21 Aug 2019
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Seine Jugend und der Thronaufstieg

Der Sultan Mehmed III. ist am 26. Mai 1566 in Manisa geboren. Sein Vater war der Sultan Murad III. und seine Mutter die gebürtige Venezianerin Sultan Safiye. Mehmed III. hat eine sorgfältige wissenschaftliche Ausbildung genossen. 1583 ging er in Manisa zum Sancak-Fürstentum über und blieb bis zum Jahr 1595 dort. Nach dem Tod seines Vaters verließ er Manisa, zog nach Istanbul und bestieg dort als 13. Osmanischer Herrscher den Thron. Bis zu seinem Tod war er an der Macht. Er war der letzte Prinz, der problemlos nach der Zeit des Fürstentums den Thron besteigen konnte. Außerdem ist er der erste Herrscher, der 30 Jahre nach der Herrschaft des Süleyman I. in den Krieg zog. 



Unruhen und seine kritisierten Eigenschaften

 

Die Zeit der Herrschaft des Mehmed III. wird als die Zeit der Stagnation des Osmanischen Reiches angesehen. Nach der Thronbesteigung wurden, nach den Problematiken mit Österreich, Kriege geführt und Niederlagen erlitten. Neben den äußeren Unruhen herrschte auch im Palast des Herrschers eine innere Unruhe. Sultan Mehmed III. hatte ein enges Verhältnis zu seiner Mutter, die jedoch dieses Verhältnis zu ihren Gunsten nutzte und ihren Sohn in Verwaltungsangelegenheiten manipulierte. Bei einigen Themen setzte sie ihren Willen durch, wodurch es zu Unruhen in Staatsangelegenheiten kam. Beispielsweise wurden diejenigen zum Wesir und Großwesir gewählt, die sie vorschlug. Sultan Safiye hinderte ihren Sohn auch daran schlechte Nachrichten zu erhalten. Dieser Zustand wurde sowohl im Palast als auch vom Volk oft kritisiert.  



Sein Charakter, Kriege und sein Tod 

 

Der Sultan Mehmed III. war sehr religiös und interessierte sich für die islamische Mystik. Im Gegensatz zu seinem Vater tauschte er sich nach den Freitagsgebeten mit dem Volk aus und schenkte ihren Problemen Gehör. Quellen berichten, dass Mehmed III. dazu neigte leicht in Trauer zu versinken, sodass er appetitlos wurde. Insbesondere die Celali-Aufstände im Lande und die Irankriege im Ausland machten ihn traurig. Er ist am 20. Dezember gestorben, nachdem sich sein Gesundheitszustand, auch nach den schlechten Nachrichten der Gefallenen im Osten, verschlechterte. Selbst wenn die eigentliche Ursache seines Todes nicht bekannt ist, wird überliefert, dass er an einem Herzinfarkt oder einem Herzstillstand starb. Während seiner achtjährigen Herrschaft ließ er nicht viele Bauten errichten. Er ließ lediglich für seine Mutter und Amme Moscheen und Moscheekomplexe bauen. 




Quellen: https://www.ttk.gov.tr/tarihveegitim/osmanli-padisahlari/

Der Sultan Murad III. ist am 4. Juli 1546 in Manisa in der Bozdag Alm auf die Welt gekommen. Sein Vater war Selim II. und seine Mutter die gebürtige Venezianierin Nurbanu. Murad III. war für seine Großzügigkeit, Hilfsbereitschaft und Barmherzigkeit bekannt.

 

Seine Jugend und Bildung

Im Jahr 1558 wurde er von seinem Großvater Süleyman I. zum Fürstentum in Alasehir gesandt. Nachdem sein Vater Selim II. die Herrschaft ergriff, wechselte er den Regierungsbezirk und kehrte nach Manisa. In seiner Zeit als Prinz wurde er von den besten Wissenschaftlern der Zeit gelehrt. Arabisch und Persisch beherrschte er sehr gut. Zwischen all den Osmanischen Herrschern war er derjenige, der die Bildung am meisten schätzte. Murad III. war an der Weltgeschichte und besonders an den Herrschern der damaligen Zeit und deren Kriegen sehr interessiert. Hinsichtlich dieser Thematiken war er sehr wissbegierig. Seine Wissbegierde ist an den, von ihm in Auftrag gegebenen, Übersetzungen dieser Themen zu erkennen. Außerdem ist bekannt, dass er an der Astronomie interessiert war, es genoss mit Gelehrten zusammen zu sein, ihm die Gerechtigkeit wichtig war und er eine Vorliebe für Juwelen hatte.   

Seine Thronbesteigung als Herrscher

Prinz Murad III. ist nach dem Tod des Vaters Selim II. aus Manisa nach Istanbul gereist und den Thon am 22. Dezember 1574 bestiegen. Fortan war er der Herrscher des Osmanischen Reiches. Jedoch griff er, wie sein Vater Selim II., in Staatsangelegenheiten nicht viel ein. Für die Bürokratie und Staatsangelegenheiten war vielmehr der Sokollu Mehmed Pascha zuständig. Hierbei spielten die Erfahrungen und Auffassungsgabe des Sokullus und die Art der Verwaltung des Sultans Murad II. eine große Rolle.

In der Zeit des Murad III. war die Bedeutung des Prinzen Sokullu Mehmed Pascha deutlich zu spüren. In dieser Zeit waren die Grenzen des Osmanischen Reiches am weitesten verbreitet. Das von seinem Vater übernommene Reich erweiterte er von 15.162.151 km2 auf 19.902.000 km2. Außerdem war er in gutem Kontakt mit den Engländern. Der erste anhaltende Botschafter wurde in seiner Zeit nach London gesandt. Er verbündete sich mit den protestantischen Engländern. Dabei stellte er sich gegen den Papst und einem Bündnis mit der christlich geprägten europäischen Region. Nach einiger Zeit wurde die Niederlande diesem Bündnis einbezogen.



Seine kritisierten Eigenschaften und sein Tod

Der Sultan Murad III. verließ in seiner gesamten Herrschaft Istanbul nicht. Einige Quellen begründen dieses Verhalten damit, dass er unter dem Einfluss seiner Mutter stand und aufgehalten wurde an Kreuzzügen teilzunehmen. Die Mutter war der Ansicht, dass es wichtiger für einen Herrscher sei sich mit Staatsangelegenheiten zu beschäftigen anstatt an Kreuzzügen teilzunehmen. Außerdem war ein beliebter Erbfolger vorhanden, der eine Bedrohung für seine Herrschaft darstellte. Daher war es für ihn nicht notwendig an den Kreuzzügen teilzunehmen. Murad III. fiel jedoch dieser Bedrohung und sperrte sich in seinen Palast. Dieses Verhalten wurde sehr kritisiert. In den darauffolgenden Jahren begann die Weiberherrschaft, die für das Osmanische Reich einen großen Einfluss hatte. Murad III., der den Thron mit 29 Jahren bestieg, starb nach zwanzig Jahren Herrschaft am 16. Januar 1595 in Folge eines Schlaganfalls. Er wurde im Innenhof der Hagia-Sophia-Moschee beerdigt.

Murad III. trug den Künstlernamen „Muradi“ und schrieb religiöse und mystische Gedichte, von denen einige in Zeitschriften und Dichterbiografien zu finden sind. Überdies beschäftigte er sich mit der Kalligrafie. Im Kalligraphie-Kunst Museum ist ein Schild mit seiner Unterschrift „Muradi“ vorhanden.



Quelle: http://www.ttk.gov.tr/tarihveegitim/osmanli-padisahlari/

In unserer historischen Reihe von Mittelasien bis hin zum Anatolien erzählen wir über den türkischen Staat. In dieser Auflage berichten wir über den 11. Osmanischen Herrscher Selim II., der auch den Beinamen „Sari Selim“, „Selim der Blonde“, trug. Selim II. kam 1542 in Istanbul auf die Welt. Er ist der Sohn des Süleyman I. und dessen Frau Roxelane. Er bekam den Beinamen „Selim der Blonde“ aufgrund seines blonden Bartes und seinen blauen Augen. Wie jeder andere Prinz auch, wurde er in verschiedenen Gebieten Anatoliens zum Sancak-Fürstentum gesandt, um Staats- und Verwaltungsangelegenheiten zu erlernen. In seiner Erziehung und Ausbildung wurden sowohl auf Lehre als auch auf sittliches und anständiges Verhalten Wert gelegt.  

Der Thronaufstieg in späten Lebensjahren

Der Sultan Selim II. kam nach dem Tod seines Vaters Süleyman I. nach Istanbul und gelang am 30. September 1566 mit zweiundvierzig Jahren an die Macht. Dadurch, dass er die 46-Jährige Herrschaft seines Vaters übernahm, die die Blütezeit des Osmanischen Reiches darstellte, stand er unter enormem Druck. Er wurde mit seinem Vater und Großvater Sultan Selim verglichen, sodass er im Vergleich als ein schwächerer und weniger wirksamer Herrscher wahrgenommen wurde. Dennoch gab es unter seiner Herrschaft wichtige Erfolge vonseiten der Staatsmänner Sokollu Mehmed Pascha und Turgut Reis.

Unruhen und Machtkämpfe

Da die Geschwister des Selim II., Prinz Bayezid und Prinz Mustafa, während der Herrschaft des Vaters getötet wurden, verlief die Thronbesteigung des Selim II. problemlos. Jedoch sind in den ersten Jahren seiner Herrschaft politische Auseinandersetzungen aufgetreten. Der Sieger dieser Auseinandersetzungen war Sokollu Mehmed Pascha, der zum Großwesir aufstieg. In seiner fünfzehnjährigen Amtszeit als Großwesir des Osmanischen Reiches spielte er in der Staatsverwaltung eine wirkungsvolle Rolle.

Eine Herrschaft von kurzer Dauer

Nach einer Amtszeit von acht Jahren verstarb Selim II. am 15. Dezember 1574. Er wurde in der, von ihm instand gesetzte, Hagia Sophia begraben. Selim II. ist der erste osmanische Herrscher, der in Istanbul starb. In kurzer Zeit leitete er viele Architekturprojekte ein. Die Selimiye-Moschee in Edirne wurde auf seiner Anordnung vom Baumeister Sinan errichtet. Als Sultan Selim II. die Herrschaft seines Vaters Süleyman I. übernahm, war das Osmanische Reich 14.892.000 km2 groß. Seinem Sohn Murad III. übergab er das Reich mit einer Fläche von 15.162.000 km2. Wie viele osmanische Herrscher hat auch Selim II. Gedichte geschrieben.

 

Quelle: http://www.ttk.gov.tr/tarihveegitim/osmanli-padisahlari/

In unserer historischen Reihe, in der wir über den türkischen Staat berichten, gehen wir chronologisch weiter und sind nun in die Blütezeit des Osmanischen Reiches angelangt. Diese Zeit ist von dem Herrscher Kanuni, der Gesetzgebende, Sultan Süleyman geprägt. In dieser Auflage haben wir wichtige Informationen über den Sultan gesammelt. Wir berichten zudem über wichtige Ereignisse, die während der Herrschaft des Süleyman I. im Osmanischen Reich geschehen sind.   

 

Seine Jugend und der Aufstieg auf den Thron

 

Der Prinz Süleyman I. wurde am 27. April 1495 als Sohn Selims I. und seiner Frau Hafsa Sultan in Trabzon geboren. Bis zu seinem siebten Lebensjahr wurde Süleyman I. von seiner Mutter und väterlichen Großmutter erzogen. Daraufhin wurde er zu seinem Großvater Bayezid II. nach Istanbul geschickt. In Istanbul lernte er Geschichte, Naturwissenschaften, Literatur, Religion und Wehrtechnik und wurde mit einer großen Gewissenhaftigkeit und Disziplin erzogen. Wie jeder andere Prinz auch, wurde er zum Sancak-Fürstentum gesandt, um Staats- und Verwaltungsangelegenheiten zu erlernen. Nach dem Tod seines Vaters stieg er am 30. September 1520 mit fünfundzwanzig Jahren auf den Osmanischen Thron auf. Im Gegensatz zu vorherigen Herrschern verlief sein Thronaufstieg konfliktfrei, da er keine weiteren männlichen Geschwister hatte.



Die Feldzüge und die Ausbreitung des Osmanischen Reiches

 

Kanuni Sultan Süleyman I. beschäftigte sich in den ersten Jahren seiner Herrschaft mit einigen internen Aufständen. Alle Aufstände wurden vonseiten der Osmanischen Kräfte unterdrückt, sodass Süleyman I. seine Souveränität festigen konnte. Während seiner Zeit als Herrscher hatte das Osmanische Reich gegenüber anderen Mächten die Stellung als reichste und stärkste Weltherrschaft. In Europa galt Süleyman I. als „prächtiger Mann“. Seinen Beinamen Kanuni, der Gesetzgebende, erhielt er aufgrund seiner Gewissenhaftigkeit Gesetze zu verschriftlichen und diese gerecht umzusetzen.

 

Der prächtige Süleyman übernahm von seinem Vater 6.557.000 km2 Osmanisches Reich, das er durch seine Eroberungen auf 14.893.000 km2 Land erweiterte. Durch seine Eroberung von Belgrad im Jahr 1521 und Belagerung der wichtigen Insel Rhodos im Jahr 1522 öffnete er wichtige mitteleuropäische Wege für das Osmanische Reich. Dadurch stabilisierte er seine Herrschaft im Mittelmeergebiet. Süleyman I. begann 1526 die bislang größte Schlacht gegen ungarische Truppen. In der Schlacht bei Mohács erlitt das Heer des Königreiches Ungarn eine vernichtende Niederlage, sodass Kanuni am 20. September 1526 in die damalige ungarische Hauptstadt Buda zog.

Überdies wollte Kanuni Sultan Süleyman die Aktivitäten auf dem Meer steigern. Aufgrund dessen ernannte er 1533 den Khair ad-Din Barbarossa zum Oberbefehlshaber der osmanischen Mittelmeermarine, auch bekannt als Kaptan-ı Derya. Dadurch konnte er Algerien zum Osmanischen Reich hinzufügen.  

Barbarossa belagerte venezianische Inseln im Ägäischen Meer. 1538 begann die Seeschlacht von Preveza zwischen der Flotte des Osmanischen Reiches und der Flotten der Venezianer, Genuesen, Malteser, Portugiesen und Spanier. Das Osmanische Reich ging mit 122 Schiffen in die Schlacht, wohingegen die Flotte der Gegner aus 602 Schiffen bestand. Khair ad-Din Barbarossa erzielte in dieser Schlacht großen Erfolg. Die Seeschlacht von Preveza ging in die Geschichte ein und wurde als ein großer Sieg im Mittelmeer angesehen.

Die Handlungen und sein Tod

In seiner 46 Jahre langen Herrschaftsphase konnte Süleyman I. seinen Namen der Welt verkünden. Seine Lebenszeit wurde als „türkisches Jahrhundert“ angesehen, da in dieser Zeit weise Staatsmänner und Wissenschaftler ausgebildet wurden. Diese waren unter anderem der Großwesir Ibrahim Pascha, Lutfi Pascha, Sokollu Mehmed Pascha, das geistliche Oberhaupt Ibn-i Kemal, Mehmed Ebussuud Efendi, die Dichter Baki und Fuzuli, der Architekt Sinan und Kaptan- ı Derya Khair ad-Din Barbarossa. Zugleich war Süleyman I. ein bekannter Dichter. Die eventuell berühmtesten Verszeilen sind folgende:

 

„Zwischen dem Volk gibt keine geehrte Substanz wie die Regierung,

Die Regierung auf der Welt ist wie ein Hauch Gesundheit.

Das Sultanat ist wie ein Weltkrieg,

Das Schicksal und Glück sind auf der Welt wie eine Einheit.“


1566 begann Kanuni Sultan Süleyman trotz seiner Krankheit seinen dreizehnten und letzten Feldzug nach Szigetvár. In dieser Zeit war er dreiundsiebzig Jahre alt. Da Szigetvár von Gewässern und Flüssen umgeben war, war die Belagerung nicht einfach. Am letzten Tag der Belagerung verschlechterte sich sein Gesundheitszustand, sodass er am Morgen des 7. September 1566 starb. Sein Tod wurde achtundvierzig Tage lang verschwiegen.

In seiner 46 Jahre langen Amtszeit ließ Sultan Süleyman Aquädukte, Medresen, Karawansereien, orientalische Bäder und königliche Gärten bauen. Istanbul gewann in dieser Zeit den Anschein einer großen Stadt. Das Goldene Horn wurde zum lebhaftesten Hafen. In dieser Zeit baute der Architekt Sinan viele Moscheen und ihre Komplexe in Istanbul. Diese sind die Süleymaniye-Moschee und ihr Komplex, Sehzade-Moschee und ihr Komplex, Yavuz Selim-Moschee und ihr Komplex, Cihangir-Moschee, Mihrimah-Sultan-Moschee in Edirnekapi, weitere Moscheen in Üsküdar, der Haseki Sultan Complex und das Haseki-Hamam im Namen der Roxelane.

Der Prinz Selim I. kam 1470 in Amasya auf die Welt. Später wurde ihm von seinem Opa Fatih Sultan Mehmed, aufgrund seines strengen Temperaments, der Beiname Yavuz gegeben. Wie jeder andere Prinz auch, war der Sultan Selim I. vor seiner Zeit als Herrscher als Provinzgouverneur tätig, um Staats- und Verwaltungsangelegenheiten zu erlernen. Seine Tätigkeit als Provinzgouverneur dauerte in Trabzon 24 Jahre. Hier genoss Selim I. die bestmögliche Ausbildung von privaten Lehrern. In Trabzon ließ er viele Moscheen, Stiftungen und Medresen errichten.

Die militärische und wirtschaftliche Unterstützung beim Thronaufstieg erhielt er vom Khan des Krimkhanats, Meñli I. Giray. Selim I. war im Thronstreit mit seinen Brüdern und 42 Jahre alt, als er den Thron betreten konnte. Zudem brachte er gute Erfahrungen mit sich. Er war berühmt für sein gutes Reiten, den Umgang mit dem Schwert und sein Können im Ringen. Auch wenn er das Kämpfen mochte, hatte er ein Interesse an der Kunst und der Dichtung. Er fand kein Gefallen an Schaustellung und Verschwendung. Außerdem vervielfältigte er die Staatskasse und ließ die Türe der Staatskasse versiegeln. In seinem Testament ließ er folgende Aufforderung festhalten: „Die Kasse, die ich mit Gold gefüllt habe, soll einer meiner Enkelkinder füllen und mit dem eigenen Siegel versehen, denn anderenfalls wird sie von der Finanzverwaltung mit meinem Siegel versehen werden.“ Diesem Testament wurde gefolgt. Seither konnte kein Herrscher die Kasse füllen, sodass sie durchweg mit dem Siegel von Yavuz versehen blieb.

In der Zeit des Thronaufstiegs verbreitete sich das Osmanische Reich. Selim I. vervielfältigte das Reich innerhalb von acht Jahren um das 2,5-fache, sodass es eine Fläche von 6.557.000 km² umfasste. Das Reich war auf Asien, Afrika und Europa verbreitet. Außerdem kämpfte er gegen Truppen, die die wirtschaftliche Einheit Anatoliens bedrohten. Anschließend begann er die Ägyptenexpedition. Durch diese Expedition konnte der Titel des Kalifen in die Dynastie des Hauses Osman übertragen werden. Ferner konnten die zwei wichtigsten wirtschaftlichen Zweige der osmanischen Epoche, die Seidenstraße und der Gewürzhandel, geregelt werden. Dadurch war der Handel mit dem Osten an das Osmanische Reich gebunden. Während der Ägyptenexpedition besuchte Sultan Yavuz Selim Jerusalem und wurde hier von den Anführern aller drei Religionen in Empfang genommen. 1517 fand die Schlacht von Raydaniyya statt, in der die Osmanischen Truppen nach Kairo gedrungen sind. Hier ließ er in seinem Namen eine Predigt halten und wählte Kasri Yusuf zum Herrscher.

Im September 1520 erkrankte er unterwartet an Milzbrand, sodass eine Wunde an seinem Körper sichtbar wurde. Infolgedessen starb er im Alter von 49 Jahren. Sein Sohn Süleyman I. gelang an die Herrschaft. Der Sultan Selim I. konnte durch sein wirtschaftliches und militärisches Können, seine achtjährige Herrschaft und die damit verbundene Ausbreitung des Reiches und Vergrößerung des Besitzes und durch seine Werke, die er in verschiedenen Gebieten des Landes errichten ließ, in die Osmanische Geschichte eindringen.

Quellen: http://www.istanbultarih.com/Makale/cesaretin-ve-tevazunun-sultani-yavuz-sultan-selim-han.html

https://www.beyaztarih.com/ansiklopedi/i.selim

Emecen, Feridun, Türkiye Diyanet Vakfı İslam Ansiklopedisi, cilt 36, 2009

https://www.antoloji.com/yavuz-sultan-selim/hayati/

Zweifellos ist Omar Khayyam eines der wichtigsten Persönlichkeiten, das die persische Kultur hervorgebracht hat. Obwohl er im 11. Jahrhundert lebte, ist er dank seiner Entdeckungen und seiner zeitlosen Werke auch nach einem Jahrtausend bekannt. Seine Werke wurden in fast jede westliche Sprache übersetzt und er ist einer der meistgelesenen Gelehrten des Nahen Ostens. Im Folgenden werden wir Ihnen über das Leben von Omar Khayyam, seiner schulischen Ausbildung, der Wissenschaft und natürlich von seinen Vierzeilern (Rubaiyat) berichten, die ihn zu einer Berühmtheit gemacht haben.

Leben und Lehre

    Sein voller Name lautet Ghiyath al-Din Abu'l-Fath Umar ibn Ibrahim Al-Nisaburi al-Khayyami. Er wurde am 8. Mai 1048 in Nishabur, Iran geboren. Khayyam lebte in einer Zeit, in der Iran von den Seldschuken regiert wurde. Er reiste in die großen Städte wie Horasan, Balch, Buxoro und Merv, die in dieser Zeit als Bildungs- und Wissenschaftszentren galten. Während dieser Zeit perfektionierte er sich in den naturwissenschaftlichen Gebieten wie Astronomie, Mathematik und Physik. Er erhielt einen Ruf als einen berühmten Gelehrten, heutzutage würde man ihn gewiss als Genie bezeichnen. Außerdem  war er eine vielseitige Person, die sich auch für Musik, Poesie und Literatur interessierte.    Mit dem Seldschukenherrscher Malik Schah und dem Nizam al-Mulk, der den Karachaniden angehörte, führte er eine enge Beziehung und war in deren Palästen ein willkommener und gern gesehener Gast. Von den Palastangehörigen wurde er immer respektvoll und freundlich behandelt, allerdings entschied er sich, nicht in die Staatsangelegenheiten einzugreifen, da er sich von den Intrigen fernhalten wollte.

Beiträge zur Wissenschaft

    Insbesondere seine Beträge zur Mathematik sind unumstritten.  Khayyam befasste sich mit den Gleichungen und erfand den binomischen Lehrsatz und die Anordnung dessen Koeffizienten. Außerdem verfasste er ein Werk über die Polynomgleichungen dritten Grades und benutzte das arabische Wort „etwas“ für die Variablen. Als dieses Werk später ins Spanische übersetzt wurde, hat man das Wort als „xay“ übertragen und so begann man in der Mathematik für die Variable das Symbol „x“ zu verwenden.                                         Obwohl einige seiner Arbeiten schriftlich nicht niedergelegt wurden, hat Khayyam viele Erfindungen sowohl zu jener Zeit als auch die zukünftigen, beeinflusst. Am 21. März 1079 wurde der Nouruz-Namen-Kalender eingeführt, für dessen Berechnung Khayyam das Sonnenjahr als Basisgröße genommen hat. Im Gegensatz zum gregorianischen Kalender, der heutzutage in Verwendung ist und alle 3330 Jahre einen Mangel um einen Tag aufweist, driftet dieser Kalender lediglich alle 5000 Jahre um einen Tag ab.

Rubaiyat

Du sprichst mir von Huris, vom Paradiese,
Von Eden Lusterfüllter goldner Wiese. 
Geh, nimm den Pfennig hin und lass mich gehn
Von ferne nur hört sich die Trommel schön.

 

    Rubai ist ein in der persischen und östlichen Literatur beliebte Gedichtform, die aus vier Zeilen bestehet und dessen Schöpfer Omar Khayyam ist. Der Stil der Vierzeiler ist schlicht, fließend und leicht verständlich. Die Rubaiyat entstanden aufgrund der Erfahrungen und Beobachtungen von Khayyam, die er sinnvoll selektierte und philosophisch zum Ausdruck brachte. In seinen Gedichten kritisiert und verspottet er auch die Ungerechtigkeiten und Absurditäten seiner Zeit. Thematiken wie die Liebe, die Welt, das Leben und über die Bedeutsamkeit der Existenz betrachtete er aus einer metaphysischen Sicht und schrieb in einer Weise, dass jeder sie lesen kann. Daher haben seine Rubaiyat in jeder Epoche für jeden Leser einen Sinn ergeben und aus diesem Grund wurden die Vierzeiler in derart viele Sprachen übersetzt und eine hohe Anerkennung geerntet. Die Anzahl seiner Rubaiyat beträgt etwa zweihundert, es werden ihm jedoch viele andere Rubaiyat zugeschrieben.

    Omar Khayyam, der nach Avicenna, als der größte Gelehrte des Ostens angenommen wird, starb am 4.Dezember 1131, an seinem Geburtsort Nishabur im Alter von 83 Jahren und hinterließ ein Erbe, das über die Jahrhunderte hinausgeht.

Quelle:    https://www.ensonhaber.com/biyografi/yazar/omer-hayyam-kimdir     https://listelist.com/omer-hayyam-rubailer/

Der Élysée Vertrag - 56. Jahre politische und kulturelle Partnerschaft zwischen Deutschland und Frankreich

Am 22. Januar 1963 unterschrieb der damals im Amt agierende Bundeskanzler Konrad Adenauer zusammen mit seinem Pendant aus Frankreich- Charles de Gaulle- den Élysée Vertrag. Dieses Dokument besiegelte einen Neubeginn für beide Länder, die durch die Weltkriege ohnehin viel aufzuarbeiten hatten. Die Vergangenheit sollte damit endgültig abgeschlossen werden. Der Vertrag war von nun an der Wegbereiter für eine partnerschaftliche Zukunft, die heute noch Bestand hat.

In den folgenden Jahren wurde Paris gemeinsam mit Berlin zu den größten Einflussfaktoren in der europäischen Politik. Beide Länder waren maßgeblich an der Gestaltung und Erhaltung der europäischen Union beteiligt. Der Élysée Vertrag  basiert lediglich auf wenige Paragraphen, die eine enorme Bedeutung tragen. Neben dem politischen Statement, den dieses Schriftstück darstellt, symbolisiert es die zukünftige Freundschaft beider Länder. In diesem Zusammenhang würden sich in Zukunft Funktionäre beider Länder regelmäßig treffen und über mögliche politische Entscheidungen austauschen und im Einvernehmen des Partnerlandes beschließen.

Im Dienste der Zusammenarbeit wurde 1993 das „Deutsch-Französische Jugendwerk“ gegründet. Die Absicht dabei war, die Beziehung zu intensivieren, welche den kulturellen Teil des Vertrages darstellt. In diesem Jahr wird der Vertrag 56 Jahre alt, an den sich jährlich erinnert wird. Dazu gehörte auch das in der Vergangenheit durchgeführte Deutsch-französische Kulturfestival. Im facettenreichen Festival konnten neben speziellen Briefmarken auch Metallmünzen, sowie weitere Elemente, die an beide Länder erinnern, besichtigt werden. Zudem wehte in Berlin neben der deutschen Flagge auch die französische Flagge.

Quellen: https://p.dw.com/p/17Jfu

https://www.bbc.com/turkce/haberler/2013/01/130122_france_germany.shtml

Bayezid II. war dafür bekannt, dass er Kriege vermied und Istanbul nicht verließ, um die Hauptmacht zu schützen. Außerdem hatte er, wie viele Herrscher vor seiner Zeit, ein großes Interesse an der Dichtung. Unter dem Dichternamen „Adli“, der Gerechte, schrieb er türkische und persische Gedichte. Außerdem hatte er eine Begabung für die Kalligrafie. In dieser Auflage haben wir wichtige Informationen über den ältesten Sohn des Fatih Sultan Mehmeds, Bayezid II., gesammelt. Wir berichten über sein Leben und die Lage des Osmanischen Reiches während seiner Regierung.

Der Prinz Bayezid in seiner Jugend

Der Prinz Bayezid wurde 1448 in Dimotika geboren. Mit 7 Jahren wurde er zum Sancak-Fürstentum gesandt. Dieser Bezirk war seit den Seldschuken ein wichtiger Mittelpunkt der Wissenschaft und Kultur. Viele Prinzen wurden für die Ausbildung hergeschickt. Bayezid II. lernte im Rahmen seiner Ausbildung arabisch, persisch, den tschagataischen Dialekt und das uigurische Alphabet. Zudem studierte er neben den Islamwissenschaften Mathematik und Philosophie.

Der Aufstieg auf den Thron und die Zeit der unruhigen Herrschaft

Nach dem frühen Tod des Fatih Sultan Mehmeds im Jahre 1481 bestieg er mit Unterstützung der Janitscharen und Staatsmänner den Thron. Der Thron war für sein Alter ein großes Erbe. Sein Bruder Cem Sultan jedoch behauptete ebenfalls einen Anspruch auf den Thron seines Vaters zu haben und sprach in Bursa seine Herrschaft aus. Dies hatte zu Folge, dass Unruhen im Osmanischen Reich entstanden. Nachdem Cem Sultan den Kampf gegen die Truppen des Bayezid II. verlor, suchte er Zuflucht im Mamluk-Sultanat und floh nach Ägypten. Anschließend wurde er von den Rittern aus Rhodos gefangen gehalten, woraufhin er nach Frankreich gesandt wurde. Cem Sultan wurde gegenüber Bayezid II. als einen Trumpf angesehen. Nachdem Cem Sultan 1495 aufgrund einer Vergiftung starb, brauchte Bayezid II. keine Zugeständnisse mehr zu machen. Auch wenn diese Lage zunächst als ein Streit innerhalb des Osmanischen Reichs begann, beeinflusste sie die Außenwelt. Schlussendlich geriet Bayezid II. in einen Krieg mit dem Mamluk-Sultanat, den Venezianern und dem ungarischen Volk.

Der Rücktritt vom Thron und die Hinterlassenschaft

Auch wenn Bayezid II. Kriege scheute, verbrachte er sein Leben voller Auseinandersetzungen. Nachdem er 30 Jahre seinen Thron verteidigte, musste er vom Thron zurücktreten. Hierbei übten die Janitscharen, die ihn anfangs unterstützten, Druck auf ihn aus. Somit verließ er 1512 seinen Thron. Als er auf dem Weg zu seinem Geburtsort Dimotika Istanbul verließ, starb er 1512 in der Nähe von Corlu. Die Todesursache war nicht bekannt. Den Vermutungen zufolge wäre er vergiftet worden. Seine Leiche wurde in Istanbul in einer Moschee, die auf dem, nach ihm benannten, Beyazit-Platz steht, begraben. In den darauffolgenden Jahren wurde dort ein Grabmal aufgestellt.   

Bayezid II. ließ das erste große Werk in der Geschichte der Osmanen schreiben. Er ließ die berühmte Herberge Koza Han in Bursa und viele weitere Werke errichten. Zudem beachtete er die Epoche der Renaissance in Europa und korrespondierte mit Leonardo Da Vinci. Da Vinci berichtete ihm, dass er bereit wäre über dem Goldenen Horn und der Meerenge eine Brücke zu bauen. Diese Vorstellungen wurden jedoch nicht umgesetzt.

Quellen: Turan, Şerafettin, Türkiye Diyanet Vakfı İslam Ansiklopedisi, cilt 5, 1992

https://www.yazilibilgi.com/2015/02/ii-bayezid-hayat-ksaca-biyografisi.html

http://www.ttk.gov.tr/tarihveegitim/osmanli-padisahlari/

Bayezid I., genannt Yildirim, „der Blitz”, wurde im 1360 in Edirne geboren. Seine Kindheit verbrachte er zusammen mit seinen Geschwistern im Palast in Bursa und genoss eine gute Erziehung. In seiner Jugendzeit war er im Regierungsbezirk Kütahya als Provinzgouverneur tätig. Aufgrund des Testaments vom Sultan Murad I. bekam er 1389 das Amt des Herrschers. Zu der Zeit war er 29 Jahre alt. Durch seinen Mut und seine schnelle Reaktionsfähigkeit während Schlachten bekam er den Spitznamen „der Blitz“.

In seinen ersten Herrschaftsjahren war der Sultan Bayezid damit beschäftigt die Fürstentümer Aydin, Saruhan, Germiyan, Mentese und Hamid in Anspruch zu nehmen, woraufhin er sich dem Balkangebiet zuwandte. Es fiel ihm nicht schwer die bereits lokal in Konflikte verwickelte Regierungen im Balkangebiet unter seine Herrschaft zu bringen.  

Bei der Schlacht bei Nikopolis besiegte er die Kreuzfahrer. Dieser Erfolg führte nicht nur dazu, dass Sultan Bayezid seine Macht festigte, sondern auch zum Steigen seines Ansehens auf islamischen Böden. Nach dieser Zeit begann eine große Auswanderung von Gebieten wie Iran und Irak in das Anatolien.

Die Belagerung Istanbuls und administrative Erneuerungen

Das größte angestrebte Ziel des Sultan Bayezid war zweifellos die Eroberung Istanbuls. Aus diesem Grund errichtete er die Festung Anadolu Hisar auf der Seite des Bosporus. Obwohl er bereits drei Mal Istanbul umzingelte, reichte seine Kraft nicht aus die Stadt zu erobern. Dabei wurde er sowohl von Gefahren aus dem Westen als auch aus dem Osten aufgehalten. Ferner besaß er auch die notwendige Technik und Berater nicht. Somit konnte er sein angestrebtes Ziel nicht verwirklichen.    

Auf der anderen Seite wurden wichtige bürokratische Erneuerungen in der Organisation und die Ausweitung des Hauptvermögens zu dieser Zeit verrichtet. Die ältesten Quellen zur Bevölkerung in den eroberten Gebieten und Feststellung von Grundstücken und unbeweglichen Gütern beruhen auf diese Zeit. Viele Eigentümer von Stiftungen sind auf stattliche Macht übergegangen. Es sind zudem Quellen vorhanden, die berichten, dass Bayezid diejenigen Richter hart bestrafte, die ihr Amt missbrauchten.

Der Blitz Bayezid hat auf osmanischen Böden verteilt Moscheen, Gebetsräume, Krankenhäuser, Medresen, Wohltätigkeitseinrichtungen und Gasthöfe errichtet. Außerdem wurden für all diese Einrichtungen Stiftungen gegründet. Die Große Moschee von Bursa ist eines der wichtigsten Werke Bayezids. Es ist ebenso bekannt, dass Bayezid Gedichte sehr mochte und auch selbst ein Dichter war. In seinen Gedichten benutzte er den Künstlernamen „der Blitz“.

Die Schlacht bei Ankara und der Tod des Bayezid

Der mächtige Herrscher Timur (1335-1405), der in Zentralasien und im Iran eine scharfe Herrschaft ausübte, vernichtete die Dynastien Cagatay, Haremsah und Ilhan, bevor er sich den anatolischen Gebieten widmete. Er sah sich selbst als die natürliche Krampfader dieser Dynastien. Als er 1400 den anatolischen Boden betrat, eroberte er die Hauptstadt des Kadi Burhan al-Din-Reiches, Sivas. Als die Turkmenen diese Eroberung wahrgenommen haben, begaben sie sich auf die Seite des Timurs.  

Nach diesen Ereignissen war die Begegnung des Sultans Bayezid und Timurs unumgänglich. Diese zwei großen Herrscher waren gezwungen aufeinanderzutreffen, da beide das Ziel der Herrschaft über die türkische Welt hatten. Am 27. August 1402 trafen die Armeen auf der Ebene von Çubuk, nördlich von Ankara, zusammen. Die geographische Lage des Heeres von Timur war günstiger und das Heer größer als das der Osmanen. Obwohl das osmanische Heer anfangs in Führung geriet, hat es die Schlacht verloren. Ein wichtiger Grund dafür war auch die Tatsache, dass turkmenische und serbische Kräfte das Heer Timurs stärkten. Das osmanische Heer fiel und Bayezid geriet zusammen mit seinen zwei Söhnen in Gefangenschaft. Nach 13 Herrschaftsjahren starb der Blitz Bayezid nach 7 Monaten und 12 Tagen Gefangenschaft im Alter von 44 Jahren.  

 

Quellen:

İnalcık, Halil. (2008), Osmanlı İmparatorluğu Klasik Çağ (1300–1600. S: 21-22. YKY, İstanbul.

İnalcık, Halil. (2000), Osmanlı’da Devlet, Hukuk, Adalet, S:31. Eren, İstanbul.

Shaw, Standford. (1982), Osmanlı İmparatorluğu ve Modern Türkiye, s: 54–62. e yay. İstanbul

http://www.ybu.edu.tr/custom_page-328-yildirim-beyazit-kimdir?.html

http://www.ttk.gov.tr/tarihveegitim/osmanli-padisahlari/

Seine Jugend und der Thronaufstieg

Der Sultan Mehmed III. ist am 26. Mai 1566 in Manisa geboren. Sein Vater war der Sultan Murad III. und seine Mutter die gebürtige Venezianerin Sultan Safiye. Mehmed III. hat eine sorgfältige wissenschaftliche Ausbildung genossen. 1583 ging er in Manisa zum Sancak-Fürstentum über und blieb bis zum Jahr 1595 dort. Nach dem Tod seines Vaters verließ er Manisa, zog nach Istanbul und bestieg dort als 13. Osmanischer Herrscher den Thron. Bis zu seinem Tod war er an der Macht. Er war der letzte Prinz, der problemlos nach der Zeit des Fürstentums den Thron besteigen konnte. Außerdem ist er der erste Herrscher, der 30 Jahre nach der Herrschaft des Süleyman I. in den Krieg zog. 



Unruhen und seine kritisierten Eigenschaften

 

Die Zeit der Herrschaft des Mehmed III. wird als die Zeit der Stagnation des Osmanischen Reiches angesehen. Nach der Thronbesteigung wurden, nach den Problematiken mit Österreich, Kriege geführt und Niederlagen erlitten. Neben den äußeren Unruhen herrschte auch im Palast des Herrschers eine innere Unruhe. Sultan Mehmed III. hatte ein enges Verhältnis zu seiner Mutter, die jedoch dieses Verhältnis zu ihren Gunsten nutzte und ihren Sohn in Verwaltungsangelegenheiten manipulierte. Bei einigen Themen setzte sie ihren Willen durch, wodurch es zu Unruhen in Staatsangelegenheiten kam. Beispielsweise wurden diejenigen zum Wesir und Großwesir gewählt, die sie vorschlug. Sultan Safiye hinderte ihren Sohn auch daran schlechte Nachrichten zu erhalten. Dieser Zustand wurde sowohl im Palast als auch vom Volk oft kritisiert.  



Sein Charakter, Kriege und sein Tod 

 

Der Sultan Mehmed III. war sehr religiös und interessierte sich für die islamische Mystik. Im Gegensatz zu seinem Vater tauschte er sich nach den Freitagsgebeten mit dem Volk aus und schenkte ihren Problemen Gehör. Quellen berichten, dass Mehmed III. dazu neigte leicht in Trauer zu versinken, sodass er appetitlos wurde. Insbesondere die Celali-Aufstände im Lande und die Irankriege im Ausland machten ihn traurig. Er ist am 20. Dezember gestorben, nachdem sich sein Gesundheitszustand, auch nach den schlechten Nachrichten der Gefallenen im Osten, verschlechterte. Selbst wenn die eigentliche Ursache seines Todes nicht bekannt ist, wird überliefert, dass er an einem Herzinfarkt oder einem Herzstillstand starb. Während seiner achtjährigen Herrschaft ließ er nicht viele Bauten errichten. Er ließ lediglich für seine Mutter und Amme Moscheen und Moscheekomplexe bauen. 




Quellen: https://www.ttk.gov.tr/tarihveegitim/osmanli-padisahlari/

Der Sultan Murad III. ist am 4. Juli 1546 in Manisa in der Bozdag Alm auf die Welt gekommen. Sein Vater war Selim II. und seine Mutter die gebürtige Venezianierin Nurbanu. Murad III. war für seine Großzügigkeit, Hilfsbereitschaft und Barmherzigkeit bekannt.

 

Seine Jugend und Bildung

Im Jahr 1558 wurde er von seinem Großvater Süleyman I. zum Fürstentum in Alasehir gesandt. Nachdem sein Vater Selim II. die Herrschaft ergriff, wechselte er den Regierungsbezirk und kehrte nach Manisa. In seiner Zeit als Prinz wurde er von den besten Wissenschaftlern der Zeit gelehrt. Arabisch und Persisch beherrschte er sehr gut. Zwischen all den Osmanischen Herrschern war er derjenige, der die Bildung am meisten schätzte. Murad III. war an der Weltgeschichte und besonders an den Herrschern der damaligen Zeit und deren Kriegen sehr interessiert. Hinsichtlich dieser Thematiken war er sehr wissbegierig. Seine Wissbegierde ist an den, von ihm in Auftrag gegebenen, Übersetzungen dieser Themen zu erkennen. Außerdem ist bekannt, dass er an der Astronomie interessiert war, es genoss mit Gelehrten zusammen zu sein, ihm die Gerechtigkeit wichtig war und er eine Vorliebe für Juwelen hatte.   

Seine Thronbesteigung als Herrscher

Prinz Murad III. ist nach dem Tod des Vaters Selim II. aus Manisa nach Istanbul gereist und den Thon am 22. Dezember 1574 bestiegen. Fortan war er der Herrscher des Osmanischen Reiches. Jedoch griff er, wie sein Vater Selim II., in Staatsangelegenheiten nicht viel ein. Für die Bürokratie und Staatsangelegenheiten war vielmehr der Sokollu Mehmed Pascha zuständig. Hierbei spielten die Erfahrungen und Auffassungsgabe des Sokullus und die Art der Verwaltung des Sultans Murad II. eine große Rolle.

In der Zeit des Murad III. war die Bedeutung des Prinzen Sokullu Mehmed Pascha deutlich zu spüren. In dieser Zeit waren die Grenzen des Osmanischen Reiches am weitesten verbreitet. Das von seinem Vater übernommene Reich erweiterte er von 15.162.151 km2 auf 19.902.000 km2. Außerdem war er in gutem Kontakt mit den Engländern. Der erste anhaltende Botschafter wurde in seiner Zeit nach London gesandt. Er verbündete sich mit den protestantischen Engländern. Dabei stellte er sich gegen den Papst und einem Bündnis mit der christlich geprägten europäischen Region. Nach einiger Zeit wurde die Niederlande diesem Bündnis einbezogen.



Seine kritisierten Eigenschaften und sein Tod

Der Sultan Murad III. verließ in seiner gesamten Herrschaft Istanbul nicht. Einige Quellen begründen dieses Verhalten damit, dass er unter dem Einfluss seiner Mutter stand und aufgehalten wurde an Kreuzzügen teilzunehmen. Die Mutter war der Ansicht, dass es wichtiger für einen Herrscher sei sich mit Staatsangelegenheiten zu beschäftigen anstatt an Kreuzzügen teilzunehmen. Außerdem war ein beliebter Erbfolger vorhanden, der eine Bedrohung für seine Herrschaft darstellte. Daher war es für ihn nicht notwendig an den Kreuzzügen teilzunehmen. Murad III. fiel jedoch dieser Bedrohung und sperrte sich in seinen Palast. Dieses Verhalten wurde sehr kritisiert. In den darauffolgenden Jahren begann die Weiberherrschaft, die für das Osmanische Reich einen großen Einfluss hatte. Murad III., der den Thron mit 29 Jahren bestieg, starb nach zwanzig Jahren Herrschaft am 16. Januar 1595 in Folge eines Schlaganfalls. Er wurde im Innenhof der Hagia-Sophia-Moschee beerdigt.

Murad III. trug den Künstlernamen „Muradi“ und schrieb religiöse und mystische Gedichte, von denen einige in Zeitschriften und Dichterbiografien zu finden sind. Überdies beschäftigte er sich mit der Kalligrafie. Im Kalligraphie-Kunst Museum ist ein Schild mit seiner Unterschrift „Muradi“ vorhanden.



Quelle: http://www.ttk.gov.tr/tarihveegitim/osmanli-padisahlari/

In unserer historischen Reihe von Mittelasien bis hin zum Anatolien erzählen wir über den türkischen Staat. In dieser Auflage berichten wir über den 11. Osmanischen Herrscher Selim II., der auch den Beinamen „Sari Selim“, „Selim der Blonde“, trug. Selim II. kam 1542 in Istanbul auf die Welt. Er ist der Sohn des Süleyman I. und dessen Frau Roxelane. Er bekam den Beinamen „Selim der Blonde“ aufgrund seines blonden Bartes und seinen blauen Augen. Wie jeder andere Prinz auch, wurde er in verschiedenen Gebieten Anatoliens zum Sancak-Fürstentum gesandt, um Staats- und Verwaltungsangelegenheiten zu erlernen. In seiner Erziehung und Ausbildung wurden sowohl auf Lehre als auch auf sittliches und anständiges Verhalten Wert gelegt.  

Der Thronaufstieg in späten Lebensjahren

Der Sultan Selim II. kam nach dem Tod seines Vaters Süleyman I. nach Istanbul und gelang am 30. September 1566 mit zweiundvierzig Jahren an die Macht. Dadurch, dass er die 46-Jährige Herrschaft seines Vaters übernahm, die die Blütezeit des Osmanischen Reiches darstellte, stand er unter enormem Druck. Er wurde mit seinem Vater und Großvater Sultan Selim verglichen, sodass er im Vergleich als ein schwächerer und weniger wirksamer Herrscher wahrgenommen wurde. Dennoch gab es unter seiner Herrschaft wichtige Erfolge vonseiten der Staatsmänner Sokollu Mehmed Pascha und Turgut Reis.

Unruhen und Machtkämpfe

Da die Geschwister des Selim II., Prinz Bayezid und Prinz Mustafa, während der Herrschaft des Vaters getötet wurden, verlief die Thronbesteigung des Selim II. problemlos. Jedoch sind in den ersten Jahren seiner Herrschaft politische Auseinandersetzungen aufgetreten. Der Sieger dieser Auseinandersetzungen war Sokollu Mehmed Pascha, der zum Großwesir aufstieg. In seiner fünfzehnjährigen Amtszeit als Großwesir des Osmanischen Reiches spielte er in der Staatsverwaltung eine wirkungsvolle Rolle.

Eine Herrschaft von kurzer Dauer

Nach einer Amtszeit von acht Jahren verstarb Selim II. am 15. Dezember 1574. Er wurde in der, von ihm instand gesetzte, Hagia Sophia begraben. Selim II. ist der erste osmanische Herrscher, der in Istanbul starb. In kurzer Zeit leitete er viele Architekturprojekte ein. Die Selimiye-Moschee in Edirne wurde auf seiner Anordnung vom Baumeister Sinan errichtet. Als Sultan Selim II. die Herrschaft seines Vaters Süleyman I. übernahm, war das Osmanische Reich 14.892.000 km2 groß. Seinem Sohn Murad III. übergab er das Reich mit einer Fläche von 15.162.000 km2. Wie viele osmanische Herrscher hat auch Selim II. Gedichte geschrieben.

 

Quelle: http://www.ttk.gov.tr/tarihveegitim/osmanli-padisahlari/

In unserer historischen Reihe, in der wir über den türkischen Staat berichten, gehen wir chronologisch weiter und sind nun in die Blütezeit des Osmanischen Reiches angelangt. Diese Zeit ist von dem Herrscher Kanuni, der Gesetzgebende, Sultan Süleyman geprägt. In dieser Auflage haben wir wichtige Informationen über den Sultan gesammelt. Wir berichten zudem über wichtige Ereignisse, die während der Herrschaft des Süleyman I. im Osmanischen Reich geschehen sind.   

 

Seine Jugend und der Aufstieg auf den Thron

 

Der Prinz Süleyman I. wurde am 27. April 1495 als Sohn Selims I. und seiner Frau Hafsa Sultan in Trabzon geboren. Bis zu seinem siebten Lebensjahr wurde Süleyman I. von seiner Mutter und väterlichen Großmutter erzogen. Daraufhin wurde er zu seinem Großvater Bayezid II. nach Istanbul geschickt. In Istanbul lernte er Geschichte, Naturwissenschaften, Literatur, Religion und Wehrtechnik und wurde mit einer großen Gewissenhaftigkeit und Disziplin erzogen. Wie jeder andere Prinz auch, wurde er zum Sancak-Fürstentum gesandt, um Staats- und Verwaltungsangelegenheiten zu erlernen. Nach dem Tod seines Vaters stieg er am 30. September 1520 mit fünfundzwanzig Jahren auf den Osmanischen Thron auf. Im Gegensatz zu vorherigen Herrschern verlief sein Thronaufstieg konfliktfrei, da er keine weiteren männlichen Geschwister hatte.



Die Feldzüge und die Ausbreitung des Osmanischen Reiches

 

Kanuni Sultan Süleyman I. beschäftigte sich in den ersten Jahren seiner Herrschaft mit einigen internen Aufständen. Alle Aufstände wurden vonseiten der Osmanischen Kräfte unterdrückt, sodass Süleyman I. seine Souveränität festigen konnte. Während seiner Zeit als Herrscher hatte das Osmanische Reich gegenüber anderen Mächten die Stellung als reichste und stärkste Weltherrschaft. In Europa galt Süleyman I. als „prächtiger Mann“. Seinen Beinamen Kanuni, der Gesetzgebende, erhielt er aufgrund seiner Gewissenhaftigkeit Gesetze zu verschriftlichen und diese gerecht umzusetzen.

 

Der prächtige Süleyman übernahm von seinem Vater 6.557.000 km2 Osmanisches Reich, das er durch seine Eroberungen auf 14.893.000 km2 Land erweiterte. Durch seine Eroberung von Belgrad im Jahr 1521 und Belagerung der wichtigen Insel Rhodos im Jahr 1522 öffnete er wichtige mitteleuropäische Wege für das Osmanische Reich. Dadurch stabilisierte er seine Herrschaft im Mittelmeergebiet. Süleyman I. begann 1526 die bislang größte Schlacht gegen ungarische Truppen. In der Schlacht bei Mohács erlitt das Heer des Königreiches Ungarn eine vernichtende Niederlage, sodass Kanuni am 20. September 1526 in die damalige ungarische Hauptstadt Buda zog.

Überdies wollte Kanuni Sultan Süleyman die Aktivitäten auf dem Meer steigern. Aufgrund dessen ernannte er 1533 den Khair ad-Din Barbarossa zum Oberbefehlshaber der osmanischen Mittelmeermarine, auch bekannt als Kaptan-ı Derya. Dadurch konnte er Algerien zum Osmanischen Reich hinzufügen.  

Barbarossa belagerte venezianische Inseln im Ägäischen Meer. 1538 begann die Seeschlacht von Preveza zwischen der Flotte des Osmanischen Reiches und der Flotten der Venezianer, Genuesen, Malteser, Portugiesen und Spanier. Das Osmanische Reich ging mit 122 Schiffen in die Schlacht, wohingegen die Flotte der Gegner aus 602 Schiffen bestand. Khair ad-Din Barbarossa erzielte in dieser Schlacht großen Erfolg. Die Seeschlacht von Preveza ging in die Geschichte ein und wurde als ein großer Sieg im Mittelmeer angesehen.

Die Handlungen und sein Tod

In seiner 46 Jahre langen Herrschaftsphase konnte Süleyman I. seinen Namen der Welt verkünden. Seine Lebenszeit wurde als „türkisches Jahrhundert“ angesehen, da in dieser Zeit weise Staatsmänner und Wissenschaftler ausgebildet wurden. Diese waren unter anderem der Großwesir Ibrahim Pascha, Lutfi Pascha, Sokollu Mehmed Pascha, das geistliche Oberhaupt Ibn-i Kemal, Mehmed Ebussuud Efendi, die Dichter Baki und Fuzuli, der Architekt Sinan und Kaptan- ı Derya Khair ad-Din Barbarossa. Zugleich war Süleyman I. ein bekannter Dichter. Die eventuell berühmtesten Verszeilen sind folgende:

 

„Zwischen dem Volk gibt keine geehrte Substanz wie die Regierung,

Die Regierung auf der Welt ist wie ein Hauch Gesundheit.

Das Sultanat ist wie ein Weltkrieg,

Das Schicksal und Glück sind auf der Welt wie eine Einheit.“


1566 begann Kanuni Sultan Süleyman trotz seiner Krankheit seinen dreizehnten und letzten Feldzug nach Szigetvár. In dieser Zeit war er dreiundsiebzig Jahre alt. Da Szigetvár von Gewässern und Flüssen umgeben war, war die Belagerung nicht einfach. Am letzten Tag der Belagerung verschlechterte sich sein Gesundheitszustand, sodass er am Morgen des 7. September 1566 starb. Sein Tod wurde achtundvierzig Tage lang verschwiegen.

In seiner 46 Jahre langen Amtszeit ließ Sultan Süleyman Aquädukte, Medresen, Karawansereien, orientalische Bäder und königliche Gärten bauen. Istanbul gewann in dieser Zeit den Anschein einer großen Stadt. Das Goldene Horn wurde zum lebhaftesten Hafen. In dieser Zeit baute der Architekt Sinan viele Moscheen und ihre Komplexe in Istanbul. Diese sind die Süleymaniye-Moschee und ihr Komplex, Sehzade-Moschee und ihr Komplex, Yavuz Selim-Moschee und ihr Komplex, Cihangir-Moschee, Mihrimah-Sultan-Moschee in Edirnekapi, weitere Moscheen in Üsküdar, der Haseki Sultan Complex und das Haseki-Hamam im Namen der Roxelane.

Der Prinz Selim I. kam 1470 in Amasya auf die Welt. Später wurde ihm von seinem Opa Fatih Sultan Mehmed, aufgrund seines strengen Temperaments, der Beiname Yavuz gegeben. Wie jeder andere Prinz auch, war der Sultan Selim I. vor seiner Zeit als Herrscher als Provinzgouverneur tätig, um Staats- und Verwaltungsangelegenheiten zu erlernen. Seine Tätigkeit als Provinzgouverneur dauerte in Trabzon 24 Jahre. Hier genoss Selim I. die bestmögliche Ausbildung von privaten Lehrern. In Trabzon ließ er viele Moscheen, Stiftungen und Medresen errichten.

Die militärische und wirtschaftliche Unterstützung beim Thronaufstieg erhielt er vom Khan des Krimkhanats, Meñli I. Giray. Selim I. war im Thronstreit mit seinen Brüdern und 42 Jahre alt, als er den Thron betreten konnte. Zudem brachte er gute Erfahrungen mit sich. Er war berühmt für sein gutes Reiten, den Umgang mit dem Schwert und sein Können im Ringen. Auch wenn er das Kämpfen mochte, hatte er ein Interesse an der Kunst und der Dichtung. Er fand kein Gefallen an Schaustellung und Verschwendung. Außerdem vervielfältigte er die Staatskasse und ließ die Türe der Staatskasse versiegeln. In seinem Testament ließ er folgende Aufforderung festhalten: „Die Kasse, die ich mit Gold gefüllt habe, soll einer meiner Enkelkinder füllen und mit dem eigenen Siegel versehen, denn anderenfalls wird sie von der Finanzverwaltung mit meinem Siegel versehen werden.“ Diesem Testament wurde gefolgt. Seither konnte kein Herrscher die Kasse füllen, sodass sie durchweg mit dem Siegel von Yavuz versehen blieb.

In der Zeit des Thronaufstiegs verbreitete sich das Osmanische Reich. Selim I. vervielfältigte das Reich innerhalb von acht Jahren um das 2,5-fache, sodass es eine Fläche von 6.557.000 km² umfasste. Das Reich war auf Asien, Afrika und Europa verbreitet. Außerdem kämpfte er gegen Truppen, die die wirtschaftliche Einheit Anatoliens bedrohten. Anschließend begann er die Ägyptenexpedition. Durch diese Expedition konnte der Titel des Kalifen in die Dynastie des Hauses Osman übertragen werden. Ferner konnten die zwei wichtigsten wirtschaftlichen Zweige der osmanischen Epoche, die Seidenstraße und der Gewürzhandel, geregelt werden. Dadurch war der Handel mit dem Osten an das Osmanische Reich gebunden. Während der Ägyptenexpedition besuchte Sultan Yavuz Selim Jerusalem und wurde hier von den Anführern aller drei Religionen in Empfang genommen. 1517 fand die Schlacht von Raydaniyya statt, in der die Osmanischen Truppen nach Kairo gedrungen sind. Hier ließ er in seinem Namen eine Predigt halten und wählte Kasri Yusuf zum Herrscher.

Im September 1520 erkrankte er unterwartet an Milzbrand, sodass eine Wunde an seinem Körper sichtbar wurde. Infolgedessen starb er im Alter von 49 Jahren. Sein Sohn Süleyman I. gelang an die Herrschaft. Der Sultan Selim I. konnte durch sein wirtschaftliches und militärisches Können, seine achtjährige Herrschaft und die damit verbundene Ausbreitung des Reiches und Vergrößerung des Besitzes und durch seine Werke, die er in verschiedenen Gebieten des Landes errichten ließ, in die Osmanische Geschichte eindringen.

Quellen: http://www.istanbultarih.com/Makale/cesaretin-ve-tevazunun-sultani-yavuz-sultan-selim-han.html

https://www.beyaztarih.com/ansiklopedi/i.selim

Emecen, Feridun, Türkiye Diyanet Vakfı İslam Ansiklopedisi, cilt 36, 2009

https://www.antoloji.com/yavuz-sultan-selim/hayati/

Zweifellos ist Omar Khayyam eines der wichtigsten Persönlichkeiten, das die persische Kultur hervorgebracht hat. Obwohl er im 11. Jahrhundert lebte, ist er dank seiner Entdeckungen und seiner zeitlosen Werke auch nach einem Jahrtausend bekannt. Seine Werke wurden in fast jede westliche Sprache übersetzt und er ist einer der meistgelesenen Gelehrten des Nahen Ostens. Im Folgenden werden wir Ihnen über das Leben von Omar Khayyam, seiner schulischen Ausbildung, der Wissenschaft und natürlich von seinen Vierzeilern (Rubaiyat) berichten, die ihn zu einer Berühmtheit gemacht haben.

Leben und Lehre

    Sein voller Name lautet Ghiyath al-Din Abu'l-Fath Umar ibn Ibrahim Al-Nisaburi al-Khayyami. Er wurde am 8. Mai 1048 in Nishabur, Iran geboren. Khayyam lebte in einer Zeit, in der Iran von den Seldschuken regiert wurde. Er reiste in die großen Städte wie Horasan, Balch, Buxoro und Merv, die in dieser Zeit als Bildungs- und Wissenschaftszentren galten. Während dieser Zeit perfektionierte er sich in den naturwissenschaftlichen Gebieten wie Astronomie, Mathematik und Physik. Er erhielt einen Ruf als einen berühmten Gelehrten, heutzutage würde man ihn gewiss als Genie bezeichnen. Außerdem  war er eine vielseitige Person, die sich auch für Musik, Poesie und Literatur interessierte.    Mit dem Seldschukenherrscher Malik Schah und dem Nizam al-Mulk, der den Karachaniden angehörte, führte er eine enge Beziehung und war in deren Palästen ein willkommener und gern gesehener Gast. Von den Palastangehörigen wurde er immer respektvoll und freundlich behandelt, allerdings entschied er sich, nicht in die Staatsangelegenheiten einzugreifen, da er sich von den Intrigen fernhalten wollte.

Beiträge zur Wissenschaft

    Insbesondere seine Beträge zur Mathematik sind unumstritten.  Khayyam befasste sich mit den Gleichungen und erfand den binomischen Lehrsatz und die Anordnung dessen Koeffizienten. Außerdem verfasste er ein Werk über die Polynomgleichungen dritten Grades und benutzte das arabische Wort „etwas“ für die Variablen. Als dieses Werk später ins Spanische übersetzt wurde, hat man das Wort als „xay“ übertragen und so begann man in der Mathematik für die Variable das Symbol „x“ zu verwenden.                                         Obwohl einige seiner Arbeiten schriftlich nicht niedergelegt wurden, hat Khayyam viele Erfindungen sowohl zu jener Zeit als auch die zukünftigen, beeinflusst. Am 21. März 1079 wurde der Nouruz-Namen-Kalender eingeführt, für dessen Berechnung Khayyam das Sonnenjahr als Basisgröße genommen hat. Im Gegensatz zum gregorianischen Kalender, der heutzutage in Verwendung ist und alle 3330 Jahre einen Mangel um einen Tag aufweist, driftet dieser Kalender lediglich alle 5000 Jahre um einen Tag ab.

Rubaiyat

Du sprichst mir von Huris, vom Paradiese,
Von Eden Lusterfüllter goldner Wiese. 
Geh, nimm den Pfennig hin und lass mich gehn
Von ferne nur hört sich die Trommel schön.

 

    Rubai ist ein in der persischen und östlichen Literatur beliebte Gedichtform, die aus vier Zeilen bestehet und dessen Schöpfer Omar Khayyam ist. Der Stil der Vierzeiler ist schlicht, fließend und leicht verständlich. Die Rubaiyat entstanden aufgrund der Erfahrungen und Beobachtungen von Khayyam, die er sinnvoll selektierte und philosophisch zum Ausdruck brachte. In seinen Gedichten kritisiert und verspottet er auch die Ungerechtigkeiten und Absurditäten seiner Zeit. Thematiken wie die Liebe, die Welt, das Leben und über die Bedeutsamkeit der Existenz betrachtete er aus einer metaphysischen Sicht und schrieb in einer Weise, dass jeder sie lesen kann. Daher haben seine Rubaiyat in jeder Epoche für jeden Leser einen Sinn ergeben und aus diesem Grund wurden die Vierzeiler in derart viele Sprachen übersetzt und eine hohe Anerkennung geerntet. Die Anzahl seiner Rubaiyat beträgt etwa zweihundert, es werden ihm jedoch viele andere Rubaiyat zugeschrieben.

    Omar Khayyam, der nach Avicenna, als der größte Gelehrte des Ostens angenommen wird, starb am 4.Dezember 1131, an seinem Geburtsort Nishabur im Alter von 83 Jahren und hinterließ ein Erbe, das über die Jahrhunderte hinausgeht.

Quelle:    https://www.ensonhaber.com/biyografi/yazar/omer-hayyam-kimdir     https://listelist.com/omer-hayyam-rubailer/

Der Élysée Vertrag - 56. Jahre politische und kulturelle Partnerschaft zwischen Deutschland und Frankreich

Am 22. Januar 1963 unterschrieb der damals im Amt agierende Bundeskanzler Konrad Adenauer zusammen mit seinem Pendant aus Frankreich- Charles de Gaulle- den Élysée Vertrag. Dieses Dokument besiegelte einen Neubeginn für beide Länder, die durch die Weltkriege ohnehin viel aufzuarbeiten hatten. Die Vergangenheit sollte damit endgültig abgeschlossen werden. Der Vertrag war von nun an der Wegbereiter für eine partnerschaftliche Zukunft, die heute noch Bestand hat.

In den folgenden Jahren wurde Paris gemeinsam mit Berlin zu den größten Einflussfaktoren in der europäischen Politik. Beide Länder waren maßgeblich an der Gestaltung und Erhaltung der europäischen Union beteiligt. Der Élysée Vertrag  basiert lediglich auf wenige Paragraphen, die eine enorme Bedeutung tragen. Neben dem politischen Statement, den dieses Schriftstück darstellt, symbolisiert es die zukünftige Freundschaft beider Länder. In diesem Zusammenhang würden sich in Zukunft Funktionäre beider Länder regelmäßig treffen und über mögliche politische Entscheidungen austauschen und im Einvernehmen des Partnerlandes beschließen.

Im Dienste der Zusammenarbeit wurde 1993 das „Deutsch-Französische Jugendwerk“ gegründet. Die Absicht dabei war, die Beziehung zu intensivieren, welche den kulturellen Teil des Vertrages darstellt. In diesem Jahr wird der Vertrag 56 Jahre alt, an den sich jährlich erinnert wird. Dazu gehörte auch das in der Vergangenheit durchgeführte Deutsch-französische Kulturfestival. Im facettenreichen Festival konnten neben speziellen Briefmarken auch Metallmünzen, sowie weitere Elemente, die an beide Länder erinnern, besichtigt werden. Zudem wehte in Berlin neben der deutschen Flagge auch die französische Flagge.

Quellen: https://p.dw.com/p/17Jfu

https://www.bbc.com/turkce/haberler/2013/01/130122_france_germany.shtml

Bayezid II. war dafür bekannt, dass er Kriege vermied und Istanbul nicht verließ, um die Hauptmacht zu schützen. Außerdem hatte er, wie viele Herrscher vor seiner Zeit, ein großes Interesse an der Dichtung. Unter dem Dichternamen „Adli“, der Gerechte, schrieb er türkische und persische Gedichte. Außerdem hatte er eine Begabung für die Kalligrafie. In dieser Auflage haben wir wichtige Informationen über den ältesten Sohn des Fatih Sultan Mehmeds, Bayezid II., gesammelt. Wir berichten über sein Leben und die Lage des Osmanischen Reiches während seiner Regierung.

Der Prinz Bayezid in seiner Jugend

Der Prinz Bayezid wurde 1448 in Dimotika geboren. Mit 7 Jahren wurde er zum Sancak-Fürstentum gesandt. Dieser Bezirk war seit den Seldschuken ein wichtiger Mittelpunkt der Wissenschaft und Kultur. Viele Prinzen wurden für die Ausbildung hergeschickt. Bayezid II. lernte im Rahmen seiner Ausbildung arabisch, persisch, den tschagataischen Dialekt und das uigurische Alphabet. Zudem studierte er neben den Islamwissenschaften Mathematik und Philosophie.

Der Aufstieg auf den Thron und die Zeit der unruhigen Herrschaft

Nach dem frühen Tod des Fatih Sultan Mehmeds im Jahre 1481 bestieg er mit Unterstützung der Janitscharen und Staatsmänner den Thron. Der Thron war für sein Alter ein großes Erbe. Sein Bruder Cem Sultan jedoch behauptete ebenfalls einen Anspruch auf den Thron seines Vaters zu haben und sprach in Bursa seine Herrschaft aus. Dies hatte zu Folge, dass Unruhen im Osmanischen Reich entstanden. Nachdem Cem Sultan den Kampf gegen die Truppen des Bayezid II. verlor, suchte er Zuflucht im Mamluk-Sultanat und floh nach Ägypten. Anschließend wurde er von den Rittern aus Rhodos gefangen gehalten, woraufhin er nach Frankreich gesandt wurde. Cem Sultan wurde gegenüber Bayezid II. als einen Trumpf angesehen. Nachdem Cem Sultan 1495 aufgrund einer Vergiftung starb, brauchte Bayezid II. keine Zugeständnisse mehr zu machen. Auch wenn diese Lage zunächst als ein Streit innerhalb des Osmanischen Reichs begann, beeinflusste sie die Außenwelt. Schlussendlich geriet Bayezid II. in einen Krieg mit dem Mamluk-Sultanat, den Venezianern und dem ungarischen Volk.

Der Rücktritt vom Thron und die Hinterlassenschaft

Auch wenn Bayezid II. Kriege scheute, verbrachte er sein Leben voller Auseinandersetzungen. Nachdem er 30 Jahre seinen Thron verteidigte, musste er vom Thron zurücktreten. Hierbei übten die Janitscharen, die ihn anfangs unterstützten, Druck auf ihn aus. Somit verließ er 1512 seinen Thron. Als er auf dem Weg zu seinem Geburtsort Dimotika Istanbul verließ, starb er 1512 in der Nähe von Corlu. Die Todesursache war nicht bekannt. Den Vermutungen zufolge wäre er vergiftet worden. Seine Leiche wurde in Istanbul in einer Moschee, die auf dem, nach ihm benannten, Beyazit-Platz steht, begraben. In den darauffolgenden Jahren wurde dort ein Grabmal aufgestellt.   

Bayezid II. ließ das erste große Werk in der Geschichte der Osmanen schreiben. Er ließ die berühmte Herberge Koza Han in Bursa und viele weitere Werke errichten. Zudem beachtete er die Epoche der Renaissance in Europa und korrespondierte mit Leonardo Da Vinci. Da Vinci berichtete ihm, dass er bereit wäre über dem Goldenen Horn und der Meerenge eine Brücke zu bauen. Diese Vorstellungen wurden jedoch nicht umgesetzt.

Quellen: Turan, Şerafettin, Türkiye Diyanet Vakfı İslam Ansiklopedisi, cilt 5, 1992

https://www.yazilibilgi.com/2015/02/ii-bayezid-hayat-ksaca-biyografisi.html

http://www.ttk.gov.tr/tarihveegitim/osmanli-padisahlari/

Bayezid I., genannt Yildirim, „der Blitz”, wurde im 1360 in Edirne geboren. Seine Kindheit verbrachte er zusammen mit seinen Geschwistern im Palast in Bursa und genoss eine gute Erziehung. In seiner Jugendzeit war er im Regierungsbezirk Kütahya als Provinzgouverneur tätig. Aufgrund des Testaments vom Sultan Murad I. bekam er 1389 das Amt des Herrschers. Zu der Zeit war er 29 Jahre alt. Durch seinen Mut und seine schnelle Reaktionsfähigkeit während Schlachten bekam er den Spitznamen „der Blitz“.

In seinen ersten Herrschaftsjahren war der Sultan Bayezid damit beschäftigt die Fürstentümer Aydin, Saruhan, Germiyan, Mentese und Hamid in Anspruch zu nehmen, woraufhin er sich dem Balkangebiet zuwandte. Es fiel ihm nicht schwer die bereits lokal in Konflikte verwickelte Regierungen im Balkangebiet unter seine Herrschaft zu bringen.  

Bei der Schlacht bei Nikopolis besiegte er die Kreuzfahrer. Dieser Erfolg führte nicht nur dazu, dass Sultan Bayezid seine Macht festigte, sondern auch zum Steigen seines Ansehens auf islamischen Böden. Nach dieser Zeit begann eine große Auswanderung von Gebieten wie Iran und Irak in das Anatolien.

Die Belagerung Istanbuls und administrative Erneuerungen

Das größte angestrebte Ziel des Sultan Bayezid war zweifellos die Eroberung Istanbuls. Aus diesem Grund errichtete er die Festung Anadolu Hisar auf der Seite des Bosporus. Obwohl er bereits drei Mal Istanbul umzingelte, reichte seine Kraft nicht aus die Stadt zu erobern. Dabei wurde er sowohl von Gefahren aus dem Westen als auch aus dem Osten aufgehalten. Ferner besaß er auch die notwendige Technik und Berater nicht. Somit konnte er sein angestrebtes Ziel nicht verwirklichen.    

Auf der anderen Seite wurden wichtige bürokratische Erneuerungen in der Organisation und die Ausweitung des Hauptvermögens zu dieser Zeit verrichtet. Die ältesten Quellen zur Bevölkerung in den eroberten Gebieten und Feststellung von Grundstücken und unbeweglichen Gütern beruhen auf diese Zeit. Viele Eigentümer von Stiftungen sind auf stattliche Macht übergegangen. Es sind zudem Quellen vorhanden, die berichten, dass Bayezid diejenigen Richter hart bestrafte, die ihr Amt missbrauchten.

Der Blitz Bayezid hat auf osmanischen Böden verteilt Moscheen, Gebetsräume, Krankenhäuser, Medresen, Wohltätigkeitseinrichtungen und Gasthöfe errichtet. Außerdem wurden für all diese Einrichtungen Stiftungen gegründet. Die Große Moschee von Bursa ist eines der wichtigsten Werke Bayezids. Es ist ebenso bekannt, dass Bayezid Gedichte sehr mochte und auch selbst ein Dichter war. In seinen Gedichten benutzte er den Künstlernamen „der Blitz“.

Die Schlacht bei Ankara und der Tod des Bayezid

Der mächtige Herrscher Timur (1335-1405), der in Zentralasien und im Iran eine scharfe Herrschaft ausübte, vernichtete die Dynastien Cagatay, Haremsah und Ilhan, bevor er sich den anatolischen Gebieten widmete. Er sah sich selbst als die natürliche Krampfader dieser Dynastien. Als er 1400 den anatolischen Boden betrat, eroberte er die Hauptstadt des Kadi Burhan al-Din-Reiches, Sivas. Als die Turkmenen diese Eroberung wahrgenommen haben, begaben sie sich auf die Seite des Timurs.  

Nach diesen Ereignissen war die Begegnung des Sultans Bayezid und Timurs unumgänglich. Diese zwei großen Herrscher waren gezwungen aufeinanderzutreffen, da beide das Ziel der Herrschaft über die türkische Welt hatten. Am 27. August 1402 trafen die Armeen auf der Ebene von Çubuk, nördlich von Ankara, zusammen. Die geographische Lage des Heeres von Timur war günstiger und das Heer größer als das der Osmanen. Obwohl das osmanische Heer anfangs in Führung geriet, hat es die Schlacht verloren. Ein wichtiger Grund dafür war auch die Tatsache, dass turkmenische und serbische Kräfte das Heer Timurs stärkten. Das osmanische Heer fiel und Bayezid geriet zusammen mit seinen zwei Söhnen in Gefangenschaft. Nach 13 Herrschaftsjahren starb der Blitz Bayezid nach 7 Monaten und 12 Tagen Gefangenschaft im Alter von 44 Jahren.  

 

Quellen:

İnalcık, Halil. (2008), Osmanlı İmparatorluğu Klasik Çağ (1300–1600. S: 21-22. YKY, İstanbul.

İnalcık, Halil. (2000), Osmanlı’da Devlet, Hukuk, Adalet, S:31. Eren, İstanbul.

Shaw, Standford. (1982), Osmanlı İmparatorluğu ve Modern Türkiye, s: 54–62. e yay. İstanbul

http://www.ybu.edu.tr/custom_page-328-yildirim-beyazit-kimdir?.html

http://www.ttk.gov.tr/tarihveegitim/osmanli-padisahlari/