Tourismus nahm 1976 Safranbolu als historisches Denkmalgebiet auf.
Seit 1994 hingegen ist Safranbolu in der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO vorzufinden. Diese Auszeichnung verdankt die Stadt ausnahmslos seinem kulturellen Reichtum  und Vielfalt. Die Einzigartigkeit dieser wundervollen Stätte erhielt mit dieser Auszeichnung neues Ansehen, dass in erster Linie die transnationale Bewahrung des Kulturguts anstrebt. In diesem Zusammenhang macht sich Safranbolu weltweit einen Namen und weiß eine Großzahl an Touristen anzuziehen. Vergessene oder unbeachtete Schätze werden kontinuierlich renoviert und aufgearbeitet. Die kleine anatolische Stadt gewann dadurch einen neuen Zauber und Anziehungskraft.



Quellen: https://yoldaolmak.com/safranbolu-gezilecek-gorulecek-yerler.html

http://www.safranboluturizmdanismaburosu.gov.tr

https://www.kulturportali.gov.tr/portal/safranbolusehri

https://whc.unesco.org/en/list/614

Der Sultan Ahmed I. war der vierzehnte Osmanische Herrscher. Er ist am 18. April 1590 in Manisa auf die Welt gekommen. Er ist der erste Osmanische Herrscher, der den Thron bestieg ohne im Regierungsbezirk tätig gewesen zu sein. Aufgrund des plötzlichen Todes seines Vaters Mehmed III. bestieg er den Thron am 21. Dezember 1603 im Alter von 14 Jahren. Schon als Kind genoss er eine gute Bildung, sodass er arabisch und persisch hervorragend sprechen konnte. Außerdem war er in kriegerischen und soldatischen Gebieten meisterhaft. Er konnte erstklassig mit dem Pfeil schießen und reiten. 

Wichtige Entscheidung im Erbfall 

Die eventuell wirksamste und für die Osmanische Geschichte einflussreichste Entscheidung des Ahmeds I. war die Änderung des Erbsystems der Dynastie. Durch diese Änderung wurde das System der „Reihenfolge der Geschwister“ aufgehoben und ein System eingeführt, in dem der „klügste Älteste der Familie“ Nachfolger des verstorbenen Herrschers wurde (das System der Ältesten und Besten). Durch dieses System konnten Rivalitäten zwischen den Prinzen, Streitigkeiten und daraus resultierende innere Unruhen vorhergesehen werden.

Kriege im Osten und Westen und Eide 

Als Ahmed I. den Thron bestieg, befand sich das Osmanische Reich im Osten mit dem Iran und im Westen mit Österreich im Krieg. Die jahrelang andauernden Kriege strapazierten die Osmanische Regierung und das Volk sowohl in wirtschaftlicher als auch sozialer Hinsicht. Daraufhin wurde dank Sultan Ahmed I. am 11. November 1606 zwischen dem Habsburgerreich und dem Osmanischen Reich der „Friede von Zsitvatorok“ in der Nähe der Donau, zwischen Esztergom und Komorn, unterschrieben. Laut Vereinbarung behielten die Osmanen Eger, Esztergom und Nagykanizsa, während die Festungen Rop und Koman in den Besitz der Habsburger blieben. Die Habsburger sollten eine Einmalzahlung von 200.000 Gulden als Schadensersatz leisten. Im Ostern wiederum wurde 1612 durch den Vertrag von Nasuh Pasha der neunjährige Osmanisch-Safawidischer Krieg beendet. Laut Vereinbarung waren die Perser bereit den Osmanen zweihundert kamelschwere Wolle zu geben. Der bis 1615 anhaltende Frieden wurde durch einen Vertragsbruch des Abbas I. beendet. In dieser Phase war das Osmanische Reich mit den Celali-Aufständen und dem Zerfall des Fürstentums der Ramazaniden beschäftigt. 

Der plötzliche Tod des Sultans Ahmed I. 

Zwischen all diesen Unruhen erkrankte Ahmed I. an Typhus und unterlag seiner Krankheit. Er starb in der Nacht vom 21. auf den 22. November 1617 im Alter von 28 Jahren. In seiner vierzehn jährigen Amtszeit, die er als 14-Jähriger antritt, bemühte er sich Entscheidungen zu treffen, die vom Volk geschätzt wurden und strebte die Kontinuität und Einheit des Reichs an. 

Er ist außerdem der Erbauer der Sultan-Ahmed-Moschee in Istanbul. Am 4. Januar 1610 wurde der Grundstein der prachtvollen Sultan-Ahmed-Moschee, die vier große Minaretten und 16 Minaretten-Balkone hat, gelegt und gefeiert. Währenddessen war Sultan Ahmed I. selbst am Legen des Grundsteins beteiligt, indem er die Erde selbst trug. Die Bauarbeiten endeten am 9. Juni 1617, woraufhin die Moschee eröffnet wurde. Heute noch ist die Sultan-Ahmed-Moschee eine häufig besuchte Anlaufstelle in Istanbul.

Quellen: http://www.ttk.gov.tr/tarihveegitim/osmanli-padisahlari/

https://www.timeturk.com/sultan-birinci-ahmed/biyografi-780952

 

Seine Jugend und der Thronaufstieg

Der Sultan Mehmed III. ist am 26. Mai 1566 in Manisa geboren. Sein Vater war der Sultan Murad III. und seine Mutter die gebürtige Venezianerin Sultan Safiye. Mehmed III. hat eine sorgfältige wissenschaftliche Ausbildung genossen. 1583 ging er in Manisa zum Sancak-Fürstentum über und blieb bis zum Jahr 1595 dort. Nach dem Tod seines Vaters verließ er Manisa, zog nach Istanbul und bestieg dort als 13. Osmanischer Herrscher den Thron. Bis zu seinem Tod war er an der Macht. Er war der letzte Prinz, der problemlos nach der Zeit des Fürstentums den Thron besteigen konnte. Außerdem ist er der erste Herrscher, der 30 Jahre nach der Herrschaft des Süleyman I. in den Krieg zog. 



Unruhen und seine kritisierten Eigenschaften

 

Die Zeit der Herrschaft des Mehmed III. wird als die Zeit der Stagnation des Osmanischen Reiches angesehen. Nach der Thronbesteigung wurden, nach den Problematiken mit Österreich, Kriege geführt und Niederlagen erlitten. Neben den äußeren Unruhen herrschte auch im Palast des Herrschers eine innere Unruhe. Sultan Mehmed III. hatte ein enges Verhältnis zu seiner Mutter, die jedoch dieses Verhältnis zu ihren Gunsten nutzte und ihren Sohn in Verwaltungsangelegenheiten manipulierte. Bei einigen Themen setzte sie ihren Willen durch, wodurch es zu Unruhen in Staatsangelegenheiten kam. Beispielsweise wurden diejenigen zum Wesir und Großwesir gewählt, die sie vorschlug. Sultan Safiye hinderte ihren Sohn auch daran schlechte Nachrichten zu erhalten. Dieser Zustand wurde sowohl im Palast als auch vom Volk oft kritisiert.  



Sein Charakter, Kriege und sein Tod 

 

Der Sultan Mehmed III. war sehr religiös und interessierte sich für die islamische Mystik. Im Gegensatz zu seinem Vater tauschte er sich nach den Freitagsgebeten mit dem Volk aus und schenkte ihren Problemen Gehör. Quellen berichten, dass Mehmed III. dazu neigte leicht in Trauer zu versinken, sodass er appetitlos wurde. Insbesondere die Celali-Aufstände im Lande und die Irankriege im Ausland machten ihn traurig. Er ist am 20. Dezember gestorben, nachdem sich sein Gesundheitszustand, auch nach den schlechten Nachrichten der Gefallenen im Osten, verschlechterte. Selbst wenn die eigentliche Ursache seines Todes nicht bekannt ist, wird überliefert, dass er an einem Herzinfarkt oder einem Herzstillstand starb. Während seiner achtjährigen Herrschaft ließ er nicht viele Bauten errichten. Er ließ lediglich für seine Mutter und Amme Moscheen und Moscheekomplexe bauen. 




Quellen: https://www.ttk.gov.tr/tarihveegitim/osmanli-padisahlari/

Der Sultan Murad III. ist am 4. Juli 1546 in Manisa in der Bozdag Alm auf die Welt gekommen. Sein Vater war Selim II. und seine Mutter die gebürtige Venezianierin Nurbanu. Murad III. war für seine Großzügigkeit, Hilfsbereitschaft und Barmherzigkeit bekannt.

 

Seine Jugend und Bildung

Im Jahr 1558 wurde er von seinem Großvater Süleyman I. zum Fürstentum in Alasehir gesandt. Nachdem sein Vater Selim II. die Herrschaft ergriff, wechselte er den Regierungsbezirk und kehrte nach Manisa. In seiner Zeit als Prinz wurde er von den besten Wissenschaftlern der Zeit gelehrt. Arabisch und Persisch beherrschte er sehr gut. Zwischen all den Osmanischen Herrschern war er derjenige, der die Bildung am meisten schätzte. Murad III. war an der Weltgeschichte und besonders an den Herrschern der damaligen Zeit und deren Kriegen sehr interessiert. Hinsichtlich dieser Thematiken war er sehr wissbegierig. Seine Wissbegierde ist an den, von ihm in Auftrag gegebenen, Übersetzungen dieser Themen zu erkennen. Außerdem ist bekannt, dass er an der Astronomie interessiert war, es genoss mit Gelehrten zusammen zu sein, ihm die Gerechtigkeit wichtig war und er eine Vorliebe für Juwelen hatte.   

Seine Thronbesteigung als Herrscher

Prinz Murad III. ist nach dem Tod des Vaters Selim II. aus Manisa nach Istanbul gereist und den Thon am 22. Dezember 1574 bestiegen. Fortan war er der Herrscher des Osmanischen Reiches. Jedoch griff er, wie sein Vater Selim II., in Staatsangelegenheiten nicht viel ein. Für die Bürokratie und Staatsangelegenheiten war vielmehr der Sokollu Mehmed Pascha zuständig. Hierbei spielten die Erfahrungen und Auffassungsgabe des Sokullus und die Art der Verwaltung des Sultans Murad II. eine große Rolle.

In der Zeit des Murad III. war die Bedeutung des Prinzen Sokullu Mehmed Pascha deutlich zu spüren. In dieser Zeit waren die Grenzen des Osmanischen Reiches am weitesten verbreitet. Das von seinem Vater übernommene Reich erweiterte er von 15.162.151 km2 auf 19.902.000 km2. Außerdem war er in gutem Kontakt mit den Engländern. Der erste anhaltende Botschafter wurde in seiner Zeit nach London gesandt. Er verbündete sich mit den protestantischen Engländern. Dabei stellte er sich gegen den Papst und einem Bündnis mit der christlich geprägten europäischen Region. Nach einiger Zeit wurde die Niederlande diesem Bündnis einbezogen.



Seine kritisierten Eigenschaften und sein Tod

Der Sultan Murad III. verließ in seiner gesamten Herrschaft Istanbul nicht. Einige Quellen begründen dieses Verhalten damit, dass er unter dem Einfluss seiner Mutter stand und aufgehalten wurde an Kreuzzügen teilzunehmen. Die Mutter war der Ansicht, dass es wichtiger für einen Herrscher sei sich mit Staatsangelegenheiten zu beschäftigen anstatt an Kreuzzügen teilzunehmen. Außerdem war ein beliebter Erbfolger vorhanden, der eine Bedrohung für seine Herrschaft darstellte. Daher war es für ihn nicht notwendig an den Kreuzzügen teilzunehmen. Murad III. fiel jedoch dieser Bedrohung und sperrte sich in seinen Palast. Dieses Verhalten wurde sehr kritisiert. In den darauffolgenden Jahren begann die Weiberherrschaft, die für das Osmanische Reich einen großen Einfluss hatte. Murad III., der den Thron mit 29 Jahren bestieg, starb nach zwanzig Jahren Herrschaft am 16. Januar 1595 in Folge eines Schlaganfalls. Er wurde im Innenhof der Hagia-Sophia-Moschee beerdigt.

Murad III. trug den Künstlernamen „Muradi“ und schrieb religiöse und mystische Gedichte, von denen einige in Zeitschriften und Dichterbiografien zu finden sind. Überdies beschäftigte er sich mit der Kalligrafie. Im Kalligraphie-Kunst Museum ist ein Schild mit seiner Unterschrift „Muradi“ vorhanden.



Quelle: http://www.ttk.gov.tr/tarihveegitim/osmanli-padisahlari/

In unserer historischen Reihe von Mittelasien bis hin zum Anatolien erzählen wir über den türkischen Staat. In dieser Auflage berichten wir über den 11. Osmanischen Herrscher Selim II., der auch den Beinamen „Sari Selim“, „Selim der Blonde“, trug. Selim II. kam 1542 in Istanbul auf die Welt. Er ist der Sohn des Süleyman I. und dessen Frau Roxelane. Er bekam den Beinamen „Selim der Blonde“ aufgrund seines blonden Bartes und seinen blauen Augen. Wie jeder andere Prinz auch, wurde er in verschiedenen Gebieten Anatoliens zum Sancak-Fürstentum gesandt, um Staats- und Verwaltungsangelegenheiten zu erlernen. In seiner Erziehung und Ausbildung wurden sowohl auf Lehre als auch auf sittliches und anständiges Verhalten Wert gelegt.  

Der Thronaufstieg in späten Lebensjahren

Der Sultan Selim II. kam nach dem Tod seines Vaters Süleyman I. nach Istanbul und gelang am 30. September 1566 mit zweiundvierzig Jahren an die Macht. Dadurch, dass er die 46-Jährige Herrschaft seines Vaters übernahm, die die Blütezeit des Osmanischen Reiches darstellte, stand er unter enormem Druck. Er wurde mit seinem Vater und Großvater Sultan Selim verglichen, sodass er im Vergleich als ein schwächerer und weniger wirksamer Herrscher wahrgenommen wurde. Dennoch gab es unter seiner Herrschaft wichtige Erfolge vonseiten der Staatsmänner Sokollu Mehmed Pascha und Turgut Reis.

Unruhen und Machtkämpfe

Da die Geschwister des Selim II., Prinz Bayezid und Prinz Mustafa, während der Herrschaft des Vaters getötet wurden, verlief die Thronbesteigung des Selim II. problemlos. Jedoch sind in den ersten Jahren seiner Herrschaft politische Auseinandersetzungen aufgetreten. Der Sieger dieser Auseinandersetzungen war Sokollu Mehmed Pascha, der zum Großwesir aufstieg. In seiner fünfzehnjährigen Amtszeit als Großwesir des Osmanischen Reiches spielte er in der Staatsverwaltung eine wirkungsvolle Rolle.

Eine Herrschaft von kurzer Dauer

Nach einer Amtszeit von acht Jahren verstarb Selim II. am 15. Dezember 1574. Er wurde in der, von ihm instand gesetzte, Hagia Sophia begraben. Selim II. ist der erste osmanische Herrscher, der in Istanbul starb. In kurzer Zeit leitete er viele Architekturprojekte ein. Die Selimiye-Moschee in Edirne wurde auf seiner Anordnung vom Baumeister Sinan errichtet. Als Sultan Selim II. die Herrschaft seines Vaters Süleyman I. übernahm, war das Osmanische Reich 14.892.000 km2 groß. Seinem Sohn Murad III. übergab er das Reich mit einer Fläche von 15.162.000 km2. Wie viele osmanische Herrscher hat auch Selim II. Gedichte geschrieben.

 

Quelle: http://www.ttk.gov.tr/tarihveegitim/osmanli-padisahlari/

In unserer historischen Reihe, in der wir über den türkischen Staat berichten, gehen wir chronologisch weiter und sind nun in die Blütezeit des Osmanischen Reiches angelangt. Diese Zeit ist von dem Herrscher Kanuni, der Gesetzgebende, Sultan Süleyman geprägt. In dieser Auflage haben wir wichtige Informationen über den Sultan gesammelt. Wir berichten zudem über wichtige Ereignisse, die während der Herrschaft des Süleyman I. im Osmanischen Reich geschehen sind.   

 

Seine Jugend und der Aufstieg auf den Thron

 

Der Prinz Süleyman I. wurde am 27. April 1495 als Sohn Selims I. und seiner Frau Hafsa Sultan in Trabzon geboren. Bis zu seinem siebten Lebensjahr wurde Süleyman I. von seiner Mutter und väterlichen Großmutter erzogen. Daraufhin wurde er zu seinem Großvater Bayezid II. nach Istanbul geschickt. In Istanbul lernte er Geschichte, Naturwissenschaften, Literatur, Religion und Wehrtechnik und wurde mit einer großen Gewissenhaftigkeit und Disziplin erzogen. Wie jeder andere Prinz auch, wurde er zum Sancak-Fürstentum gesandt, um Staats- und Verwaltungsangelegenheiten zu erlernen. Nach dem Tod seines Vaters stieg er am 30. September 1520 mit fünfundzwanzig Jahren auf den Osmanischen Thron auf. Im Gegensatz zu vorherigen Herrschern verlief sein Thronaufstieg konfliktfrei, da er keine weiteren männlichen Geschwister hatte.



Die Feldzüge und die Ausbreitung des Osmanischen Reiches

 

Kanuni Sultan Süleyman I. beschäftigte sich in den ersten Jahren seiner Herrschaft mit einigen internen Aufständen. Alle Aufstände wurden vonseiten der Osmanischen Kräfte unterdrückt, sodass Süleyman I. seine Souveränität festigen konnte. Während seiner Zeit als Herrscher hatte das Osmanische Reich gegenüber anderen Mächten die Stellung als reichste und stärkste Weltherrschaft. In Europa galt Süleyman I. als „prächtiger Mann“. Seinen Beinamen Kanuni, der Gesetzgebende, erhielt er aufgrund seiner Gewissenhaftigkeit Gesetze zu verschriftlichen und diese gerecht umzusetzen.

 

Der prächtige Süleyman übernahm von seinem Vater 6.557.000 km2 Osmanisches Reich, das er durch seine Eroberungen auf 14.893.000 km2 Land erweiterte. Durch seine Eroberung von Belgrad im Jahr 1521 und Belagerung der wichtigen Insel Rhodos im Jahr 1522 öffnete er wichtige mitteleuropäische Wege für das Osmanische Reich. Dadurch stabilisierte er seine Herrschaft im Mittelmeergebiet. Süleyman I. begann 1526 die bislang größte Schlacht gegen ungarische Truppen. In der Schlacht bei Mohács erlitt das Heer des Königreiches Ungarn eine vernichtende Niederlage, sodass Kanuni am 20. September 1526 in die damalige ungarische Hauptstadt Buda zog.

Überdies wollte Kanuni Sultan Süleyman die Aktivitäten auf dem Meer steigern. Aufgrund dessen ernannte er 1533 den Khair ad-Din Barbarossa zum Oberbefehlshaber der osmanischen Mittelmeermarine, auch bekannt als Kaptan-ı Derya. Dadurch konnte er Algerien zum Osmanischen Reich hinzufügen.  

Barbarossa belagerte venezianische Inseln im Ägäischen Meer. 1538 begann die Seeschlacht von Preveza zwischen der Flotte des Osmanischen Reiches und der Flotten der Venezianer, Genuesen, Malteser, Portugiesen und Spanier. Das Osmanische Reich ging mit 122 Schiffen in die Schlacht, wohingegen die Flotte der Gegner aus 602 Schiffen bestand. Khair ad-Din Barbarossa erzielte in dieser Schlacht großen Erfolg. Die Seeschlacht von Preveza ging in die Geschichte ein und wurde als ein großer Sieg im Mittelmeer angesehen.

Die Handlungen und sein Tod

In seiner 46 Jahre langen Herrschaftsphase konnte Süleyman I. seinen Namen der Welt verkünden. Seine Lebenszeit wurde als „türkisches Jahrhundert“ angesehen, da in dieser Zeit weise Staatsmänner und Wissenschaftler ausgebildet wurden. Diese waren unter anderem der Großwesir Ibrahim Pascha, Lutfi Pascha, Sokollu Mehmed Pascha, das geistliche Oberhaupt Ibn-i Kemal, Mehmed Ebussuud Efendi, die Dichter Baki und Fuzuli, der Architekt Sinan und Kaptan- ı Derya Khair ad-Din Barbarossa. Zugleich war Süleyman I. ein bekannter Dichter. Die eventuell berühmtesten Verszeilen sind folgende:

 

„Zwischen dem Volk gibt keine geehrte Substanz wie die Regierung,

Die Regierung auf der Welt ist wie ein Hauch Gesundheit.

Das Sultanat ist wie ein Weltkrieg,

Das Schicksal und Glück sind auf der Welt wie eine Einheit.“


1566 begann Kanuni Sultan Süleyman trotz seiner Krankheit seinen dreizehnten und letzten Feldzug nach Szigetvár. In dieser Zeit war er dreiundsiebzig Jahre alt. Da Szigetvár von Gewässern und Flüssen umgeben war, war die Belagerung nicht einfach. Am letzten Tag der Belagerung verschlechterte sich sein Gesundheitszustand, sodass er am Morgen des 7. September 1566 starb. Sein Tod wurde achtundvierzig Tage lang verschwiegen.

In seiner 46 Jahre langen Amtszeit ließ Sultan Süleyman Aquädukte, Medresen, Karawansereien, orientalische Bäder und königliche Gärten bauen. Istanbul gewann in dieser Zeit den Anschein einer großen Stadt. Das Goldene Horn wurde zum lebhaftesten Hafen. In dieser Zeit baute der Architekt Sinan viele Moscheen und ihre Komplexe in Istanbul. Diese sind die Süleymaniye-Moschee und ihr Komplex, Sehzade-Moschee und ihr Komplex, Yavuz Selim-Moschee und ihr Komplex, Cihangir-Moschee, Mihrimah-Sultan-Moschee in Edirnekapi, weitere Moscheen in Üsküdar, der Haseki Sultan Complex und das Haseki-Hamam im Namen der Roxelane.

Der Prinz Selim I. kam 1470 in Amasya auf die Welt. Später wurde ihm von seinem Opa Fatih Sultan Mehmed, aufgrund seines strengen Temperaments, der Beiname Yavuz gegeben. Wie jeder andere Prinz auch, war der Sultan Selim I. vor seiner Zeit als Herrscher als Provinzgouverneur tätig, um Staats- und Verwaltungsangelegenheiten zu erlernen. Seine Tätigkeit als Provinzgouverneur dauerte in Trabzon 24 Jahre. Hier genoss Selim I. die bestmögliche Ausbildung von privaten Lehrern. In Trabzon ließ er viele Moscheen, Stiftungen und Medresen errichten.

Die militärische und wirtschaftliche Unterstützung beim Thronaufstieg erhielt er vom Khan des Krimkhanats, Meñli I. Giray. Selim I. war im Thronstreit mit seinen Brüdern und 42 Jahre alt, als er den Thron betreten konnte. Zudem brachte er gute Erfahrungen mit sich. Er war berühmt für sein gutes Reiten, den Umgang mit dem Schwert und sein Können im Ringen. Auch wenn er das Kämpfen mochte, hatte er ein Interesse an der Kunst und der Dichtung. Er fand kein Gefallen an Schaustellung und Verschwendung. Außerdem vervielfältigte er die Staatskasse und ließ die Türe der Staatskasse versiegeln. In seinem Testament ließ er folgende Aufforderung festhalten: „Die Kasse, die ich mit Gold gefüllt habe, soll einer meiner Enkelkinder füllen und mit dem eigenen Siegel versehen, denn anderenfalls wird sie von der Finanzverwaltung mit meinem Siegel versehen werden.“ Diesem Testament wurde gefolgt. Seither konnte kein Herrscher die Kasse füllen, sodass sie durchweg mit dem Siegel von Yavuz versehen blieb.

In der Zeit des Thronaufstiegs verbreitete sich das Osmanische Reich. Selim I. vervielfältigte das Reich innerhalb von acht Jahren um das 2,5-fache, sodass es eine Fläche von 6.557.000 km² umfasste. Das Reich war auf Asien, Afrika und Europa verbreitet. Außerdem kämpfte er gegen Truppen, die die wirtschaftliche Einheit Anatoliens bedrohten. Anschließend begann er die Ägyptenexpedition. Durch diese Expedition konnte der Titel des Kalifen in die Dynastie des Hauses Osman übertragen werden. Ferner konnten die zwei wichtigsten wirtschaftlichen Zweige der osmanischen Epoche, die Seidenstraße und der Gewürzhandel, geregelt werden. Dadurch war der Handel mit dem Osten an das Osmanische Reich gebunden. Während der Ägyptenexpedition besuchte Sultan Yavuz Selim Jerusalem und wurde hier von den Anführern aller drei Religionen in Empfang genommen. 1517 fand die Schlacht von Raydaniyya statt, in der die Osmanischen Truppen nach Kairo gedrungen sind. Hier ließ er in seinem Namen eine Predigt halten und wählte Kasri Yusuf zum Herrscher.

Im September 1520 erkrankte er unterwartet an Milzbrand, sodass eine Wunde an seinem Körper sichtbar wurde. Infolgedessen starb er im Alter von 49 Jahren. Sein Sohn Süleyman I. gelang an die Herrschaft. Der Sultan Selim I. konnte durch sein wirtschaftliches und militärisches Können, seine achtjährige Herrschaft und die damit verbundene Ausbreitung des Reiches und Vergrößerung des Besitzes und durch seine Werke, die er in verschiedenen Gebieten des Landes errichten ließ, in die Osmanische Geschichte eindringen.

Quellen: http://www.istanbultarih.com/Makale/cesaretin-ve-tevazunun-sultani-yavuz-sultan-selim-han.html

https://www.beyaztarih.com/ansiklopedi/i.selim

Emecen, Feridun, Türkiye Diyanet Vakfı İslam Ansiklopedisi, cilt 36, 2009

https://www.antoloji.com/yavuz-sultan-selim/hayati/

Zweifellos ist Omar Khayyam eines der wichtigsten Persönlichkeiten, das die persische Kultur hervorgebracht hat. Obwohl er im 11. Jahrhundert lebte, ist er dank seiner Entdeckungen und seiner zeitlosen Werke auch nach einem Jahrtausend bekannt. Seine Werke wurden in fast jede westliche Sprache übersetzt und er ist einer der meistgelesenen Gelehrten des Nahen Ostens. Im Folgenden werden wir Ihnen über das Leben von Omar Khayyam, seiner schulischen Ausbildung, der Wissenschaft und natürlich von seinen Vierzeilern (Rubaiyat) berichten, die ihn zu einer Berühmtheit gemacht haben.

Leben und Lehre

    Sein voller Name lautet Ghiyath al-Din Abu'l-Fath Umar ibn Ibrahim Al-Nisaburi al-Khayyami. Er wurde am 8. Mai 1048 in Nishabur, Iran geboren. Khayyam lebte in einer Zeit, in der Iran von den Seldschuken regiert wurde. Er reiste in die großen Städte wie Horasan, Balch, Buxoro und Merv, die in dieser Zeit als Bildungs- und Wissenschaftszentren galten. Während dieser Zeit perfektionierte er sich in den naturwissenschaftlichen Gebieten wie Astronomie, Mathematik und Physik. Er erhielt einen Ruf als einen berühmten Gelehrten, heutzutage würde man ihn gewiss als Genie bezeichnen. Außerdem  war er eine vielseitige Person, die sich auch für Musik, Poesie und Literatur interessierte.    Mit dem Seldschukenherrscher Malik Schah und dem Nizam al-Mulk, der den Karachaniden angehörte, führte er eine enge Beziehung und war in deren Palästen ein willkommener und gern gesehener Gast. Von den Palastangehörigen wurde er immer respektvoll und freundlich behandelt, allerdings entschied er sich, nicht in die Staatsangelegenheiten einzugreifen, da er sich von den Intrigen fernhalten wollte.

Beiträge zur Wissenschaft

    Insbesondere seine Beträge zur Mathematik sind unumstritten.  Khayyam befasste sich mit den Gleichungen und erfand den binomischen Lehrsatz und die Anordnung dessen Koeffizienten. Außerdem verfasste er ein Werk über die Polynomgleichungen dritten Grades und benutzte das arabische Wort „etwas“ für die Variablen. Als dieses Werk später ins Spanische übersetzt wurde, hat man das Wort als „xay“ übertragen und so begann man in der Mathematik für die Variable das Symbol „x“ zu verwenden.                                         Obwohl einige seiner Arbeiten schriftlich nicht niedergelegt wurden, hat Khayyam viele Erfindungen sowohl zu jener Zeit als auch die zukünftigen, beeinflusst. Am 21. März 1079 wurde der Nouruz-Namen-Kalender eingeführt, für dessen Berechnung Khayyam das Sonnenjahr als Basisgröße genommen hat. Im Gegensatz zum gregorianischen Kalender, der heutzutage in Verwendung ist und alle 3330 Jahre einen Mangel um einen Tag aufweist, driftet dieser Kalender lediglich alle 5000 Jahre um einen Tag ab.

Rubaiyat

Du sprichst mir von Huris, vom Paradiese,
Von Eden Lusterfüllter goldner Wiese. 
Geh, nimm den Pfennig hin und lass mich gehn
Von ferne nur hört sich die Trommel schön.

 

    Rubai ist ein in der persischen und östlichen Literatur beliebte Gedichtform, die aus vier Zeilen bestehet und dessen Schöpfer Omar Khayyam ist. Der Stil der Vierzeiler ist schlicht, fließend und leicht verständlich. Die Rubaiyat entstanden aufgrund der Erfahrungen und Beobachtungen von Khayyam, die er sinnvoll selektierte und philosophisch zum Ausdruck brachte. In seinen Gedichten kritisiert und verspottet er auch die Ungerechtigkeiten und Absurditäten seiner Zeit. Thematiken wie die Liebe, die Welt, das Leben und über die Bedeutsamkeit der Existenz betrachtete er aus einer metaphysischen Sicht und schrieb in einer Weise, dass jeder sie lesen kann. Daher haben seine Rubaiyat in jeder Epoche für jeden Leser einen Sinn ergeben und aus diesem Grund wurden die Vierzeiler in derart viele Sprachen übersetzt und eine hohe Anerkennung geerntet. Die Anzahl seiner Rubaiyat beträgt etwa zweihundert, es werden ihm jedoch viele andere Rubaiyat zugeschrieben.

    Omar Khayyam, der nach Avicenna, als der größte Gelehrte des Ostens angenommen wird, starb am 4.Dezember 1131, an seinem Geburtsort Nishabur im Alter von 83 Jahren und hinterließ ein Erbe, das über die Jahrhunderte hinausgeht.

Quelle:    https://www.ensonhaber.com/biyografi/yazar/omer-hayyam-kimdir     https://listelist.com/omer-hayyam-rubailer/

Der Sultan Mustafa I. ist 1592 in Manisa auf die Welt gekommen. Der vermutlich geistig
zurückgebliebene Mustafa war zwei Mal Herrscher der Osmanen. Während seiner Zeit als
Prinz war sein Bruder Ahmed I. an der Macht. In dieser Phase lebte er vierzehn Jahre ein
Leben in Gefangenschaft. Diese Vorgehensweise war zu dieser Zeit üblich, da damit das
Einmischen der Prinzen in Staatsangelegenheiten verhindert wurde. Jedoch beeinflusste diese
isolierte Lebensweise des Prinzen wahrscheinlich seine Psyche negativ.
Nach seinem Leben im „Käfig“ gelang Sultan Mustafa I. an die Macht, weil er das älteste
männliche Kind der Osmanischen Dynastie war. Jedoch war die Zeit seiner Regierung von
kurzer Dauer. Aufgrund seiner Regierungsunfähigkeit wurde er abgesetzt. Nach der
Ermordung seines Nachfolgers, Osman II., wurde er erneut Sultan. Jedoch wurde er nach
eineinhalb Jahren erneut abgesetzt. Diese Phasen waren für das Osmanische Reich voller
Unruhen.
Nach der Zeit des Mustafas I. gab es eine positive Entwicklung der Osmanischen
Herrschaftsweise. Die Ermordungen der Geschwister wurden nun selten beobachtet. Mustafa
I. war mit seinem religiösen Charakter bekannt. Er mochte es seinen Reichtum als Almosen
zu verteilen. Überdies warf er Geld in das Schwimmbecken des Palastes, damit die Diener
dieses sammeln konnten. Sechszehn Jahre nach seiner Thronabsetzung starb er am 20. Januar
1639 im Topkapi-Palast. Die Zeit nach seiner Herrschaft verbrachte er isoliert mit dem Lesen
religiöser Bücher.

Quelle: http://www.ttk.gov.tr/tarihveegitim/osmanli-padisahlari/

In den letzten Jahren gewann Safranbolu auch im Inland immer mehr an Popularität, der inländische Touristen anzuziehen weiß. Sie werden hier inesbesondere durch die regionale Architektur verzaubert. Dabei gleiten Sie in eine beeindruckende Atmosphäre hinein, für welches sich ein Wochenendaufenthalt lohnt!

5000 Jahre alter Siedlungsort

Safranbolu hat eine weitreichende Vergangenheit zu bieten. Historisch betrachtet, reicht sie bis 3000 Jahre v.Chr.
Die Region befindet sich nordwestlich in Anatolien. Damals nannte man diesen Ort Paphlagonien. Obwohl es eine Bergregion ist, die zwischen den Flüssen von Kızılırmak und Filyos liegt, bot sie einen Wohnraum für viele verschiedene Völker. So lebten hier mit der Zeit Hethiter, Phryger,  über Umwege auch Perser, Römer, Seldschuken, Dschandariden und Osmanen. 

Wie kann die Anreise aussehen?

Safranbolu ist sehr einfach zu erreichen. Die Entfernung aus Ankara mit dem Straßennetz beträgt 220km und aus Istanbul lediglich 380km. Über die Verbindung Istanbul-Ankara kann Safranbolu mit dem Auto anvisiert werden.  Diejenigen, die eine Anreise mit dem Flieger präferieren, können entweder den Flughafen in Ankara oder in Kastamonu anpeilen. Anschließend kann mit dem Bus aus Ankara in drei Stunden und aus Kastamonu in zwei Stunden Safranbolu erreicht werden. 

Wandel der städtischen Struktur

Mit dem Bau der Cinci Han in Safranbolu, wuchs die Wirtschaft. Die Seidenstraße trug dazu ihren Beitrag und sorgte zusätzlich dafür, dass die Stadt auch in sozialer Hinsicht lebendig wurde. Hierauf entwickelte sich die Infrastruktur der Stadt, wobei sich im Zentrum zwei Siedlungsgebiete bildeten. Diese teilten sich in Ferienwohnungen und Winterquartiere auf. Im Viertel der Winterquartiere sind am Marktplatz Lederhändler, Schuh-Werkstätte,  Metall-Schmiede, Kupfer-Schmiede, sowie Holzhändler vorzufinden. Die Arbeitsgebiete sind in Form von „Gilden“ auf die Straßen aufgeteilt. Die Ferienwohnungen liegen in dem Bezirk „Bağlar“. Obwohl die beiden Bezirke nur 4km trennen, ist dennoch ein Höhenunterschied von 350 Metern vorzufinden. 

Historische Villen

An den Abhängen, auf denen die Siedlungen in Safranbolu errichtet wurden, können Touristen die architektonischen Künste des Landes anhand der historischen Villen erkunden, die in den Zeiträumen zwischen 18.-20. Jahrhundert erbaut wurden.  Es gibt mehr als 2000 Gebäude dieser Art. Dabei befinden sich nahezu alle unter entsprechendem Schutz. Wenn Sie einen Blick auf die Stadt werfen, wird es Ihnen so vorkommen, als würden die Häuser die Gipfel, auf denen sie liegen, beschmücken.  Die der Zeit standhaft gebliebenen bilden die Prachtstücke dieser Stadt. Die Steinarbeiten der Häuser sind auf die Römer zurückzuführen, die 1924 mit dem Austausch-Abkommen mit Griechenland in ihre Heimat zurückkehrten. Die Holzarbeiten wurden von türkischen Meistern getätigt. Die Häuser dieser Stadt sind sozusagen das Produkt zweier Kulturen, die in Zusammenarbeit und entsprechender Freundschaft zum Vorschein gebracht haben.

Früher gab es an den Türflügeln Klopfer unterschiedlicher Größen. Anhand der Größe dieser Klopfer, wurde in der Herberge erkannt, welches Geschlecht zu Besuch da ist. Ein großer Klopfer stand für einen männlichen und ein kleiner Klopfer für einen weiblichen Gast. Sofern sie den Hauptsaal derartiger Gebäude betreten, sollte Ihr Blick zunächst zur Decke schweifen. Die Decken bilden eines der kunstvollen Prachtstücke solcher Einrichtungen. Jede Decke ist ein künstlerisches Meisterwerk, die mit ihren Details zu glänzen weiß, welche in die Hölzer eingeschnitzt wurden. Je prächtiger die Details waren, desto bedeutender war der Besitzer.

Was kann noch besucht werden?

Angenommen Sie haben die verzaubernden Häuser gesehen und besucht. Was hat die Stadt zusätzlich zu bieten? Zu empfehlen ist das im Jahre 2006 errichtete, regionale und historische Museum in Safranbolu. Hier erhalten Sie Informationen über die Vergangenheit dieser Region und welche Bedeutung Sie trägt. Zudem sollten Sie die Tokat-Schlucht besucht haben. In einem fächerartig wirkenden Terasse, die aus Kristall errichtet wurde, kann die wunderschöne Schlucht besichtigt werden. Sofern Sie die Schlucht betreten, wird Ihnen das 116 Meter lange Incekaya Aquädukt auffallen, das imposant hervorsticht. Der Canyon, welche ihre historischen Wurzeln aus der osmanischen Zeit hat,  befindet sich in einer Symbiose mit der ihn umgebenden Natur. Die Route, die entlang des Tokatli-Tals zu sehen ist, bietet eine ideale Strecke für einen wunderschönen Spaziergang, um die Gegend der Bergschlucht zu besichtigen.  

Sofern Sie 8km aus der Stadt hinaus fahren, werden Sie eine atemberaubend schöne Höhle entdecken, die Bulak Mencilis Höhle. Mit 150 Stufen werden Sie in die tiefen dieser Höhle hineingeführt. Dabei stoßen Sie auf etwa 65-200 Millionen Jahre alte, verzaubernde Elemente, wie Tropfsteine, Stalaktiten, Stalagmiten und Säulen.

Weltkulturerbe – Safranbolu

Das Ministerium für Kultur und Tourismus nahm 1976 Safranbolu als historisches Denkmalgebiet auf.
Seit 1994 hingegen ist Safranbolu in der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO vorzufinden. Diese Auszeichnung verdankt die Stadt ausnahmslos seinem kulturellen Reichtum  und Vielfalt. Die Einzigartigkeit dieser wundervollen Stätte erhielt mit dieser Auszeichnung neues Ansehen, dass in erster Linie die transnationale Bewahrung des Kulturguts anstrebt. In diesem Zusammenhang macht sich Safranbolu weltweit einen Namen und weiß eine Großzahl an Touristen anzuziehen. Vergessene oder unbeachtete Schätze werden kontinuierlich renoviert und aufgearbeitet. Die kleine anatolische Stadt gewann dadurch einen neuen Zauber und Anziehungskraft.



Quellen: https://yoldaolmak.com/safranbolu-gezilecek-gorulecek-yerler.html

http://www.safranboluturizmdanismaburosu.gov.tr

https://www.kulturportali.gov.tr/portal/safranbolusehri

https://whc.unesco.org/en/list/614

Der Sultan Ahmed I. war der vierzehnte Osmanische Herrscher. Er ist am 18. April 1590 in Manisa auf die Welt gekommen. Er ist der erste Osmanische Herrscher, der den Thron bestieg ohne im Regierungsbezirk tätig gewesen zu sein. Aufgrund des plötzlichen Todes seines Vaters Mehmed III. bestieg er den Thron am 21. Dezember 1603 im Alter von 14 Jahren. Schon als Kind genoss er eine gute Bildung, sodass er arabisch und persisch hervorragend sprechen konnte. Außerdem war er in kriegerischen und soldatischen Gebieten meisterhaft. Er konnte erstklassig mit dem Pfeil schießen und reiten. 

Wichtige Entscheidung im Erbfall 

Die eventuell wirksamste und für die Osmanische Geschichte einflussreichste Entscheidung des Ahmeds I. war die Änderung des Erbsystems der Dynastie. Durch diese Änderung wurde das System der „Reihenfolge der Geschwister“ aufgehoben und ein System eingeführt, in dem der „klügste Älteste der Familie“ Nachfolger des verstorbenen Herrschers wurde (das System der Ältesten und Besten). Durch dieses System konnten Rivalitäten zwischen den Prinzen, Streitigkeiten und daraus resultierende innere Unruhen vorhergesehen werden.

Kriege im Osten und Westen und Eide 

Als Ahmed I. den Thron bestieg, befand sich das Osmanische Reich im Osten mit dem Iran und im Westen mit Österreich im Krieg. Die jahrelang andauernden Kriege strapazierten die Osmanische Regierung und das Volk sowohl in wirtschaftlicher als auch sozialer Hinsicht. Daraufhin wurde dank Sultan Ahmed I. am 11. November 1606 zwischen dem Habsburgerreich und dem Osmanischen Reich der „Friede von Zsitvatorok“ in der Nähe der Donau, zwischen Esztergom und Komorn, unterschrieben. Laut Vereinbarung behielten die Osmanen Eger, Esztergom und Nagykanizsa, während die Festungen Rop und Koman in den Besitz der Habsburger blieben. Die Habsburger sollten eine Einmalzahlung von 200.000 Gulden als Schadensersatz leisten. Im Ostern wiederum wurde 1612 durch den Vertrag von Nasuh Pasha der neunjährige Osmanisch-Safawidischer Krieg beendet. Laut Vereinbarung waren die Perser bereit den Osmanen zweihundert kamelschwere Wolle zu geben. Der bis 1615 anhaltende Frieden wurde durch einen Vertragsbruch des Abbas I. beendet. In dieser Phase war das Osmanische Reich mit den Celali-Aufständen und dem Zerfall des Fürstentums der Ramazaniden beschäftigt. 

Der plötzliche Tod des Sultans Ahmed I. 

Zwischen all diesen Unruhen erkrankte Ahmed I. an Typhus und unterlag seiner Krankheit. Er starb in der Nacht vom 21. auf den 22. November 1617 im Alter von 28 Jahren. In seiner vierzehn jährigen Amtszeit, die er als 14-Jähriger antritt, bemühte er sich Entscheidungen zu treffen, die vom Volk geschätzt wurden und strebte die Kontinuität und Einheit des Reichs an. 

Er ist außerdem der Erbauer der Sultan-Ahmed-Moschee in Istanbul. Am 4. Januar 1610 wurde der Grundstein der prachtvollen Sultan-Ahmed-Moschee, die vier große Minaretten und 16 Minaretten-Balkone hat, gelegt und gefeiert. Währenddessen war Sultan Ahmed I. selbst am Legen des Grundsteins beteiligt, indem er die Erde selbst trug. Die Bauarbeiten endeten am 9. Juni 1617, woraufhin die Moschee eröffnet wurde. Heute noch ist die Sultan-Ahmed-Moschee eine häufig besuchte Anlaufstelle in Istanbul.

Quellen: http://www.ttk.gov.tr/tarihveegitim/osmanli-padisahlari/

https://www.timeturk.com/sultan-birinci-ahmed/biyografi-780952

 

Seine Jugend und der Thronaufstieg

Der Sultan Mehmed III. ist am 26. Mai 1566 in Manisa geboren. Sein Vater war der Sultan Murad III. und seine Mutter die gebürtige Venezianerin Sultan Safiye. Mehmed III. hat eine sorgfältige wissenschaftliche Ausbildung genossen. 1583 ging er in Manisa zum Sancak-Fürstentum über und blieb bis zum Jahr 1595 dort. Nach dem Tod seines Vaters verließ er Manisa, zog nach Istanbul und bestieg dort als 13. Osmanischer Herrscher den Thron. Bis zu seinem Tod war er an der Macht. Er war der letzte Prinz, der problemlos nach der Zeit des Fürstentums den Thron besteigen konnte. Außerdem ist er der erste Herrscher, der 30 Jahre nach der Herrschaft des Süleyman I. in den Krieg zog. 



Unruhen und seine kritisierten Eigenschaften

 

Die Zeit der Herrschaft des Mehmed III. wird als die Zeit der Stagnation des Osmanischen Reiches angesehen. Nach der Thronbesteigung wurden, nach den Problematiken mit Österreich, Kriege geführt und Niederlagen erlitten. Neben den äußeren Unruhen herrschte auch im Palast des Herrschers eine innere Unruhe. Sultan Mehmed III. hatte ein enges Verhältnis zu seiner Mutter, die jedoch dieses Verhältnis zu ihren Gunsten nutzte und ihren Sohn in Verwaltungsangelegenheiten manipulierte. Bei einigen Themen setzte sie ihren Willen durch, wodurch es zu Unruhen in Staatsangelegenheiten kam. Beispielsweise wurden diejenigen zum Wesir und Großwesir gewählt, die sie vorschlug. Sultan Safiye hinderte ihren Sohn auch daran schlechte Nachrichten zu erhalten. Dieser Zustand wurde sowohl im Palast als auch vom Volk oft kritisiert.  



Sein Charakter, Kriege und sein Tod 

 

Der Sultan Mehmed III. war sehr religiös und interessierte sich für die islamische Mystik. Im Gegensatz zu seinem Vater tauschte er sich nach den Freitagsgebeten mit dem Volk aus und schenkte ihren Problemen Gehör. Quellen berichten, dass Mehmed III. dazu neigte leicht in Trauer zu versinken, sodass er appetitlos wurde. Insbesondere die Celali-Aufstände im Lande und die Irankriege im Ausland machten ihn traurig. Er ist am 20. Dezember gestorben, nachdem sich sein Gesundheitszustand, auch nach den schlechten Nachrichten der Gefallenen im Osten, verschlechterte. Selbst wenn die eigentliche Ursache seines Todes nicht bekannt ist, wird überliefert, dass er an einem Herzinfarkt oder einem Herzstillstand starb. Während seiner achtjährigen Herrschaft ließ er nicht viele Bauten errichten. Er ließ lediglich für seine Mutter und Amme Moscheen und Moscheekomplexe bauen. 




Quellen: https://www.ttk.gov.tr/tarihveegitim/osmanli-padisahlari/

Der Sultan Murad III. ist am 4. Juli 1546 in Manisa in der Bozdag Alm auf die Welt gekommen. Sein Vater war Selim II. und seine Mutter die gebürtige Venezianierin Nurbanu. Murad III. war für seine Großzügigkeit, Hilfsbereitschaft und Barmherzigkeit bekannt.

 

Seine Jugend und Bildung

Im Jahr 1558 wurde er von seinem Großvater Süleyman I. zum Fürstentum in Alasehir gesandt. Nachdem sein Vater Selim II. die Herrschaft ergriff, wechselte er den Regierungsbezirk und kehrte nach Manisa. In seiner Zeit als Prinz wurde er von den besten Wissenschaftlern der Zeit gelehrt. Arabisch und Persisch beherrschte er sehr gut. Zwischen all den Osmanischen Herrschern war er derjenige, der die Bildung am meisten schätzte. Murad III. war an der Weltgeschichte und besonders an den Herrschern der damaligen Zeit und deren Kriegen sehr interessiert. Hinsichtlich dieser Thematiken war er sehr wissbegierig. Seine Wissbegierde ist an den, von ihm in Auftrag gegebenen, Übersetzungen dieser Themen zu erkennen. Außerdem ist bekannt, dass er an der Astronomie interessiert war, es genoss mit Gelehrten zusammen zu sein, ihm die Gerechtigkeit wichtig war und er eine Vorliebe für Juwelen hatte.   

Seine Thronbesteigung als Herrscher

Prinz Murad III. ist nach dem Tod des Vaters Selim II. aus Manisa nach Istanbul gereist und den Thon am 22. Dezember 1574 bestiegen. Fortan war er der Herrscher des Osmanischen Reiches. Jedoch griff er, wie sein Vater Selim II., in Staatsangelegenheiten nicht viel ein. Für die Bürokratie und Staatsangelegenheiten war vielmehr der Sokollu Mehmed Pascha zuständig. Hierbei spielten die Erfahrungen und Auffassungsgabe des Sokullus und die Art der Verwaltung des Sultans Murad II. eine große Rolle.

In der Zeit des Murad III. war die Bedeutung des Prinzen Sokullu Mehmed Pascha deutlich zu spüren. In dieser Zeit waren die Grenzen des Osmanischen Reiches am weitesten verbreitet. Das von seinem Vater übernommene Reich erweiterte er von 15.162.151 km2 auf 19.902.000 km2. Außerdem war er in gutem Kontakt mit den Engländern. Der erste anhaltende Botschafter wurde in seiner Zeit nach London gesandt. Er verbündete sich mit den protestantischen Engländern. Dabei stellte er sich gegen den Papst und einem Bündnis mit der christlich geprägten europäischen Region. Nach einiger Zeit wurde die Niederlande diesem Bündnis einbezogen.



Seine kritisierten Eigenschaften und sein Tod

Der Sultan Murad III. verließ in seiner gesamten Herrschaft Istanbul nicht. Einige Quellen begründen dieses Verhalten damit, dass er unter dem Einfluss seiner Mutter stand und aufgehalten wurde an Kreuzzügen teilzunehmen. Die Mutter war der Ansicht, dass es wichtiger für einen Herrscher sei sich mit Staatsangelegenheiten zu beschäftigen anstatt an Kreuzzügen teilzunehmen. Außerdem war ein beliebter Erbfolger vorhanden, der eine Bedrohung für seine Herrschaft darstellte. Daher war es für ihn nicht notwendig an den Kreuzzügen teilzunehmen. Murad III. fiel jedoch dieser Bedrohung und sperrte sich in seinen Palast. Dieses Verhalten wurde sehr kritisiert. In den darauffolgenden Jahren begann die Weiberherrschaft, die für das Osmanische Reich einen großen Einfluss hatte. Murad III., der den Thron mit 29 Jahren bestieg, starb nach zwanzig Jahren Herrschaft am 16. Januar 1595 in Folge eines Schlaganfalls. Er wurde im Innenhof der Hagia-Sophia-Moschee beerdigt.

Murad III. trug den Künstlernamen „Muradi“ und schrieb religiöse und mystische Gedichte, von denen einige in Zeitschriften und Dichterbiografien zu finden sind. Überdies beschäftigte er sich mit der Kalligrafie. Im Kalligraphie-Kunst Museum ist ein Schild mit seiner Unterschrift „Muradi“ vorhanden.



Quelle: http://www.ttk.gov.tr/tarihveegitim/osmanli-padisahlari/

In unserer historischen Reihe von Mittelasien bis hin zum Anatolien erzählen wir über den türkischen Staat. In dieser Auflage berichten wir über den 11. Osmanischen Herrscher Selim II., der auch den Beinamen „Sari Selim“, „Selim der Blonde“, trug. Selim II. kam 1542 in Istanbul auf die Welt. Er ist der Sohn des Süleyman I. und dessen Frau Roxelane. Er bekam den Beinamen „Selim der Blonde“ aufgrund seines blonden Bartes und seinen blauen Augen. Wie jeder andere Prinz auch, wurde er in verschiedenen Gebieten Anatoliens zum Sancak-Fürstentum gesandt, um Staats- und Verwaltungsangelegenheiten zu erlernen. In seiner Erziehung und Ausbildung wurden sowohl auf Lehre als auch auf sittliches und anständiges Verhalten Wert gelegt.  

Der Thronaufstieg in späten Lebensjahren

Der Sultan Selim II. kam nach dem Tod seines Vaters Süleyman I. nach Istanbul und gelang am 30. September 1566 mit zweiundvierzig Jahren an die Macht. Dadurch, dass er die 46-Jährige Herrschaft seines Vaters übernahm, die die Blütezeit des Osmanischen Reiches darstellte, stand er unter enormem Druck. Er wurde mit seinem Vater und Großvater Sultan Selim verglichen, sodass er im Vergleich als ein schwächerer und weniger wirksamer Herrscher wahrgenommen wurde. Dennoch gab es unter seiner Herrschaft wichtige Erfolge vonseiten der Staatsmänner Sokollu Mehmed Pascha und Turgut Reis.

Unruhen und Machtkämpfe

Da die Geschwister des Selim II., Prinz Bayezid und Prinz Mustafa, während der Herrschaft des Vaters getötet wurden, verlief die Thronbesteigung des Selim II. problemlos. Jedoch sind in den ersten Jahren seiner Herrschaft politische Auseinandersetzungen aufgetreten. Der Sieger dieser Auseinandersetzungen war Sokollu Mehmed Pascha, der zum Großwesir aufstieg. In seiner fünfzehnjährigen Amtszeit als Großwesir des Osmanischen Reiches spielte er in der Staatsverwaltung eine wirkungsvolle Rolle.

Eine Herrschaft von kurzer Dauer

Nach einer Amtszeit von acht Jahren verstarb Selim II. am 15. Dezember 1574. Er wurde in der, von ihm instand gesetzte, Hagia Sophia begraben. Selim II. ist der erste osmanische Herrscher, der in Istanbul starb. In kurzer Zeit leitete er viele Architekturprojekte ein. Die Selimiye-Moschee in Edirne wurde auf seiner Anordnung vom Baumeister Sinan errichtet. Als Sultan Selim II. die Herrschaft seines Vaters Süleyman I. übernahm, war das Osmanische Reich 14.892.000 km2 groß. Seinem Sohn Murad III. übergab er das Reich mit einer Fläche von 15.162.000 km2. Wie viele osmanische Herrscher hat auch Selim II. Gedichte geschrieben.

 

Quelle: http://www.ttk.gov.tr/tarihveegitim/osmanli-padisahlari/

In unserer historischen Reihe, in der wir über den türkischen Staat berichten, gehen wir chronologisch weiter und sind nun in die Blütezeit des Osmanischen Reiches angelangt. Diese Zeit ist von dem Herrscher Kanuni, der Gesetzgebende, Sultan Süleyman geprägt. In dieser Auflage haben wir wichtige Informationen über den Sultan gesammelt. Wir berichten zudem über wichtige Ereignisse, die während der Herrschaft des Süleyman I. im Osmanischen Reich geschehen sind.   

 

Seine Jugend und der Aufstieg auf den Thron

 

Der Prinz Süleyman I. wurde am 27. April 1495 als Sohn Selims I. und seiner Frau Hafsa Sultan in Trabzon geboren. Bis zu seinem siebten Lebensjahr wurde Süleyman I. von seiner Mutter und väterlichen Großmutter erzogen. Daraufhin wurde er zu seinem Großvater Bayezid II. nach Istanbul geschickt. In Istanbul lernte er Geschichte, Naturwissenschaften, Literatur, Religion und Wehrtechnik und wurde mit einer großen Gewissenhaftigkeit und Disziplin erzogen. Wie jeder andere Prinz auch, wurde er zum Sancak-Fürstentum gesandt, um Staats- und Verwaltungsangelegenheiten zu erlernen. Nach dem Tod seines Vaters stieg er am 30. September 1520 mit fünfundzwanzig Jahren auf den Osmanischen Thron auf. Im Gegensatz zu vorherigen Herrschern verlief sein Thronaufstieg konfliktfrei, da er keine weiteren männlichen Geschwister hatte.



Die Feldzüge und die Ausbreitung des Osmanischen Reiches

 

Kanuni Sultan Süleyman I. beschäftigte sich in den ersten Jahren seiner Herrschaft mit einigen internen Aufständen. Alle Aufstände wurden vonseiten der Osmanischen Kräfte unterdrückt, sodass Süleyman I. seine Souveränität festigen konnte. Während seiner Zeit als Herrscher hatte das Osmanische Reich gegenüber anderen Mächten die Stellung als reichste und stärkste Weltherrschaft. In Europa galt Süleyman I. als „prächtiger Mann“. Seinen Beinamen Kanuni, der Gesetzgebende, erhielt er aufgrund seiner Gewissenhaftigkeit Gesetze zu verschriftlichen und diese gerecht umzusetzen.

 

Der prächtige Süleyman übernahm von seinem Vater 6.557.000 km2 Osmanisches Reich, das er durch seine Eroberungen auf 14.893.000 km2 Land erweiterte. Durch seine Eroberung von Belgrad im Jahr 1521 und Belagerung der wichtigen Insel Rhodos im Jahr 1522 öffnete er wichtige mitteleuropäische Wege für das Osmanische Reich. Dadurch stabilisierte er seine Herrschaft im Mittelmeergebiet. Süleyman I. begann 1526 die bislang größte Schlacht gegen ungarische Truppen. In der Schlacht bei Mohács erlitt das Heer des Königreiches Ungarn eine vernichtende Niederlage, sodass Kanuni am 20. September 1526 in die damalige ungarische Hauptstadt Buda zog.

Überdies wollte Kanuni Sultan Süleyman die Aktivitäten auf dem Meer steigern. Aufgrund dessen ernannte er 1533 den Khair ad-Din Barbarossa zum Oberbefehlshaber der osmanischen Mittelmeermarine, auch bekannt als Kaptan-ı Derya. Dadurch konnte er Algerien zum Osmanischen Reich hinzufügen.  

Barbarossa belagerte venezianische Inseln im Ägäischen Meer. 1538 begann die Seeschlacht von Preveza zwischen der Flotte des Osmanischen Reiches und der Flotten der Venezianer, Genuesen, Malteser, Portugiesen und Spanier. Das Osmanische Reich ging mit 122 Schiffen in die Schlacht, wohingegen die Flotte der Gegner aus 602 Schiffen bestand. Khair ad-Din Barbarossa erzielte in dieser Schlacht großen Erfolg. Die Seeschlacht von Preveza ging in die Geschichte ein und wurde als ein großer Sieg im Mittelmeer angesehen.

Die Handlungen und sein Tod

In seiner 46 Jahre langen Herrschaftsphase konnte Süleyman I. seinen Namen der Welt verkünden. Seine Lebenszeit wurde als „türkisches Jahrhundert“ angesehen, da in dieser Zeit weise Staatsmänner und Wissenschaftler ausgebildet wurden. Diese waren unter anderem der Großwesir Ibrahim Pascha, Lutfi Pascha, Sokollu Mehmed Pascha, das geistliche Oberhaupt Ibn-i Kemal, Mehmed Ebussuud Efendi, die Dichter Baki und Fuzuli, der Architekt Sinan und Kaptan- ı Derya Khair ad-Din Barbarossa. Zugleich war Süleyman I. ein bekannter Dichter. Die eventuell berühmtesten Verszeilen sind folgende:

 

„Zwischen dem Volk gibt keine geehrte Substanz wie die Regierung,

Die Regierung auf der Welt ist wie ein Hauch Gesundheit.

Das Sultanat ist wie ein Weltkrieg,

Das Schicksal und Glück sind auf der Welt wie eine Einheit.“


1566 begann Kanuni Sultan Süleyman trotz seiner Krankheit seinen dreizehnten und letzten Feldzug nach Szigetvár. In dieser Zeit war er dreiundsiebzig Jahre alt. Da Szigetvár von Gewässern und Flüssen umgeben war, war die Belagerung nicht einfach. Am letzten Tag der Belagerung verschlechterte sich sein Gesundheitszustand, sodass er am Morgen des 7. September 1566 starb. Sein Tod wurde achtundvierzig Tage lang verschwiegen.

In seiner 46 Jahre langen Amtszeit ließ Sultan Süleyman Aquädukte, Medresen, Karawansereien, orientalische Bäder und königliche Gärten bauen. Istanbul gewann in dieser Zeit den Anschein einer großen Stadt. Das Goldene Horn wurde zum lebhaftesten Hafen. In dieser Zeit baute der Architekt Sinan viele Moscheen und ihre Komplexe in Istanbul. Diese sind die Süleymaniye-Moschee und ihr Komplex, Sehzade-Moschee und ihr Komplex, Yavuz Selim-Moschee und ihr Komplex, Cihangir-Moschee, Mihrimah-Sultan-Moschee in Edirnekapi, weitere Moscheen in Üsküdar, der Haseki Sultan Complex und das Haseki-Hamam im Namen der Roxelane.

Der Prinz Selim I. kam 1470 in Amasya auf die Welt. Später wurde ihm von seinem Opa Fatih Sultan Mehmed, aufgrund seines strengen Temperaments, der Beiname Yavuz gegeben. Wie jeder andere Prinz auch, war der Sultan Selim I. vor seiner Zeit als Herrscher als Provinzgouverneur tätig, um Staats- und Verwaltungsangelegenheiten zu erlernen. Seine Tätigkeit als Provinzgouverneur dauerte in Trabzon 24 Jahre. Hier genoss Selim I. die bestmögliche Ausbildung von privaten Lehrern. In Trabzon ließ er viele Moscheen, Stiftungen und Medresen errichten.

Die militärische und wirtschaftliche Unterstützung beim Thronaufstieg erhielt er vom Khan des Krimkhanats, Meñli I. Giray. Selim I. war im Thronstreit mit seinen Brüdern und 42 Jahre alt, als er den Thron betreten konnte. Zudem brachte er gute Erfahrungen mit sich. Er war berühmt für sein gutes Reiten, den Umgang mit dem Schwert und sein Können im Ringen. Auch wenn er das Kämpfen mochte, hatte er ein Interesse an der Kunst und der Dichtung. Er fand kein Gefallen an Schaustellung und Verschwendung. Außerdem vervielfältigte er die Staatskasse und ließ die Türe der Staatskasse versiegeln. In seinem Testament ließ er folgende Aufforderung festhalten: „Die Kasse, die ich mit Gold gefüllt habe, soll einer meiner Enkelkinder füllen und mit dem eigenen Siegel versehen, denn anderenfalls wird sie von der Finanzverwaltung mit meinem Siegel versehen werden.“ Diesem Testament wurde gefolgt. Seither konnte kein Herrscher die Kasse füllen, sodass sie durchweg mit dem Siegel von Yavuz versehen blieb.

In der Zeit des Thronaufstiegs verbreitete sich das Osmanische Reich. Selim I. vervielfältigte das Reich innerhalb von acht Jahren um das 2,5-fache, sodass es eine Fläche von 6.557.000 km² umfasste. Das Reich war auf Asien, Afrika und Europa verbreitet. Außerdem kämpfte er gegen Truppen, die die wirtschaftliche Einheit Anatoliens bedrohten. Anschließend begann er die Ägyptenexpedition. Durch diese Expedition konnte der Titel des Kalifen in die Dynastie des Hauses Osman übertragen werden. Ferner konnten die zwei wichtigsten wirtschaftlichen Zweige der osmanischen Epoche, die Seidenstraße und der Gewürzhandel, geregelt werden. Dadurch war der Handel mit dem Osten an das Osmanische Reich gebunden. Während der Ägyptenexpedition besuchte Sultan Yavuz Selim Jerusalem und wurde hier von den Anführern aller drei Religionen in Empfang genommen. 1517 fand die Schlacht von Raydaniyya statt, in der die Osmanischen Truppen nach Kairo gedrungen sind. Hier ließ er in seinem Namen eine Predigt halten und wählte Kasri Yusuf zum Herrscher.

Im September 1520 erkrankte er unterwartet an Milzbrand, sodass eine Wunde an seinem Körper sichtbar wurde. Infolgedessen starb er im Alter von 49 Jahren. Sein Sohn Süleyman I. gelang an die Herrschaft. Der Sultan Selim I. konnte durch sein wirtschaftliches und militärisches Können, seine achtjährige Herrschaft und die damit verbundene Ausbreitung des Reiches und Vergrößerung des Besitzes und durch seine Werke, die er in verschiedenen Gebieten des Landes errichten ließ, in die Osmanische Geschichte eindringen.

Quellen: http://www.istanbultarih.com/Makale/cesaretin-ve-tevazunun-sultani-yavuz-sultan-selim-han.html

https://www.beyaztarih.com/ansiklopedi/i.selim

Emecen, Feridun, Türkiye Diyanet Vakfı İslam Ansiklopedisi, cilt 36, 2009

https://www.antoloji.com/yavuz-sultan-selim/hayati/

Zweifellos ist Omar Khayyam eines der wichtigsten Persönlichkeiten, das die persische Kultur hervorgebracht hat. Obwohl er im 11. Jahrhundert lebte, ist er dank seiner Entdeckungen und seiner zeitlosen Werke auch nach einem Jahrtausend bekannt. Seine Werke wurden in fast jede westliche Sprache übersetzt und er ist einer der meistgelesenen Gelehrten des Nahen Ostens. Im Folgenden werden wir Ihnen über das Leben von Omar Khayyam, seiner schulischen Ausbildung, der Wissenschaft und natürlich von seinen Vierzeilern (Rubaiyat) berichten, die ihn zu einer Berühmtheit gemacht haben.

Leben und Lehre

    Sein voller Name lautet Ghiyath al-Din Abu'l-Fath Umar ibn Ibrahim Al-Nisaburi al-Khayyami. Er wurde am 8. Mai 1048 in Nishabur, Iran geboren. Khayyam lebte in einer Zeit, in der Iran von den Seldschuken regiert wurde. Er reiste in die großen Städte wie Horasan, Balch, Buxoro und Merv, die in dieser Zeit als Bildungs- und Wissenschaftszentren galten. Während dieser Zeit perfektionierte er sich in den naturwissenschaftlichen Gebieten wie Astronomie, Mathematik und Physik. Er erhielt einen Ruf als einen berühmten Gelehrten, heutzutage würde man ihn gewiss als Genie bezeichnen. Außerdem  war er eine vielseitige Person, die sich auch für Musik, Poesie und Literatur interessierte.    Mit dem Seldschukenherrscher Malik Schah und dem Nizam al-Mulk, der den Karachaniden angehörte, führte er eine enge Beziehung und war in deren Palästen ein willkommener und gern gesehener Gast. Von den Palastangehörigen wurde er immer respektvoll und freundlich behandelt, allerdings entschied er sich, nicht in die Staatsangelegenheiten einzugreifen, da er sich von den Intrigen fernhalten wollte.

Beiträge zur Wissenschaft

    Insbesondere seine Beträge zur Mathematik sind unumstritten.  Khayyam befasste sich mit den Gleichungen und erfand den binomischen Lehrsatz und die Anordnung dessen Koeffizienten. Außerdem verfasste er ein Werk über die Polynomgleichungen dritten Grades und benutzte das arabische Wort „etwas“ für die Variablen. Als dieses Werk später ins Spanische übersetzt wurde, hat man das Wort als „xay“ übertragen und so begann man in der Mathematik für die Variable das Symbol „x“ zu verwenden.                                         Obwohl einige seiner Arbeiten schriftlich nicht niedergelegt wurden, hat Khayyam viele Erfindungen sowohl zu jener Zeit als auch die zukünftigen, beeinflusst. Am 21. März 1079 wurde der Nouruz-Namen-Kalender eingeführt, für dessen Berechnung Khayyam das Sonnenjahr als Basisgröße genommen hat. Im Gegensatz zum gregorianischen Kalender, der heutzutage in Verwendung ist und alle 3330 Jahre einen Mangel um einen Tag aufweist, driftet dieser Kalender lediglich alle 5000 Jahre um einen Tag ab.

Rubaiyat

Du sprichst mir von Huris, vom Paradiese,
Von Eden Lusterfüllter goldner Wiese. 
Geh, nimm den Pfennig hin und lass mich gehn
Von ferne nur hört sich die Trommel schön.

 

    Rubai ist ein in der persischen und östlichen Literatur beliebte Gedichtform, die aus vier Zeilen bestehet und dessen Schöpfer Omar Khayyam ist. Der Stil der Vierzeiler ist schlicht, fließend und leicht verständlich. Die Rubaiyat entstanden aufgrund der Erfahrungen und Beobachtungen von Khayyam, die er sinnvoll selektierte und philosophisch zum Ausdruck brachte. In seinen Gedichten kritisiert und verspottet er auch die Ungerechtigkeiten und Absurditäten seiner Zeit. Thematiken wie die Liebe, die Welt, das Leben und über die Bedeutsamkeit der Existenz betrachtete er aus einer metaphysischen Sicht und schrieb in einer Weise, dass jeder sie lesen kann. Daher haben seine Rubaiyat in jeder Epoche für jeden Leser einen Sinn ergeben und aus diesem Grund wurden die Vierzeiler in derart viele Sprachen übersetzt und eine hohe Anerkennung geerntet. Die Anzahl seiner Rubaiyat beträgt etwa zweihundert, es werden ihm jedoch viele andere Rubaiyat zugeschrieben.

    Omar Khayyam, der nach Avicenna, als der größte Gelehrte des Ostens angenommen wird, starb am 4.Dezember 1131, an seinem Geburtsort Nishabur im Alter von 83 Jahren und hinterließ ein Erbe, das über die Jahrhunderte hinausgeht.

Quelle:    https://www.ensonhaber.com/biyografi/yazar/omer-hayyam-kimdir     https://listelist.com/omer-hayyam-rubailer/